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Handball

Eine Strafe als Schlüsselszene

Nach dem Abstieg glückt der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim mit einem Heimsieg der Start in die Landesliga-Saison

Von 
hsg/mxe
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HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim – TV Schriesheim 37:30

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Dittigheim/Tauberbischofsheim: Klotz (Tor), Gluhak (Tor), Rother (14/5), Böhlecke, Schäfer, Rack, Bauer L. (2), Bauer J (2), Karl (1), Reichhard (7), Bloser (1), Hilpert (1), Liebe (1), Bodo (8).

Trieb seine Mannschaft immer wieder voran und übernahm Verantwortung: Felix Rother überzeugte mit 14 Toren für die HSG gegen Schriesheim. © Jutta Muck

Zu ungewohnter Zeit am Sonntag-Abend empfing die HSG Dittigheim/TBB den TV Schriesheim zum Auftakt in die Landesliga-Saison 2022/23. Davon haben sich die Zuschauer jedoch nicht irritieren lassen und kamen zahlreich in die Grünewaldhalle, um sich selbst ein Bild zu machen, wie sich die Handballer der HSG nach dem Abstieg und dem Trainerwechsel präsentieren. Und es sollte sich lohnen – die Besucher bekamen beste Werbung für den Handballsport geboten. Es sollte sich ein Spiel entwickeln, welches von Tempo, Emotionalität und Kampfgeist geprägt war.

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Vor der Partie war man im Lager der HSG unsicher, was man zu erwarten hatte. Zum einen galt es den verletzungsbedingten Ausfall von Schlüsselspieler Tobias Ehler zu kompensieren, zum anderen gab es noch eine Coronainfektion kurz vor Rundenauftakt, die jedoch rechtzeitig auskuriert wurde. Daneben war die große Unbekannte der Gegner, den man schlichtweg nicht einschätzen konnte. Als etablierter Landesligist qualifizierte sich der TV Schriesheim in der vergangenen Saison für die Aufstiegsrunde und konnte sich durch Peter Mohr und Roger Unger mit zwei Spielern verstärken, die der HSG aus vergangenen Verbandsligaduellen gegen Leutershausen und Großsachsen bekannt waren.

Gleich mit offenem Visier

Hat man zu Spielbeginn beim Saisonauftakt mit einem Abtasten gerechnet, wurde man schnell eines Besseren belehrt. Beide Mannschaften spielten vom Start weg mit offenem Visier. Es wurde um jeden Zentimeter auf dem Handballfeld gekämpft. Erst nach knapp 15 Minuten setzte sich die Heimmannschaft ab, was in einem 14:10 nach 20 Minuten resultierte. Wie entfesselt zeigte sich bis dato Felix Rother, der allein acht der 14 Treffer erzielte. Beim 17:12 (23.) war erstmals eine Fünf-Tore-Führung erzielt, und mit Hilfe des euphorisierten Publikums entwickelte sich das Spiel für die Heimmannschaft in die richtige Richtung.

Doch dann gab es zwei Schlüsselszenen: Felix Rother musste benommen und verletzungsbedingt vom Spielfeld genommen werden und Tobias Karl erhielt eine Rote Karte. Diese zwei Rückschläge konnte das Team aus dem Taubertal nicht kompensieren und bis zur Halbzeit kippte das Spiel, so dass der TV Schriesheim mit einer 20:19-Führung in die Kabine ging.

Zur Pause musste sich die Heimmannschaft sammeln und neu strukturieren. Das Trainertrio gab neue Vorgaben und man stellte sich gemeinsam auf die entstandene Situation ein. Zu Beginn der zweiten Hälfte knüpfte zunächst kein Team an die torreiche erste Hälfte an. Nach knapp 36 Minuten beim Stand von 21:22 sollte jedoch die nächste Schlüsselszene folgen: Felix Bloser erhielt eine Zwei-Minuten Strafe, den folgenden Strafwurf parierte Chris Gluhak jedoch und die anstehende Unterzahl entschied die HSG man mit 2:0 für sich.

Das Startsignal

Dies war das Startsignal für eine sehr starke zweite Hälfte. Der junge Elias Liebe ersetzte Tobias Karl im Deckungszentrum hervorragend und hielt die Abwehr zusammen. Im Angriff übernahm nun Moritz Reichhard auf der linken Rückraumseite die Verantwortung und spielte sich in einen Rausch.

Der angeschlagene Felix Rother trieb sein Team immer wieder unnachahmlich ins Tempospiel und Viktor Bodo wusste auch auf der rechten Rückraumseite zu gefallen. Das Tor vernagelte Chris Gluhak und so bot sich den Zuschauern eine Halbzeit geprägt von Kampfkraft und Siegeswillen in der Defensive sowie Tempo und Spielwitz im Angriff.

Das Resultat daraus war ein 37:30-Heimsieg gegen einen Gegner, der den „Jungs in Grün“ alles abverlangte. Besonders erfreulich und erwähnenswert war auch die Leistung der beiden A-Jugendspieler Luca und Justin Bauer, die sich nahtlos ins Spielgeschehen einfügten und beide mit zwei Toren überzeugten. hsg/mxe

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