Handball - DJK Rimpar Wölfe empfangen am morgigen Sonntag, 7. Februar, im ersten Heimspiel des Jahres den TSV Bayer Dormagen Das Team von Trainer Ceven Klatt muss Gas geben

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Steffen Krapf
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Der Tauberbischofsheimer Felix Karle (hier ein Archivbild) erzielte kürzlich den spektakulären Siegtreffer in Fürstenfeldbruck. © Frank Scheuring

Wer davon ausgegangen war, dass mit dem Bekanntwerden des im Sommer bevorstehenden Wechsels von Trainer Ceven Klatt nach Ludwigshafen, die Saison der DJK Rimpar Wölfe einen Bruch erleben würde, den hat die Mannschaft in den ersten Spielen des Jahres eines Bessere belehren. In den beiden Nachholspielen auswärts gegen Fürstenfeldbruck und Ferndorf blieb das „Wolfsrudel“ ungeschlagen. Das bayerisch-fränkische Derby am vergangenen Samstag vor den Toren Münchens wurde dabei spektakulär entschieden: Im letzten Angriff des Spiels griff Rimpar ganz tief in die Trickkiste. Der 30:29-Siegtreffer durch den Tauberbischofsheimer Felix Karle gelang per „Kempa“, Passgeber war Winter-Neuzugang Yannick Bialowas, der mit fünf Treffern ein ganz starkes Spiel machte. Konzentriert und hellwach bis zur letzten Sekunde zeigten sich die Rimparer auch vier Tage später gegen den TuS Ferndorf. Im letzten Angriff traf Wölfe-Kapitän Patrick Schmidt zum 24:24-Endstand.

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Die Corona-bedingten Spielabsagen aus dem alten Jahr sind somit fast aufgearbeitet. Das noch ausstehende Spiel gegen den VfL Gummersbach ist allerdings immer noch nicht terminiert.

Verletzungsprobleme

Weiter geht es für die Wölfe am morgigen Sonntag, 7. Februar, um 17 Uhr mit einem Heimspiel in der s.Oliver Arena in Würzburg gegen den TSV Bayer Dormagen. Der einstige Europapokal-Halbfinalist spielt mit bislang 17 Punkten aus 13 Spielen eine starke Runde. Rimpar, das mit einer Partie mehr drei Punkte weniger auf dem Konto hat, muss zum Jahres-Heimauftakt weiter mit Verletzungsproblemen kämpfen. Zuletzt fielen Benedikt Brielmeier, Lukas Siegler, Yonatan Dayan und Lukas Böhm aus.

Die Situation um den Abschied von Ceven Klatt indes scheint nicht für die von Beobachtern befürchtete Unruhe im Team gesorgt zu haben. „Die Jungs verstehen, wie das Profigeschäft läuft“, sagt Klatt, der 2019 als erster hauptamtlicher Trainer in der Klubgeschichte eingestellt wurde, im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten: „Die verstehen, dass das eine Chance für mich ist.“

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Die erste Anfrage aus Ludwigshafen erreichte den 37-Jährigen schon vor gut drei Monaten. Sein Vorgänger bei den „Eulen“, Ben Matschke, der nächste Saison nach sechs Jahren bei den Eulen zum Bundesliga-Konkurrenten HSG Wetzlar wechselt, hat ihn selbst kontaktiert. Nach Rücksprache mit seiner Ehefrau und ein paar Tagen Bedenkzeit vermeldete Klatt grundsätzliches Interesse und landete daraufhin auf einer Liste von 50 Trainerkandidaten beim abstiegsbedrohten Erstligisten. Wölfe-Geschäftsführer Roland Sauer war dabei von Beginn an im Vorgang eingebunden, betont Klatt. „Das lief alles ehrlich und offen ab.“

Letztlich fiel die Wahl der Eulen tatsächlich auf Klatt. „Das macht mich schon ein Stück weit stolz. Das ist eine schöne Bestätigung meiner bisher geleisteten Arbeit, aber auch für Rimpar.“ Vom Klassenerhalt seines zukünftigen Klubs ist Klatt übrigens fest überzeugt: „Die Eulen waren in den letzten Jahren immer die Mannschaft, die den Abstiegskampf am besten gelebt hat und im Saisonendspurt für Überraschungen sorgen konnte.“ Sämtliche Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, empfängt Ludwigshafen in der Rückrunde noch in heimischer Halle. „Ich traue Matschke und der Mannschaft zu, die Liga zu halten.“

Umbruch vollzogen

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Den Rimpar Wölfen müsse in der Zukunft aber auch ohne ihn „nicht Angst und Bange werden“, findet Klatt, der den Umbruch mit der Verjüngung des Kaders der Wölfe als fast schon vollzogen ansiegt. Mit Philipp Meyer, Yonatan Dayan, Felix Karle und Marino Mallwitz drängen junge Spieler seit Saisonbeginn mehr und mehr in die Rolle als neue Leistungsträger. Dass Klatt Rimparer Spieler zum neuen Klub lockt, wird nicht eintreten, verrät er.

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Aber aktuell richtet sich sein Blick sowieso nur auf die nächsten Monate in Unterfranken. „An Abschied denke ich jetzt noch gar nicht. Wir haben unsere Ziele und jeder der mich kennt weiß, dass es mir wichtig ist, meine Ziele zu erreichen“, betont er: „Ich werde weiterhin Tag für Tag hart dafür arbeiten. Auch von meinen Jungs erwarte ich, dass da keiner nachlässt. Wir müssen richtig Gas geben, um möglichst erfolgreich durch diese schwere Zweitliga-Saison zu kommen.“