Handball, Bezirksliga Süd - Beim 19:34 hatte der HSV nach der Pause nichts mehr entgegenzusetzen Kampfbereitschaft und Willen in der Kabine zurückgelassen

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SpVgg Giebelstadt - HSV Main-Tauber 34:19 (12:8)

So sah es der Trainer

  • Julian Enzfelder (Trainer HSV Main-Tauber): "Ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Nicht darüber, dass wir verloren haben, sondern wie wir verloren haben. Giebelstadt ist vermutlich eine der besten Mannschaften der Liga, und wenn man dann eben so Auftritt, wie wir das heute getan haben, bekommt man schon mal eine Packung." phim
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HSV Main-Tauber: Benedikt Schack (Tor), Maximilian Schack (Tor), Philipp Merola 4/1, Julian Enzfeder 4, Luis Eichelbrönner 3, Martin Mielert 3, Pascal Rodemers 2, Mario Beck 1, Brandon Jamerson 1/1, Ahsen Gülecin 1, Thomas Michel, Adrian Schmitt.

Im Punktspiel der Handball-Bezirksliga Süd am Samstag ging der HSV Main-Tauber leistungsgerecht mit 19:34 (8:12) in Giebelstadt unter. Die Handballer aus Wertheim mussten damit die zweite Niederlage im zweiten Auswärtsspiel hinnehmen.

In den ersten paar Minuten sah es noch nach dem erwarteten knappen Spiel aus. Die als Tabellenführer angereisten Gäste hielten jedoch nur bis zum 3:3 nach fünf Minuten mit. Danach zog die SpVgg Giebelstadt das erste Mal mit drei Toren davon, und man musste erneut, nach nicht einmal zehn absolvierten Minuten, die Auszeit nehmen.

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Große Wirkung zeigte die allerdings nicht. Im Angriff tat man sich weiter sehr schwer, gegen die starke Abwehr der Giebelstädter und in der eigenen Defensive stimmte relativ wenig, wodurch die Hausherren immer wieder unbedrängt zum Torabschluss kamen.

Hervorzuheben ist hier vor allem Kilian Rhein, der mit insgesamt 14 Toren bester Werfer war. Somit ging man beim Stand von 12:8 mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Halbzeit, was vor allem Torwart Maximilian Schack zu verdanken war, der dieses Mal von Beginn an ran durfte und den HSV mit zahlreichen Paraden noch im Spiel hielt. Das Ergebnis war zu dem Zeitpunkt noch das einzige, das das Team von HSV-Trainer Julian Enzfelder im Spiel hielt.

Partie quasi gelaufen

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Hatte man noch Hoffnung, dass das Spiel noch einmal eine Wendung nehmen würde, musste diese schon nach zehn gespielten Minuten des zweiten Durchgangs begraben werden. Das Heimteam erwischte den deutlich besseren Start, und die völlig konsternierte Truppe von Enzfelder erzielte nur ein Tor, während man neun Gegentreffer hinnehmen musste. Dadurch lag man nach 40 Minuten mit 9:21 hinten, und die Partie war quasi gelaufen für die Gäste.

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In dieser Phase der Partie leistete man sich einfach zu viele leichte Ballverluste, wodurch die Giebelstädter viele einfache Gegenstoßtore erzielten. Generell ließ das junge Team im zweiten Abschnitt jeglichen Kampf und Wille vermissen, und so verlor man auch in der Höhe verdient mit 19:34 Toren.

Die Wertheimer hatten den Hausherren an diesem Abend einfach nichts entgegenzusetzen. Die Mannschaft der SpVgg. Giebelstadt agierte im Angriff und in der Abwehr sehr gut und erreichte das, was sich der HSV vorgenommen hatte - aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne zu spielen.

Auffällig war wieder einmal die schlechte Abwehrleistung beim HSV, die sich bisher wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Im Angriff hat ganz klar die Durchschlagskraft gefehlt. An diesen Punkten wird man in dieser Woche im Training arbeiten müssen, da man sich so eine Leistung nicht noch einmal erlauben darf.

Nach diesem Debakel rutschte der HSV Main-Tauber mit 9:5 Punkten auf den vierten Tabellenplatz ab. Die SpVgg Giebelstadt dagegen zieht an den Wertheimern vorbei und schiebt sich bis auf den zweiten Rang vor. Tabellenführer ist der TV Ochsenfurt, der noch nicht einen Punkt abgeben musste und nach dem Sieg am Wochenende gegen Michelfeld nun 10:0 Punkte aus fünf Spielen errungen hat. Michelfeld ist auch der nächste Gegner für den HSV.

Nachdem man das Hinspiel zu Hause mit 28:22 gewinnen konnte, wird es am nächsten Sonntag wohl ein sehr viel schwierigeres Spiel werden, da die Michelfelder bei der Niederlage wohl nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Es wird wieder ein Duell zweier Tabellennachbarn werden. Das Team mit Ex-HSV Akteur Lukas Möslein liegt mit 8:6 Punkten nur knapp hinter dem HSV und könnte mit einem Sieg vorbeiziehen. phim