Fußball - Würzburger Kickers egalisieren im Heimspiel gegen Cottbus zwei Mal einen Rückstand und spielen 2:2 Weiteres Warten auf zweiten Heimsieg

Von 
Patrick Tittl
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Nejmeddin Daghfous setzte sich in dieser Szene gegen Uwe Möhrle durch, flankte auf Adam Jabiri, und dieser besorgte den 2:2-Endstand für die Würzburger Kickers im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus.

© Scheuring

FC Würzburger Kickers - FC Energie Cottbus 2:2

Rund um das Heimspiel der Würzburger Kickers gegen den FC Energie Cottbus

  • Bernd Hollerbach (Trainer Würzburger Kickers): "Cottbus hat mit Breitkreuz und Sukuta Pasu zwei ganz erfahrene Stürmer in seinen Reihen. Ich denke, das hat man heute gesehen. Trotzdem entstehen beide Gegentore zu einfach. Was mir heute aber gut gefallen hat, war die zweite Halbzeit. Da haben wir richtig Druck gemacht und uns auch viele gute Torchancen erarbeitet. Auch deshalb wäre heute ein Sieg von uns verdient gewesen."
  • Vasile Miriuta (Trainer Energie Cottbus): "Mit dem 2:2 muss ich am Ende zufrieden sein, denn Würzburg hat gerade in der zweiten Halbzeit sehr viel Druck gemacht. Wir hingegen waren in der ersten Hälfte besser. Trotzdem ärgere ich mich darüber, dass wir eine zweimalige Führung verspielt haben."
  • Sondertrikot für Paris: Mit einer ganz besonderen Aktion haben die Würzburger Kickers der Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht. Beim Heimspiel gegen Energie Cottbus (2:2) lief der Aufsteiger mit dem Schriftzug "We Love Paris" auf. Das "Love" wurde durch ein Herz symbolisiert, auf dem Ärmel war das mit dem Eiffelturm stilisierte Peace-Zeichen zu sehen. Der Verein teilte weiter mit: "Nachdem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag grünes Licht gegeben hat, haben wir die Aktion gestartet. Im Vorfeld haben wir bewusst kein Aufhebens gemacht, es ging uns einfach um eine "ehrliche Geste". Die Trikots werden auch nicht in den Verkauf kommen, da es eine einmalige Aktion der Solidarität war, wofür auch die etatmäßigen Sponsoren ,Sansibar' und ,Maxfield' auf ihre Werbefläche auf dem Trikot verzichtet haben." pati
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Würzburg: Wulnikowski, Thomik (42. Haller), Weil, Schoppenhauer, Kurzweg, Fennell, Karsanidis, Nagy, Benatelli (46. Jabiri), Daghfous, Shapourzadeh.

Cottbus: Renno, Kaufmann, Schorch, Möhrle, Szarka, Bouziane (90. Zickert), Zeitz, Kauko, Häußler (58. Mimbala), P. Breitkreuz, Sukuta Pasu.

Tore: 0:1 (19.) P. Breitkreuz, 1:1 (48.) Weil, 1:2 (63.) P. Breitkreuz, 2:2 (68.) Jabiri. -Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart). - Zuschauer: 4178.

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Vier Tore und doch wieder keinen Heimsieg sahen die 4178 Zuschauer in der Würzburger "Flyeralarm-Arena". Denn im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus reichte es für die Würzburger Kickers erneut nur zu einem 2:2-Unentschieden. Allerdings zeigte die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach erneut große Moral und glich gleich zwe Mal eine Führung der Gäste aus der Lausitz aus.

Dabei gehörte die erste große Chance des Spiels den Würzburger Kickers, jedoch verfehlte der Abschluss von Rico Benatteli aus zentraler Position knapp das Cottbuser Gehäuse (15.). Auf der Gegenseite musste dann aber Würzburger Schlussmann Robert Wulnikowski nach einem langen Ball gegen FCE-Angreifer Richard Sukuta Pasu sein ganzes Können aufbieten, als dieser aus zentraler Position frei zum Abschluss kam (17.). Diese Szene war exemplarisch für die Spielweise der Brandenburger, denn in der 19. Minute führte eine ähnliche Situation zum 1:0 für die Gäste. Erneut war der Ausgangspunkt ein langer Ball im Spielaufbau, der im Anschluss mit dem Kopf von Richard Sukuta Pasu auf Patrick Breitkreuz verlängert wurde. Der setzte sich im Anschluss gegen FWK-Verteidiger Richard Weil durch und schob den Ball aus kurzer Distanz an Robert Wulnikowski vorbei ins Tor.

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Fast im direkten Gegenzug vergab dann Amir Shapourzadeh die beste Würzburger Chance in der ersten Hälfte, als er nach schönem Zuspiel von Daniel Nagy alleine vor dem Cottbuser Tor auftauchte. Allerdings scheiterte der FWK-Kapitän im Anschluss aus zentraler Position an FCE-Schlussmann Rene Renno (25.). Mit einem weiteren langen Ball hätte dann die Mannschaft von Trainer Vasile Miriuta noch vor der Pause für klare Verhältnisse sorgen können. Allerdings schob diesmal Patrick Breitkreuz den Ball knapp am rechten Pfosten des Würzburger Tores vorbei (39.). Zuvor sah erneut die Kickers-Hintermannschaft in Person von Paul Thomik und Richard Weil alles andere als gut aus. Denn beide ließen den Cottbusser Angreifer unbedrängt zum Torabschluss kommen.

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Auch deshalb reagierte Bernd Hollerbach noch vor der Pause und brachte Marco Haller ins Spiel für den an diesem Tag schwachen Paul Thomik. Ebenso kam zu Beginn der zweiten Hälfte mit Adam Jabiri eine echte Sturmspitze auf den Platz. Er ersetzte den an diesem Tag ebenfalls blassen Rico Benatelli. Beide Auswechslungen zeigten dann auch gleich Wirkung. Denn die Würzburger Kickers kamen mit Beginn der zweiten Hälfte deutlich besser ins Spiel und belohnten sich dafür in der 48. Minute mit dem Ausgleichstreffer. Dabei traf Richard Weil per Dropkick aus rund 25 Metern unhaltbar zum 1:1. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hofften in Würzburg wieder alle auf den zweiten Heimsieg der laufenden Saison.

Weiter nach vorne gespielt

Auch, weil der FWK in der Folgezeit weiter nach vorne spielte und so Energie Cottbus immer wieder große Probleme bereitete. Trotzdem sollten dann die Gäste, nach einer Flanke von der linken Seite, wieder in Führung gehen. Erneut hatte die Kickers-Hintermannschaft Patrick Breitkreuz aus den Augen verloren. Er hatte dann im Anschluss keine Mühe, die Ablage von Fabio Kaufmann aus kurzer Distanz im Würzburger Tor unterzubringen (63.).

Aber die Würzburger Kickers verkrafteten auch diesen Rückschlag gut, denn in der 68. Minute glich Adam Jabiri per Flugkopfball zum 2:2 aus. Zuvor hatte sich Nejmeddin Daghfous auf der rechten Seite durchgesetzt und den Ball mustergültig serviert.

In der Schlussphase der Begegnung drängten die wackeren Unterfranken dann vehement auf den Siegtreffer. Allerdings sollte der nicht mehr gelingen. So blieb es am Ende beim erneuten Unentschieden. Aus Würzburger Sicht war es bereits das dritte Unentschieden in Folge. Trotzdem fiel das Fazit von Kickers-Würzburg-Trainer Bernd Hollerbach nach dem Schlusspfiff positiv aus: "Dass wir zwei Mal zurückgekommen sind und am Ende dem Sieg deutlich näher waren, spricht klar für uns."