Fußball, Oberliga - Spiel der Hollenbacher in Ravensburg fiel aus und sorgte für Ärger bei den Hohenlohern / Heimspiel am Montag Pfullendorf kommt mit Selbstvertrauen

Von 
Marc Schmerbeck
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Den Donnerstags-Ausflug nach Ravensburg musste Fußball-Oberligist FSV Hollenbach unter dem Motto "außer Spesen nichts gewesen" verbuchen. Nun geht es am Montag mit einem Heimspiel um 15 Uhr gegen den SC Pfullendorf weiter.

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Die Partie beim FV Ravensburg (5.) wurde abgesagt. Kurzfristig. Das war es auch, was Kurt Sprügel ärgerte. Denn bereits am Morgen war der Hauptplatz im Stadion von der Stadt gesperrt worden, der Kunstrasen war am Abend bereits belegt. Dies hätten die Vereinsverantwortlichen durchaus wissen können und auch bedenken müssen. Den Nebenplatz, der als Spielfeld dienen sollte, charakterisierte Sprügel so: "Auf dem Platz steht Wasser. Der ist etwas größer als unser Trainingsplatz. Aber sonst sieht er genauso aus wie unserer." Das ist keinesfalls oberligatauglich. Das sah auch der Schiedsrichter und pfiff erst gar nicht an. "Wenn die uns um zwölf angerufen hätten, wäre alles okay gewesen. Aber so. Das sind doch keine 30 Kilometer." So mussten die Hollenbacher 250 Kilometer fahren. Hin - und unverrichteter Dinge wieder zurück. Im Osterreiseverkehr.

Falsch gehofft

Die Ravensburger wollten auf jeden Fall spielen, unterschätzten zu Lasten der Hohenloher aber das Wetter - und ihren eigenen Nebenplatz. "Wir wussten, dass es regnen sollte", sagte FV-Trainer Wolfram Eitel der "Schwäbischen Zeitung". "Aber wir hatten die Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist." Falsch gehofft.

Eitel sagte dann auch zu einem möglichen Spiel auf dem Nebenplatz: "Das wäre grenzwertig gewesen."

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Schon im Winter hatten die Hollenbacher Pech mit einer Spielverlegung gegen Ravensburg. Da wollten die FSV-Verantwortlichen gerne erst in diesem Jahr spielen, wegen der schwierigen Winterverhältnisse in Hollenbach. Die Ravensburger wollten nicht verlegen, also wurde gespielt.

Zumindest nutzten die Hollenbacher dann den Trainingsplatz für eine kurze Übungseinheit, bevor sie wieder nach Hause fuhren. Irgendwann steht nun wieder eine Fahrt nach Ravensburg an - voraussichtlich wieder unter der Woche. Der Termin ist aber noch unklar.

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Anders betrachtet, kam dem FSV die Spielabsage gar nicht so unrecht. "Wir hätten ohne sieben Stammspieler spielen müssen", sagt Sprügel. Zwar war Martin Schmidt nach seiner Krankheit wieder zur Mannschaft gestoßen, dafür meldeten sich Maximilian Gebert (krank) und Boris Nzuzi (Schulterverletzung) ab. Ebenfalls weiter wäre Michael Kleinschrodt ausgefallen. Er könnte am Montag eventuell wieder spielen. Auch Gebert könnte dann einsatzfähig sein. Gut möglich ist, dass die Partie auf dem Hollenbacher Kunstrasenplatz stattfinden wird.

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Vielleicht werden die Hollenbacher auch ein bisschen von dem Ravensburg-Ärger mit in die Partie gegen Pfullendorf nehmen. "Die Spieler wissen, dass sie im letzten Heimspiel nicht so gut gespielt haben, dass wir da einen Dreier hätten holen müssen", meint Sprügel. "Ich erwarte, dass alle bereit sind, mit nach hinten zu laufen. Wir haben drei, vier Spieler, die das nicht immer konsequent tun. Ich erwarte, dass die Laufbereitschaft da ist."

Den Pfullendorfern gelang am Donnerstag ein 2:1 gegen den Karlsruher SC II und damit ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.