AdUnit Billboard
Partie im Fokus - Eintracht Walldürn kassiert kurz vor Schluss den Ausgleich und muss vielleicht auf beide Torhüter verzichten

SVS machts wie die Bayern

Von 
Nicola Beier
Lesedauer: 
Das Unentschieden zwischen dem SV Schlierstadt (weißes Trikot) und der Eintracht Walldürn geht in Ordnung – da waren sich die Trainer am Ende der Begegnung einig. Beide haderten aber auch mit der Leistung ihrer Teams. © Martin Herrmann

Schlierstadt. SV Schlierstadt – Eintracht Walldürn 1:1

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Schlierstadt: Breitinger, Kettermann, Eberle (90.+1 Schmidt), Linsler, Genzwürker, Owart, Remmler, Heid (64. Celebi), Seibold (76. Böhrer), Heimberger, Engel.

Walldürn: S. Trabold (53. Drexler), Fach, Grimm, Haun (63. Feit), Schüler, J. Fritsch (90.+5 T. Trabold), Leis, Golderer, Leiblein (79. M. Fritsch), Kreis, Paffen.

Tore: 0:1 (41.) Michael Schüler, 1:1 (90.+8) Silas Genzwürker. – Schiedsrichter: Heiko Link.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ging es am Samstag in der Partie zwischen dem SV Schlierstadt und dem direkten Verfolger, der Eintracht Walldürn. Während die Gäste vor dem Spiel auf dem Relegationsplatz standen, mit vier Punkten vor dem Abstiegsplatz, rangiert der SVS mit drei Punkten mehr auf dem Konto nur einen Platz weiter oben in der Tabelle. Dementsprechend wollten beide Teams unbedingt den Dreier einfahren, um dem rettenden Ufer näher zu kommen.

Zerfahrenes Spiel

Beide Teams gaben ab der ersten Minute Vollgas und versuchten sich Chancen zu erarbeiten, allerdings klappte das nicht immer. Der erste nennenswerte Schuss auf das Tor der Gäste gelang Schlierstadt in der 14. Minute, als Daniel Heimberger nach einem Ballverlust der Eintracht das Spielgerät durch die Abwehrreihen beförderte und Nathan Owart den Ball nach einem Klärungsversuch eines Abwehrspielers am Tor vorbei donnerte. Grundsätzlich war es ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Wenn es zu Chancen kam, dann für den SV (19., 36. und 39. Minute). Umso überraschter kam die Führung der Gäste. Nach einer schön gespielten Kombination von Alexander Kreis und Tobias Golderer über die rechte Seite verwertete Michael Schüler den Ball zum 0:1.

Nach der Pause war wieder Schlierstadt am Drücker. Walldürn ließ sich in die eigene Hälfte fallen und konzentrierte sich auf dass Verteidigen. Bei einer solchen Aktion landete Torwart Simon Trabold mit dem Kopf am Pfosten und musste rund fünf Minuten behandelt werden. Für ihn ging es danach nicht weiter, sogar ein Krankenwagen musste gerufen werden.

Glatt Rot

Doch es kam noch bitterer: Der eingewechselte Ersatztorwart Sebastian Drexler ging in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Gegenspieler so sehr an, dass der Schiedsrichter ihm die Rote Karte zeigte. „Er wird vermutlich drei bis vier Spiele Sperre bekommen“, mutmaßte Trainer Rony Lein. Notgedrungen stellte sich die restlichen Minuten Marius Paffen zwischen die Posten. Und als wäre das alles aus Walldürner Sicht nicht schon schlimm genug, kassierte man vier Minuten später dann noch den Gegentreffer.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Ein gebrauchter Tag für die Eintracht, auch wenn das Unentschieden laut Trainer Lein „verdient“ sei. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, sagte er. „Schlierstadt war das etwas bessere Team. Das Unentschieden geht in Ordnung.“ Zum Gesundheitszustand von Torwart Trabold konnte er einen Tag später auch schon mehr sagen: „Er hat eine Prellung am Jochbein, aber es geht ihm den Umständen entsprechend gut.“

Ob er am Mittwoch beim Spiel gegen den direkten Konkurrenten Hettingen schon wieder spielen könne, sei fraglich: „Wenn alle Stricke reißen, muss ich mich halt reinstellen“, sagte Lein ganz pragmatisch. Am Montag werde er mit seinem Team trainieren und „die Jungs auf das Spiel einstellen, am Ende haben sie es selbst in der Hand.“

Mike Zöller, Trainer des SV Schlierstadt, wird am Montag hingegen einen freien Tag haben. Seine Jungs hatten nach dem Spiel zwar nicht wirklich etwas zu feiern, machten es aber wie einige Spieler des FC Bayern: Für die Münchner ging es nach Ibiza – die Spieler des SV stiegen am Sonntag in den Flieger nach Mallorca. „Die sollen jetzt mal die Beine hochlegen und etwas für das Mannschaftsgefühl tun“, so Trainer Zöller. Das Timing sei zwar etwas unglücklich, aber sie hätten es sich dennoch verdient. „Bis zum Spiel am Mittwoch sind aber alle wieder da.“

Dann wartet die SpG Sennfeld/Roigheim. „Das wird eine harte Nuss. Aber es geht bei Null los und wir werden alles versuchen“, so Zöller. Dennoch sollte die Chancenverwertung besser werden, als in den vergangenen Spielen, mahnt er an.

Redaktion Im Einsatz für die Redaktionen Buchen und Sport

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1