Bezirksliga Hohenlohe - SGM Weikersheim/Schäftersheim/Laudenbach unternimmt einen zweiten Anlauf zurück in die Regionenliga Mit mehr Ruhe am Ball mehr spielerische Lösungen finden

Von 
Helmut Wörrlein
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Was damals keiner der Beteiligten ahnen konnte: Das „Endspiel“ in der Bezirksliga Hohenlohe fand bereits am vierten Spieltag statt, als sich die Lokalrivalen SGM Weikersheim/Markelsheim und FC Creglingen am 6. Oktober 2019 in Weikersheim gegenüberstanden. Die Gäste drehten nach frühem 0:1-Rückstand das Spiel und gaben den Nachbarn mit 2:1 das Nachsehen. Der Sieg in diesem Sechs-Punkte- Kampf beim Titelfavoriten war letztlich das Meisterstück für den FC Creglingen.

Creglingen (weißes Trikot) schnappte nach dem Sieg im direkten Duell gegen Weikersheim/M. (Bild) der SGM den Titel weg. In der neuen Saison soll es aber mit dem Aufstieg klappen. © SGM
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„Es war ein offenes Spiel – jeder Spielausgang war möglich, auch ein Sieg für uns“, blickt SGM- Trainer Sebastian Hütter wehmütig zurück. In der Endabrechnung belegten die Weikersheimerinnen, die auch noch im direkten Vergleich mit Kupferzell/Neuenstein den Kürzeren zogen, nur den dritten Platz.

Im zweiten Anlauf nach dem sehr unglücklichen Abstieg im Frühsommer 2019 will die Spielgemeinschaft nun unbedingt wieder zurück in die Regionenliga. Das Frauenteam der Taubertäler firmiert, nachdem sich der TSV Markelsheim aus der SGM zurückgezogen hat, in der neuen Runde wie die Weikersheimer Herrenmannschaft unter dem Namen SGM Weikersheim/Schäftersheim/Laudenbach. Auch das Trainergespann hat sich verändert: Für Julian Maier, der nun den B-Ligisten TSV Althausen/Neunkirchen coacht, steht seit Sommer 2020 der frühere Trainer der zweiten Herrenmannschaft, Florian Wattke, an der Seite von Sebastian Hütter. Auch in der Abteilungsleitung der Frauen gab es personelle Veränderungen: Für Thomas Deeg zeichnen jetzt die beiden Spielerinnen Lara Wunderlich und Vanessa Deeg verantwortlich.

Elf neue Gesichter

Die gute Nachwuchsarbeit bei der SGM, die auch in der kommenden Saison in allen Altersklassen Juniorinnenteams stellt, zahlt sich aus: Nicht weniger als elf neue Gesichter tauchen im Kader der SGM auf – acht davon aus der eigenen Jugend. Aus der U 17 des TSV Crailsheim kommt Mittelfeldspielerin Natalia-Letizia Mukenauer nach Weikersheim zurück. „Sie ziehen gut mit und bieten Alternativen für alle Mannschaftsteile“, freut sich der Trainer über die jungen Spielerinnen. „Allerdings ist es ein Riesenschritt aus einem Siebener oder Neuner Juniorenteam zu den Frauen“, tritt Sebastian Hütter aber zugleich auf die Euphoriebremse. „Die Spielstärke ist gegenüber dem letzten Spieljahr kaum verändert, wir arbeiten aber daran.“

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Weiterentwicklung im Zusammenspiel, Suche nach spielerischen Lösungen, mehr Ruhe am Ball – diese Ziele will der Coach mit sehr vielen unterschiedlich Spielformen im Training erreichen, das jeweils montags in Schäftersheim und donnerstags in Weikersheim stattfindet.

Nach der langen Corona-Pause gilt es natürlich noch Defizite aufzuarbeiten, die sich unter anderem auch anlässlich der 1:2-Niederlage im Pokal-Halbfinale Anfang August in Tüngental zeigten. „Ich konnte meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Der Gegner hat seit Mai wieder trainiert, wir erst seit Juli. Außerdem hatten wir noch angeschlagene Spielerinnen und lediglich ein Vorbereitungsspiel bei der SGM Westernhausen/Krautheim II bestritten“, resümiert der SGM-Coach nach dem verpassten Final-Einzug.

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Inzwischen fanden nach zwei weitere Vorbereitungsspiele statt. Sowohl beim 4:0 gegen Creglingen als auch beim 2:5 gegen die starken Bayernliga-Juniorinnen des Regionalligisten FV Weinberg war Sebastian Hütter mit den Leistungen seines Teams sehr zufrieden.

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Im Kampf um den Aufstieg sieht der Weikersheimer Coach in den Spielgemeinschaften Neuenstein II/Kupferzell und Tüngental/Rieden/Michelbach die schärfsten Konkurrenten. „Ich hoffe, dass die Runde ganz normal gespielt werden kann“, benennt Sebastian Hütter seinen größten Wunsch.