Regionalliga Südwest - Spvgg. Neckarelz spielt in Kassel "Müssen den Job machen"

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"Ich denke, der Rückzug hat keine neue Schockwelle ausgelöst. Denn man hat schon in der Winterpause geahnt, wohin die Reise geht", fasst Peter Hogen die aktuelle Situation bei der Spvgg. Neckarelz zusammen. Der Neckarelzer Cheftrainer muss sich daher auch im morgigen Auswärtsspiel um 14 Uhr beim KSV Hessen Kassel wieder als Motivator beweisen - zumal die Saison auch für die Gastgeber aus Kassel eigentlich schon gelaufen ist.

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Mit 44 Punkten belegt der KSV aktuell den achten Tabellenplatz. Eine eher ernüchternde Platzierung, auch weil die Nordhessen nach dem starken Start eigentlich andere Saisonziele hatten. Allerdings wurden 2016 bisher erst drei Spiele gewonnen. Zudem verlässt im Sommer Nachwuchstalent Mike Feigenspann den Verein. Der Stürmer unterschrieb unter der Woche einen Vertrag bei der U23 von Borussia Mönchengladbach.

"Natürlich ist es schade, dass Mike uns verlässt. Aber er hat sich bereits in der Vorsaison in den Fokus vieler Mannschaften gespielt, es dieses Jahr unterstrichen und es war klar, dass die Perspektive, in den Profibereich zu gehen, sehr reizvoll für ihn ist", sagt Dirk Lassen-Beck. "Wir müssen uns eingestehen, dass wir mit solchen Angeboten nicht konkurrieren können", so der Finanzvorstand der "Löwen". Er gab dann auch Einblicke in die Ziele des KSV Hessen Kassel für die kommende Spielzeit: "Es wird hier jeden Tag fleißig, professionell und zielgerichtet gearbeitet. Rückschläge gibt es immer wieder. Aber natürlich ist und bleibt unser Ziel die 3. Liga und der Profifußball in Kassel. Wir werden den Kader im Rahmen unserer Möglichkeiten verbessern und näher an die Spitze ran rücken."

Dagegen hofft man bei der Spvgg. Neckarelz, die letzten Spiele in der Regionalliga Südwest sauber über die Bühne zu bringen. Was dann danach kommt, steht aktuell noch in den Sternen. Eine klare Äußerung der Neckarelzer Verantwortlichen war diesbezüglich bisher nicht zu erfahren. Auch deshalb lautet die abschließenden Analyse von Peter Hogen eher nüchtern: "Wir müssen nun einfach weiter unseren Job machen."

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Unterdessen wurde bekannt: Der VW-Konzern will ab der Saison 2017/18 komplett aus der Finanzierung des KSV Hessen Kassel aussteigen, es sei denn, der Regionalligist steigt in die 3. Liga auf. Damit würden Kassel ab 2017 Einnahmen im sechsstelligen Bereich fehlen. pati