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Handball - Im ersten Heimspiel gab es für Dittigheim/Tauberbischofsheim eine knappe Niederlage gegen den TSV Handschuhsheim

HSG scheitert beim 18:19 an der eigenen Abschlussschwäche

Von 
Mike Kinzie
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Der mit neun Toren erfolgreichste HSG-Akteur Viktor Bodo war im Angriff zu sehr auf sich alleine gestellt. © Jutta Muck

HSG Dittigheim/Tauberbischofsh. – TSV Handschuhsheim 18:19

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Dittigheim/Tauberbischofsheim: Villmann, Gluhak (beide Tor), Bodo (9 Tore), Karl (3), Reichhard (2), Ackermann (2), Maier (1), Ehler (1), Engert, Liebe.

Das Beste vorneweg: Endlich wieder eine volle Halle und tolle Stimmung beim ersten Saisonheimspiel der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim in der Grünewald-Sporthalle. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ein bis zum Schluss spannendes, aber keineswegs hochklassiges Handballspiel zu sehen, in dem sich die Gastgeber nach einer miserablen Anfangsphase mehr und mehr in die Partie kämpften, letztlich aber doch der eigenen Angriffsschwäche Tribut zahlen mussten.

Die Keupp-Mannen gingen personell geschwächt ins Spiel: Nur elf Spieler standen zur Verfügung, wobei der Ausfall von Felix Rother, in Auftaktspiel mit 9 Treffern noch erfolgreichster HSG-Torschütze, am schwersten wog und letztlich nicht zu kompensieren war. Ohne seine Schnelligkeit und Zielstrebigkeit taten sich die Gastgeber im Angriff enorm schwer und brauchten bis zur zehnten Spielminute, ehe der erste eigene Treffer zum 1:3 gelang. Selbst dem sonst so treffsicheren Bodo Viktor gelang zunächst nichts, keiner seiner ersten sechs Wurfversuche landete im Tor. Allerdings machten es seine Nebenleute auch nicht besser, zahlreiche Würfe wurden entweder schon von der Abwehr geblockt oder Beute des Schlussmanns. Nach einer Viertelstunde lag die HSG mit 1:5 zurück, und es sah für die HSG rabenschwarz aus. Aber eines muss man der Mannschaft bescheinigen: Sie gab zu keinem Zeitpunkt auf, kämpfte um jeden Ball und schaffte es allmählich, sich Tor um Tor heran zu kämpfen. Der für einen Strafwurf eingewechselte Chris Gluhak konnte diesen parieren und so seinem Team einen Push geben. Kurz vor der Pause erzielte man beim 8:7 sogar die erste eigene Führung, die anschließend sogar auf 9:7 ausgebaut werden konnte. Mehrfach verpasste die HSG in dieser Phase die Chance, den Vorsprung zu erhöhen, und so konnte Handschuhsheim zum Pausenpfiff auf 9:8 verkürzen.

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In der zweiten Halbzeit wurde es mehr und mehr das Spiel der Torhüter: Der überragende Ove Villmann bei der HSG und Gästekeeper Kahlich brachten die Angreifer hüben wie drüben reihenweise zur Verzweiflung. Beim 14:12 erkämpfte sich die HSG erstmals wieder eine Zweitoreführung, die bis zum 16:14 in der 48. Spielminute gehalten werden konnte. In dieser Phase hatten die Gastgeber viermal die Gelegenheit, sich mit einer höheren Führung etwas Luft zu verschaffen, unter anderem konnte ein Strafwurf nicht genutzt werden. Viktor Bodo war in zweiten Abschnitt beinahe „Alleinunterhalter“ im HSG-Angriff, konnte aber alleine sein Team nicht auf Gewinnkurs halten. So ließ man den Gegner wieder herankommen, der kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 17:18 selber wieder in Führung ging. Ein weiterer Strafwurf ergab die Möglichkeit zum Ausgleich, doch wieder konnte der nicht im Gästetor untergebracht werden. Die Entscheidung dann in der vorletzten Minute, als der TSV zum 17:19 traf. Mit dem Abpfiff konnte Tobias Karl dann einen Siebenmeter zum 18:19 verwandeln.

Die Schiedsrichterleistung – die Unparteiischen drückten der keineswegs ruppigen Partie mit insgesamt 13 zum Teil völlig überzogenen Zeitstrafen ihren ganz eigenen Stempel auf – kann nicht als Entschuldigung für die Niederlage herangeführt werden. Trotz der ordentlichen Abwehrleistung und zwei starken Torhütern - mit nur 18 erzielten Treffern wird es schwer, in dieser Klasse ein Spiel zu gewinnen. Hier gilt es für das Trainerteam den Hebel anzusetzen, will man wieder zum Erfolg zurückkehren.

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