Handball - Nach dem Erfolg gegen den Landesliga-Spitzenreiter will Aufsteiger Dittigheim/Tauberbischofsheim nun auch auswärts punkten HSG fährt mit viel Selbstvertrauen nach Heidelberg

Von 
Berthold Freund
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Nach einer kurzen Durststrecke meldete sich die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim am letzten Wochenende eindrucksvoll zurück. Trotz langer Verletztenliste überraschten die Grün-Weißen zuletzt Landesliga-Spitzenreiter Eppelheim und schickten den Favoriten mit einer spielerisch und kämpferisch starken Leistung geschlagen nach Hause.

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"Gerade für das Selbstvertrauen der Spieler war dies ein ganz wichtiger Sieg", brachte es HSG-Trainer Siegfried Schneider auf einen Nenner und machte damit unmissverständlich deutlich, dass sein Team wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat.

Am Sonntag wartet um 18 Uhr beim Polizeisportverein Heidelberg nun die nächste schwierige Aufgabe auf die HSG.

Natürlich möchten die Taubertäler ihren neu gewonnenen Schwung an den Neckar mitnehmen und den dritten Tabellenplatz mit einem weiteren Erfolg festigen.

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Doch einfach wird dies in Heidelberg sicher nicht. Die Gastgeber spielen seit Jahren in der Landesliga meist ganz vorne mit. Dass sie momentan mit bescheidenen 14:22 Punkten nur auf Platz zehn der Tabelle rangieren, darf nicht über die eigentliche Stärke des Teams hinwegtäuschen. Mit 506 erzielten Toren stellen die Neckartaler hinter der HSG (528) und Leutershausen II (518) eine der erfolgreichsten Angriffsreihen der laufenden Runde.

Schon im Hinspiel hatten die Grün-Weißen große Probleme, die wurfgewaltigen Rückraumschützen des PSV in Griff zu bekommen. Die Defensive der Kreisstädter stand dabei enorm unter Druck und hatte fast über die gesamte Spielzeit Schwerstarbeit zu leisten. Nach teilweise bis zu vier Toren Rückstand konnte sich das Schneider-Team damals vor heimischer Kulisse erst in der Schlussphase durchsetzen und das Spiel letztlich noch mit 35:29 für sich entscheiden. Der Tabellendritte ist also gewarnt.

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Dennoch wird die HSG die Aufgabe beim Polizeisportverein durchaus selbstbewusst angehen. Gerade die Abwehr zeigte zuletzt ansteigende Form. Auch die Reihen im Verletztenlazarett haben sich etwas gelichtet. Lukas Schneider und Niklas Küpper werden aller Voraussicht nach wieder dabei sein. Dadurch ergeben sich für Coach Sigi Schneider wieder mehr Alternativen, um vor allem das Angriffsspiel noch variabler zu gestalten.

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Allein von der Tabellenkonstellation her betrachtet gehen die Gäste als Favoriten in diese Partie. Doch die Mannschaft hat inzwischen begriffen, dass in dieser Liga keine Partie ein Selbstläufer ist. Jede Begegnung gestaltet sich anders, und wiederholt hat der bisherige Rundenverlauf deutlich gemacht, dass hier jeder jeden schlagen kann.

Entscheidend bleiben in erster Linie immer die Einstellung und die jeweilige Tagesform der einzelnen Teams. Entsprechend konzentriert möchten die Gäste das Spiel angehen.