Fußball - 1000 Zuschauer dürfen beim ersten Aufstiegsspiel am morgigen Samstag, 12. Juni, im Willy-Sachs-Stadion dabei sein

Schweinfurts Traum von der 3. Liga

Von 
Patrick Tittl
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Die Fußballer des 1. FC Schweinfurt 05 (grüne Trikots) wollen gegen den TSV Havelse den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. © Frank Scheuring

Mit dem Gewinn der Playoffs der Regionalliga Bayern hat sich der 1. FC Schweinfurt 05 als Meister für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga qualifiziert (wir berichteten). Damit dürfen die Schnüdel weiter von einer Rückkehr in den Profifußball träumen. Dazu muss die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl in Hin- und Rückspiel (12. und 19. Juni) den TSV Havelse, Vertreter der Regionalliga Nord, aus dem Weg räumen. Dabei hat der 1. FC Schweinfurt 05 zunächst Heimrecht.

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Die Partie im Willy-Sachs-Stadion kann dank einer Ausnahmegenehmigung vor rund 1000 Zuschauern ausgetragen werden. „Vergeben werden dürfen ausschließlich Sitzplätze; hierfür werden auch auf den Rängen feste Sitzplätze markiert, die von den Ticketinhabern genau einzuhalten sind. Für die Sitzplätze auf den Rängen sind als Auflage des Gesundheitsamt von den Zuschauern selbst Sitzkissen mitzubringen. Der Zutritt ist nur mit Nachweis eines negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) oder Antigen-Tests (nicht älter als 24 Stunden) möglich. Alternativ ist eine Genesung innerhalb der vergangenen sechs Monate oder eine vollständig wirksame Impfung nachzuweisen. Selbstverständlich sind auch die üblichen Abstandsregeln einzuhalten. Auf dem gesamten Gelände gilt FFP2-Maskenpflicht“, teilte der 1. FC Schweinfurt diesbezüglich mit. Das BR Fernsehen überträgt die Partie zudem ab 13 Uhr in voller Länge im Free-TV und Livestream.

Haas verlängert

Unter der Woche wurde zudem der Vertrag mit Außenverteidiger Thomas Haas verlängert. Der 23-Jährige bleibt unabhängig von der Ligazugehörigkeit bei den „Schnüdeln“.

Haas war im Winter vom Drittligisten Türkgücü München nach Unterfranken gekommen und etablierte sich auf Anhieb als Stammspieler. Zuvor war er mit dem VfB Eichstätt Vizemeister der Regionalliga Bayern geworden und mit Türkgücü aufgestiegen. „Thomas Haas ist ein wesentlicher Gewinn für die Mannschaft und für den Verein. Er hat sich hier in Schweinfurt vom ersten Tag an sofort ins Team integriert“, sagte Robert Hettich, der FC-05-Sportdirektor.

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Für Cheftrainer Tobias Strobl ist Haas „ein sehr, sehr ehrlicher Arbeiter, der das Herz am richtigen Fleck hat und die rechte Seite rauf und runter, offensiv wie defensiv, sehr gut beackert“ – und „sportlich wie menschlich eine absolute Bereicherung für unsere Truppe“. Haas sagte zu seiner Verlängerung: „Ich fühle mich sehr wohl hier in Schweinfurt, und mit diesem Team macht das Fussball spielen einfach mega Spaß. Deshalb will ich auch weiterhin ein Teil dieser tollen Mannschaft sein und den gemeinsamen Weg mit den Schnüdeln bestreiten.“

Von Havelse nach Hannover

Schweinfurts Gegner TSV Havelse verliert mit dem Ende der Saison seinen Trainer Jan Zimmermann. Der Fußball-Lehrer wechselt vom TSV Havelse aus der Regionalliga Nord zum benachbarten Zweitligisten Hannover 96.

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Zuvor will der gebürtige Hannoveraner jedoch den TSV erstmals in die 3. Liga führen: „Die Motivation ist riesig, hat allerdings gar nichts mit meinem bevorstehenden Vereinswechsel zu tun. Vielmehr hatten wir intern schon vor dem Beginn dieser Saison durchaus das Gefühl, dass wir in der Regionalliga Nord im Kampf um die Meisterschaft zumindest ein Wort mitsprechen können.“

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Lobende Worte findet der 41-Jährige für den kommenden Gegner aus Schweinfurt: „Die Mannschaft spielt zielstrebig und mutig nach vorne, verfügt auch über einige herausragende Einzelspieler. Sie sehe im Übrigen bei beiden Mannschaften gewisse Ähnlichkeiten. Ich bin überzeugt, dass es zwei sehr enge und spannende Duelle werden.“

Kurios dabei: Für den Fall des Aufstiegs will der TSV Havelse seine Heimspiele in der 3. Liga zumindest vorerst in der Arena von Hannover 96 ausgetragen.

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