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Handball - Im Bereich des Badischen Verbandes hat der aktuelle Schiedsrichter-Mangel immer größere Auswirkungen

Situation spitzt sich immer mehr zu

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bz
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Der Mangel an Schiedsrichtern bereitet den Handballern große Sorgen. Im Bereich des Badischen Handball-Verbandes können nicht mehr alle Partien mit Referees besetzt werden. © dpa

„Ohne Schiedsrichter funktioniert kein Handball“, bringt Ulrich Schuler, Vizepräsident Schiedsrichterwesen des Badischen Handball-Verbandes (BHV), die aktuelle Situation auf den Punkt.

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Seit längerem zeigt sich ein Abwärtstrend bei den Schiedsrichter-Teams, die für Partien im BHV-Bereich zur Verfügung stehen. Die Pandemie wirkt sich in diesem Punkt zusätzlich negativ aus. Schuler sagt mit Blick auf den kurz bevorstehenden Saisonstart 2021/22: „Die Lage wird immerhin etwas kompensiert, da in der neuen Runde ein veränderter Modus ausgetragen wird, wodurch in Summe weniger Spiele ausgetragen werden. Langfristig besteht jedoch dringender Handlungsbedarf, sofern es – wie wir alle hoffen – wieder eine reguläre Spielzeit gibt.“

Aktuell stehen 17 Schiedsrichter-Teams für BHV-Spiele auf Landesebene zur Verfügung. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen darauf schließen, dass im Saisonverlauf weitere Teams ausfallen. Zusätzlich sind in den Teams einige aktive Spieler vertreten, deren Verfügbarkeit an den Wochenenden nicht immer oder nur eingeschränkt gegeben ist.

Verschärft wird die Problematik, da aus den höheren Spielklassen nicht mit Unterstützung für den BHV zu rechnen ist. In der Oberliga Baden-Württemberg sind fünf BHV-Schiri-Teams am Start, in der 3. Liga drei (die mit 82 Gespannen bis zu 76 Begegnungen am Wochenende zu besetzen hat) und eines steht im Bundesligakader.

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All diese wenig erfreulichen Voraussetzungen haben die Verantwortlichen für das Schiedsrichterwesen im BHV sowie auf Bezirksebene dazu veranlasst, sich intensiv damit auseinanderzusetzen und Fakten zu schaffen, die eine möglichst effektive Einsetzung der Gespanne ermöglicht. „Diese Festlegung sieht vor, dass in der neuen Saison im Schnitt nur 27 Spiele in den beiden Baden- und Verbandsligen ausgetragen werden“, erläutert Schuler.

Nachfolgende Ligen werden wie folgt durch den BHV-Landeskader besetzt: Badenligen Männer (16 Mannschaften) und Frauen (12) mit 14 Spielen am Wochenende, Verbandsligen Männer (14) und Frauen (12) mit 13 Spielen am Wochenende sowie Spiele der männlichen A- und B-Jugend Oberliga (soweit möglich) mit zehn Spielen am Wochenende.

Der BHV-Vizepräsident Schiedsrichterwesen hält deshalb fest: „Für den BHV ist es erforderlich, dass sämtliche andere Ligen ab den Landesligen durch Schiedsrichter aus den beiden Bezirken Alb-Elz-Saal (AES) und Rhein-Neckar-Tauber (RNT) besetzt werden.“

Der Schiedsrichtermangel wirkt sich auf die unteren Ligen noch schwerwiegender aus. Es wird in der derzeitigen Situation nicht möglich sein, alle Spielklassen mit neutralen Schiedsrichtern zu besetzten.

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Folgend ein Überblick zu den Plänen im Bezirk Rhein-Neckar-Tauber:

Männer Bezirksliga: Vereinseigener Schiedsrichter.

Frauen Bezirksliga: Vereinseigener Schiedsrichter.

männliche E-Jugend Bezirksliga: Vereinseigener Schiedsrichter.

weigliche E.Jugend Bezirksliga: Vereinseigener Schiedsrichter.

Sollten weitere Begegnungen von den Schiedsrichtereinteilern nicht besetzt werden können, werden sowohl die Heim- als auch die Gastmannschaft spätestens am Donnerstagabend von der spielleitenden Stelle informiert. Dann müssen diese Spiele ebenfalls von vereinseigenen Schiedsrichtern geleitet werden.

Vereinseigene Schiedsrichter mit eingetragenen Freiterminen dürfen keine Spiele leiten, die durch vereinseigene Schiedsrichter zu besetzen sind. Spielrückgaben ohne Freitermine, um vereinseigene Spiele zu leiten, sind nicht zulässig. Eventuell kurzfristige Einteilungen haben in jedem Fall Vorrang und können nicht mit Hinweis auf zu leitende vereinseigene Spiele abgelehnt werden. Schuler erläutert die großen Anstrengungen, die von Verbandsseite unternommen werden, um den Schiedsrichter-Rückgang aufzuhalten: „Spiele die freitags bis 15 Uhr nicht besetzt werden können, werden am jeweiligen Wochenende ohne neutrale Schiedsrichter-Ansetzung erfolgen. Die Ansetzer werden die Staffelleiter informieren, die dann Ihrerseits die Mannschaften, bzw. Verantwortlichen in Kenntnis setzen. Letztlich ist nur ein konzertiertes Vorgehen sinnvoll. Und dafür müssen wir alle zusammenarbeiten, damit wir unseren geliebten Sport weiter betreiben können“, so Ulrich Schuler.

Ansprechpartner für dieses Thema ist im Bezirk Rhein-Neckar-Tauber Marco Wolf, der stellvertretende Vorsitzende Schiedsrichterwesen (schiedsrichter-rnt@badischer-hv.de). bz

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