Fußball

Ziel ist weiter der Klassenerhalt

Spfr. Schwäbisch Hall halten den Ball flach

Von 
Robert Stolz
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Vor 20 Jahren kickten die Sportfreunde Schwäbisch Hall noch in der Bezirksliga Hohenlohe. Es folgten sechs Jahre Landesliga und danach sieben Jahre in der Verbandsliga Württemberg. 2018 stiegen die Sportfreunde ab und scheiterten in den folgenden vier Jahren gleich zwei Mal wegen der coronabedingten Quotientenregelung beziehungsweise des Saisonabbruchs. Ab der Saison 22/23 spielt man nun wieder in der höchsten Amateurklasse im Württembergischen Fußballverband und belegt zur Winterpause als Aufsteiger einen fast schon sensationellen zweiten Platz in der Tabelle.

„Es hätte keiner damit gerechnet, dass wir auf Platz zwei in die Winterpause gehen“, sagt Abteilungsleiter Eberhard Döring. Unser Ziel ist nach wie vor, Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Unser Blick geht eher nach unten als nach oben“, sagt Döring. „Abhängig von der Oberliga könnte es ja bis zu zehn Absteiger geben. Jeder Punkt kann da wichtig sein.“ Dieser Fall ist aber unwahrscheinlich. Und der Abstand zum aktuell realistischen Relegationsplatz zwölf ist mit 14 Punkten durchaus komfortabel. „Auf jeden Fall gehen wir zufrieden in die Winterpause“, sagt Döring.

Die Haller bauen vor allem auf ihre starke Defensive, die in 21 Spielen nur 19 Gegentore zuließ. Zudem konnte aber auch der Ausfall von Kapitän und Torjäger Volkan Demir gut im Kollektiv abgefangen werden. Und mit Günther Schmidt verfügt man über einen Spieler, der bereits 13 mal getroffen hat und Zweiter in der Torjägerliste ist. „Außerdem waren wir konditionell sehr stark“, sagt Döring. „Und unser Kader ist breit und ausgeglichen besetzt.“

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dpa
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Die Haller wollen nun erfolgreich in die Rückrunde starten. „Da haben wir ja gleich das Derby gegen Ilshofen“, sagt Döring. „Ziel ist es, erst einmal nach hinten abzusichern“, betont Döring. „Wenn wir das geschafft haben, dann sehen wir, was möglich ist.“ Sicherheit geht vor - gerade in einer Liga, die selbst nach der Vorrunde noch extrem schwer einzuschätzen ist. „Die Verbandsliga ist ganz verrückt. Es kann einfach jeder jeden schlagen“, meint Eberhard Döring. „Man kann da nur von Spiel zu Spiel sehen.“