Kreisliga A Hohenlohe, Staffel 3 - FC Creglingen empfängt in Bieberehren den FC Igersheim / Souveräner Spitzenreiter muss zum heimstarken Nachbarn Apfelbach/Herrenzimmern Markelsheim/Elp. will weiße Weste wahren

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Helmut Wörrlein
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Torjäger Alexander Ilic (am Ball) von der SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim wird von Sven Schreiber (SV Berlichingen/Jagsthausen) attackiert. Derweil läuft sich David Kehren bereits in Position.

© Robert Stolz

In den letzten Minuten drehte die SGM Markelsheim/Elpersheim das Spitzenspiel gegen Bezirksligaabsteiger SGM Weikersheim/Schäftersheim und hat sich mit dem siebten Sieg in Folge in der Tabelle weiter abgesetzt. Nun steht beim heimstarken Nachbarn in Apfelbach gleich die nächste schwere Bewährungsprobe auf dem Programm. Auch die SGM Weikersheim/Schäftersheim muss sich wappnen, denn der Gast aus Dörzbach ist zur Zeit im wahrsten Sinne des Wortes sehr gut in Schuss. Nach zwei unfreiwilligen Pausen hintereinander empfängt der FC Creglingen in Bieberehren den alten Rivalen aus Igersheim, der seine Talfahrt auch in den Derbys in Apfelbach und vor eigenem Publikum gegen die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim fortsetzte. Letztere will ihren sehr guten zweiten Rang mit einem weiteren Dreier im Deutschordenstadion gegen den SC Amrichshausen untermauern. Der SV Berlichingen/Jagsthausen muss zum Jagsttalderby bei seinem Nachbarn in Bieringen antreten. Zwei Lokalrivalen stehen sich auch in Wiesenbach gegenüber, wo die Schneider-Truppe nach den beiden deftigen Schlappen des verlängerten Wochenendes gegen Schlusslicht SpVgg Gammesfeld wieder auf ein Erfolgserlebnis hofft. Derbycharakter hat auch die Begegnung in Hollenbach: Der Tabellenvorletzte TSV Althausen/Neunkirchen ist beim Dritten klarer Außenseiter. Spielfrei ist der TV Niederstetten.

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SpVgg Apfelbach/ Herrenzimmern - SGM Markelsheim/Elpersheim. Torjäger Erich Balles sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit dafür, dass die SGM Markelsheim/Elpersheim auch das Spitzenspiel gegen den bis dato ebenfalls noch ungeschlagenen Nachbarn aus Weikersheim unbeschadet überstand. Wenn's läuft, dann kommt eben auch noch das Glück hinzu: In der 87. Minute hatten die Gäste noch mit 1:0 vorne gelegen. Sieben Spiele- sieben Siege: das Team von Marco Reuß mischt die Liga auf und hat sich schon deutlich an der Tabellenspitze abgesetzt. Ausruhen kann man sich auf diesen Lorbeeren allerdings nicht, denn im nächsten Derby in Apfelbach baut sich gleich die nächste sehr hohe Hürde auf: Der Nachbar hat ebenfalls eine stolze Serie vorzuweisen: Seit der 1:6-Abfuhr gegen den FC Creglingen am 30. April 2016, also seit fast eineinhalb Jahren, hat die Elf von Alfons Tittl kein Punktspiel mehr vor eigenem Publikum verloren. Eine wirklich bemerkenswerte Serie. Die Prestigeduelle mit der SGM Markelsheim/Elpersheim waren in den letzten beiden Spielzeiten stets ganz enge Kisten: Im Vorjahr gab es zwei Punkteteilungen und in der Saison 15/16 siegte jeweils die Heimmannschaft mit 1:0. Die Spielvereinigung holte nach ihrer Auftaktniederlage zuletzt beachtliche zehn Punkte aus vier Begegnungen und hat zwei Spiele weniger als ihr Gast ausgetragen.

SGM Weikersheim/Schäftersheim - TSV Dörzbach/Klepsau. Der Bezirksligaabsteiger ließ sich im Topspiel in den letzten Minuten, allerdings durch je eine rote und gelb-rote Karte dezimiert, noch die Butter vom Brot nehmen. Nach dieser überaus ärgerlichen ersten Saisonniederlage empfängt die SGM in Weikersheim nun den TSV Dörzbach/Klepsau, der mit einem Spiel mehr, aber zwei Punkten weniger auf Platz fünf zu finden ist. Die Jagsttäler haben nach schwachem Auftakt in ihren letzten vier Spielen 10 Punkte geholt und in dieser Phase insgesamt 19 Tore erzielt. Mit bereits elf Treffern hat der Torschützenkönig der Saison 15/16, Marco Schmieg, lediglich zweimal weniger ins Schwarze getroffen als die gesamte Mannschaft der SGM Weikersheim/Schäftersheim. Die Hausherren müssen sich wappnen - die launischen Gäste sind zu allem fähig und auch für eine Überraschung in Weikersheim gut.

FC Creglingen - FC Igersheim. Der FC Igersheim, der im Vorjahr lange Zeit vorne mitmischte, muss sich in dieser Saison nach unten orientieren. Nach sieben Spielen haben die Schwarz- Gelben erst vier Zähler auf dem Konto, nur einen mehr als das punktgleiche Schlussduo. Nach dem Auftaktsieg in Gammesfeld und dem Unentschieden gegen Dörzbach/Klepsau setzte es zuletzt fünf Pleiten in Folge. Nun ist das Team von Klaus Bartosch in Bieberehren Gast des FC Creglingen, gegen den man vier der acht Spiele seit 2013 gewann, drei davon auswärts. Die Creglinger haben erst fünf Spiele absolviert und waren am verlängerten Wochenende überhaupt nicht im Einsatz. Nach zuletzt zwei Siegen gegen Bieringen und in Niederstetten schreibt der FCC wieder schwarze Zahlen. Kann dieser Aufwärtstrend bestätigt werden oder reißt die Igersheimer Negativserie?

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SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim - SC Amrichshausen. Die im Vorjahr abstiegsbedrohte SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim überrascht bislang sehr positiv und belegt nach sechs Spielen mit 13 Punkten auf dem Konto den 2. Platz. Am Doppelspieltag setzte sich das Team von Sascha Höfer zuhause gegen den SV Berlichingen/Jagsthausen und im Derby beim FC Igersheim durch. Nun kommt der Tabellenelfte SC Amrichshausen ins Deutschordenstadion. Mit den Künzelsauer Vorstädtern, die 6 Zähler aus sechs Spielen auf dem Konto haben, hat die SGM noch eine Rechnung offen, schließlich ging sie in der letzten Runde in beiden Begegnungen mit dem SC völlig leer aus.

FSV Hollenbach II - TSV Althausen/Neunkirchen. 27 Gegentore hat der TSV Althausen/Neunkirchen in sieben Spielen bereits kassiert. Das ist Liga-Negativrekord und bei dieser Anfälligkeit in der Defensive ist es kein Wunder, dass es trotz durchschnittlich zwei Treffern pro Spiel bislang nur zu drei Punkten reichte. Nun muss das Team um Torjäger und Spielertrainer Sven Feix beim Tabellendritten FSV Hollenbach II antreten, der sich am Doppelspieltag zunächst mit dem TSV Dörzbach/Klepsau die Zähler teilte und sich dann mit 3:2 in Gammesfeld durchsetzte. Die letzte Begegnung, noch um B4-Punkte, gewann der TSV im März 2016 mit 2:0 in Hollenbach- am Sonntag ist der Aufsteiger krasser Außenseiter beim FSV, der bislang lediglich beim Spitzenreiter in Markelsheim den Kürzeren zog. SC Wiesenbach - SpVgg Gammesfeld. Der SC Wiesenbach wurde, nach dem guten Rundenauftakt mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen, am verlängerten Wochenende äußerst unsanft wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: 0:3 zuhause gegen den Tabellenführer und zwei Tage später 1:6 in Dörzbach. Mit einer insgesamt ausgeglichenen Bilanz ist in Wiesenbach aber noch alles im grünen Bereich - anders als beim Nachbarn in Gammesfeld, der bislang lediglich die drei Zähler aus dem Kellerduell gegen den TSV Althausen/Neunkirchen auf dem Konto hat. Der Torschützenkönig des Vorjahres, Fabian Schmieg, ist verletzt und außer ihm muss Fritz Langenbuch noch weitere Leistungsträger ersetzen. Für den SC Wiesenbach, der zuletzt auch ersatzgeschwächt antreten musste, gab es in bislang vier A3- Begegnungen erst einen einzigen Punkt gegen den Nachbarn. Können sich die Hausherren im "Muswiesen-Derby" am Samstag erstmals durchsetzen?

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DJK Bieringen - SV Berlichingen/Jagsthausen. Mit gemischten Gefühlen wird DJK-Trainer Stefan Koch, viele Jahre Spieler und dann Trainer beim SV Berlichingen/Jagsthausen, diesem ersten Pflichtspiel gegen seine langjährigen Schützlinge entgegenblicken. Der zuletzt spielfreie Aufsteiger DJK Bieringen weist nach den beiden jüngsten Erfolgen in Neunkirchen und an der Jagst gegen den TV Niederstetten eine ausgeglichene Gesamtbilanz auf und hat zwei Zähler mehr auf dem Konto als sein Lokalrivale, der bislang auswärts noch gar nichts zu bestellen hatte. Die letzten beiden Derbys bei der DJK fanden 2015 statt: Im April gewannen die Hausherren mit 6:1, fünf Monate später bezogen sie eine 0:6- Klatsche.