Handball - HSV Main-Tauber mit 30:25 souverän gegen den TV Großlangheim Riesenschritt in Richtung Meisterschaft

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Treffer für den HSV Main-Tauber: Julian Enzfelder macht ein Tor. © Reinhold Hörner

HSV Main-Tauber – TV Großlangheim 30:25

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HSV Main-Tauber: B. Schack (Tor); M. Schack (Tor); Kunzmann 9; Enzfelder 6; Michel 4; Lejic 3; Jamerson 2; Roesler-Schlueter 2; Eichelbrönner 2; Hingerl 1; Merola 1; Witt.

Mit einem ungefährdeten 30:25-Sieg konnte der HSV Main-Tauber am Samstagabend einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Ein Punkt aus dem letzten Spiel bei den seit Januar sieglosen Randersackerern reicht den Wertheimern nun, um den Titel klar zu machen. Der Tabellendritte Großlangheim war daher die größte noch zu nehmende Hürde.

Den Beginn verschlief der HSV komplett und die ersatzgeschwächten Gäste konnten mit 3:1 in Führung gehen. Ob es die Nervosität bei so einer wichtigen Partie oder schlicht Unkonzentriertheit war, lässt sich schwer sagen. Jedoch leisteten sich die Wertheimer im Angriff zu viele technische Fehler, und auch die Defensive wirkte noch nicht sattelfest. Dies veranlasste Trainer Konrad Michel, schon nach knapp sechs Minuten eine Auszeit zu nehmen. Diese schien seine Mannschaft wachzurütteln. Nun gelang es den Gastgebern ihren Qualitätsvorsprung besser auszuspielen und beim 4:4 erstmals auszugleichen. Der Tabellenführer hatte nun das Heft in der Hand. Die Umstellung auf zwei Kreisläufer schuf Lücken für die Rückraumspieler Enzfelder und Kunzmann, die diese zu nutzen wussten. Mit einem 8:2-Lauf gelang es den Gastgebern nach 20 Minuten, mit 12:6 in Führung zu gehen. Doch die Wertheimer schöpften bei weitem nicht ihr volles Potenzial aus. Immer wieder schlichen sich einfache Fehler im Angriff ein, die eine noch höhere Pausenführung als das 17:12 verhinderten. Coach Michel konnte trotz Führung nicht zufrieden mit seiner Mannschaft sein.

Engagement lässt nach

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Dementsprechend motiviert kamen die Wertheimer aus der Kabine und bauten den Vorsprung in nicht einmal drei Minuten auf 20:12 aus. Dem HSV gelang es nun auch besser, ins Tempospiel zu kommen. Mit dem Treffer zum 25:15 in der 45. Minute war dann die Vorentscheidung gefallen. Statt die Führung weiter auszubauen, schalteten die Hausherren einen Gang runter. Es fehlte nun die Konsequenz und der Drang zum Tor im Angriff, und auch in der Abwehr verlor man mittlerweile mehr Zweikämpfe. Dementsprechend schmolz der Vorsprung langsam aber stetig. Speziell in den letzten Minuten schien man gedanklich schon mit dem Spiel abgeschlossen zu haben. Der TV Großlangheim, der nie aufsteckte, konnte so noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und zum Ende auf 30:25 verkürzen. Damit bleibt der HSV auch in der Saison 2018/2019 zuhause ungeschlagen, saisonübergreifend ist es nun das zehnte Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Durch diesen Sieg steht nur noch die Pflichtaufgabe in Randersacker zwischen dem HSV Main-Tauber und der Meisterschaft.

Trainer Konrad Michel ist dennoch nicht 100-prozentig zufrieden: „Wir haben heute über 60 Minuten gesehen kein gutes Spiel gemacht. In dieser Besetzung hätten wir Großlangheim deutlicher schlagen müssen. Mir hat am Ende auch ein wenig das Feuer gefehlt, den Zuschauern im letzten Heimspiel noch mehr zu zeigen.“ hsv