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Partie im Fokus - Dem 1. FC Umpfertal gelingt die Generalprobe für das Kreispokalfinale am Mittwoch „nur halb“ / Pülfringens Trainer Mike Standke lobt „geilen Fight“

Lehnert sieht „zum Teil nur Gebolze“

Von 
Nils Villmann
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Hoch hinaus ging es für keinen der beiden Kontrahenten: Die Kreisliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Umpfertal und dem SV Pülfringen endete 2:2. Die Kreispokal-Generalproble für die Heimmannschaft ist daher nur „halb gelungen“. © Corvin Schmid

1. FC Umpfertal – SV Pülfringen 2:2. Umpfertal: Mohr, Fischer, Pehlivan, Oehm, Lorenz, Müller, Ondrasch (87. Becker), Krenz (84. Kreh), Kuntschik, Mutlu (75. Dürr), Holler (65. Eck).

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Pülfringen: Mutschler, Glock, Schmitt, Eckert, Hack, Manuel Haberkorn (46. Busch), Michael Haberkorn, Jahateh, Knüll, Schäfer, Haas.

Tore: 0:1 (14.) Abdoukarim Jahateh, 1:1 (22.) Jannik Oehm, 2:1 (43.) Sebastian Müller, 2:2 (62.) Michael Haberkorn. – Schiedsrichter: Christian Fuhrig (Sattelbach). – Zuschauer: 150.

„Die Jungs haben alles gegeben. Das war ein richtig geiler Fight.“ Mit diesen Worten beschrieb Pülfringens Coach Mike Standke die Partie im Nachhinein. Für die Hausherren war es eine wichtige Begegnung – vor dem Kreispokalfinale kommende Woche bot die Begegnung die Gelegenheit einer Generalprobe für das prestigeträchtige Match gegen Reicholzheim.

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Trotz dünner Personaldecke auf beiden Seiten wurde den Zuschauern ab dem Anpfiff ein Kampf um jeden Ball und ein unterhaltsames Spiel geboten. Nach nur zwei Minuten hatten die Anhänger der Hausherren das erste Mal den torschrei auf den Liüüen – jedoch noch zu früh. Zwar zappelte das Spielgerät im Pülfringer Gehäuse, doch hatte der Linienrichter schnell die Fahne gehoben. Kurz darauf „klingelte“ es beinahe auf der anderen Seite. Das Geschehen verlagerte sich in der Anfangsphase ständig hin und her, sodass der ein oder andere Zuschauer kaum zur Ruhe kam. Mit der Zeit riss der FC mehr und mehr Spielanteile an sich und scheiterte in der elften Minute gleich zwei Mal knapp. Die Antwort der Gäste auf diese Aktion folgte postwendend: Nach einem starken Sololauf von Patrick Knüll parierte der Heimtorwart zunächst noch, doch blieb er beim Nachschuss von Jahateh ohne Chance.

Trotz des etwas überraschenden Rückstands blieben die Umpfertaler bissig. Nachdem man in der 20. Minute erneut eine große Möglichkeit verstreichen ließ, machte es Oehm kurz darauf besser und schädelte im Anschluss an einen Freistoß zum Ausgleich ein (23.). Bis zur Endphase der ersten Halbzeit wogte das Geschehen hin und her. Beide Mannschaften setzten immer wieder gefährliche Offensivakzente, doch fehlte zumeist die Genauigkeit im Abschluss.

In der 42. Minute wurde es dann kurios: Als SV-Keeper Andreas Mutschler einen Ausflug aus dem Strafraum startete, wurde ihm der Ball abgenommen, woraufhin sich der Pülfringer Schlussmann mit einem Foul behelfen musste. Den darauffolgenden Freistoß nagelte Müller zur Umpfertaler Führung ins Netz.

Dann kam der „Cut“

„Nach der Pause kam bei uns der ‚Cut’. Wir haben es nicht mehr geschafft, in den Strafraum der Gegner zu kommen und waren auch sonst spielerisch nicht konsequent genug“, so FC-Trainer Thorsten Lehnert nach der Partie. Tatsächlich wirkten die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff wie ausgewechselt. Man kontrollierte zwar weitgehend das Spielgeschehen, doch blieben offensive Aktionen äußerste Mangelware. Nur hin und wieder verirrte man sich vor das Pülfringer Tor, um dann entweder ungefährlich abzuschließen oder das Spielgerät in einem der gegnerischen Beine zu verlieren.

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Pülfringen schien die Unsicherheit des FC bemerkt zu haben und wurde nun selbst dominanter. Zunächst scheiterte man nach einer Stunde an der Latte, doch machte Michael Haberkorn mit seinem Treffer kurz darauf die fehlgeschlagene Aktion wieder gut. Nach dem erneuten Ausgleich verlor die Partie an Attraktivität. Ungenauigkeiten und hastig vorgetragene Angriffe prägten diese Phase. Erst kurz vor Spielschluss wurde es noch einmal spannend, doch setzten die Gäste den Ball aus guter Position am Kasten vorbei.

Blick geht nach vorne

„Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Mannschaft. Leider hatten wir am Ende etwas Pech, aber für mich war das ein absolut gerechtes Unentschieden“, freute sich Mike Standke nach der Partie. Etwas negativer reagierte Lehnert: „Diese fehlende Konsequenz zieht sich bei uns schon durch die ganze Saison. Das war von uns zum Teil ‚Gebolze’ und hatte mit Fußball nicht mehr viel zu tun.“

Auch mit Blick auf das anstehende Kreispokalfinale gegen Reicholzheim zeigte sich Lehnert kritisch: „Wir müssen erst einmal schauen, dass wir genügend Spieler zusammenbekommen. Bei uns fehlen zurzeit sehr viele Leute, was das Ganze nicht einfacher macht. Da müssen wir aber besser auftreten, als wir es heute getan haben. Doch auch wenn Reicholzheim eine starke Truppe hat, sehe ich uns nicht ohne Chancen.“

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