Kreisliga Tauberbischofsheim - Letzter Spieltag vor der Winterpause in allen Ligen auf Kreisebene / Dichtes Gedränge in der unteren Tabellenhälfte Jedes Tor kann am Ende Gold wert sein

Von 
Nils Villmann
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Mit aller Macht wollte der TuS Großrinderfeld (weiße Trikots) in Königheim das zwischenzeitliche 1:1 verteidigen, was ihm allerdings nicht gelang, da der FV Brehmbachtal in der Schlussphase noch das Tor zum 2:1 erzielte. © Paul v. Brandenstein

Zwar haben sich die Kickers DHK Wertheim in den letzten Wochen einen achtbaren Positiv-Trend erarbeitet, doch war das torlose Remis gegen den Aufstiegsaspiranten aus Assamstadt doch etwas überraschend. Gegen den TSV Unterschüpf/Kupprichhausen geht man nun nicht nur aufgrund der Leistungen der letzten Wochen als Favorit ins Rennen, sondern auch aufgrund der deutlich unterschiedlichen Tabellensituation beider Mannschaften. Während die Kickers mit einem „Dreier“ die Möglichkeit haben, auf Platz vier zu überwintern, hat der TSV mit nur neun Zählern derzeit die „Rote Laterne“ in der Hand. Besonders in der Defensive haben die Hausherren immer wieder Probleme und sind mit bereits 38 kassierten Gegentoren die „Schießbude“ der Liga. Hinzu kommt, dass die Wertheimer die 1:2-Hinspielniederlage sicherlich um jeden Preis vergessen machen wollen und daher äußerst konzentriert an den Start gehen werden.

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Nach dem 5:1-Sieg gegen Unterbalbach hatte man beim TuS Großrinderfeld wieder Hoffnung auf eine Leistungssteigerung gesät. Dies konnten die „Schwarz-Weißen“ bei der 1:2-Niederlage gegen den FV Brehmbachtal jedoch nicht bestätigen. Nun gilt es für die angeschlagenen Großrinderfelder beim Kellerkind TSV Kreuzwertheim, einen positiven Jahresabschluss zu schaffen und die Abstiegszone auf Distanz zu halten. Doch auch der TSV wird darauf erpicht sein, den vierten Saisonsieg einzufahren, so dass man auf eine spannende Partie hoffen darf. Bei einem Blick auf die Statistik scheint ein Kreuzwertheimer Erfolg durchaus möglich: Zwar stellt man mit zwei Siegen aus sechs Partien keine wahre Heimmacht dar, doch landeten die Großrinderfelder auf fremdem Platz noch gar keinen „Dreier“.

Auswärtsstark zeigte sich bislang hingegen der TSV Schwabhausen/Windischbuch, der nur eine Partie auf fremdem Rasen nicht für sich entschieden hat. Dennoch dürfte das Duell beim TSV Assamstadt ein schwieriges werden. Beide Mannschaften trennen derzeit nur drei Zähler, so dass man von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ sprechen kann. Bereits das Hinspiel, in dem man sich mit einem 1:1-Remis trennte, bewies, dass man auch am Sonntag keine klare Favoritenstellung ausmachen kann. Sicher ist jedoch, dass die „Spielgemeinschaft“ im Falle einer Niederlage zunächst aus dem Rennen um den Aufstieg ausgeschlossen wäre.

Einen Ausrutscher will der VfB Reicholzheim/Dörlesberg am Sonntag beim FC Külsheim auf jeden Fall vermeiden. Durch den 2:0-Erfolg gegen Gerlachsheim hat sich der Aufsteiger drei Zähler von der Konkurrenz abgesetzt und wird diesen Vorsprung nicht schrumpfen lassen wollen. Ein Sieg gegen den FC Külsheim sollte für den spielstarken VfB derzeit kein allzu großes Problem sein. Zwar haben die „Brunnenstädter“ im Laufe der Spielzeit bereits das ein ums andere Mal gute Leistungen gezeigt, doch wartet man seit nunmehr vier Begegnungen auf einen Sieg. Sollte der VfB beim FC Külsheim dennoch Punkte liegen lassen, wäre dies eine große Überraschung.

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Sowohl der TSV Gerchsheim als auch der SV Nassig/Sonderriet II sind nach anfänglichen Startschwierigkeiten in den letzten Wochen mehr und mehr in Fahrt gekommen. Beide Mannschaften sammelten zuletzt immer wieder Punkte. Aufgrund der Ausgangslage der Teams fällt die Nennung eines Favoriten schwer. Dennoch ist sicher, dass der Gewinner der Partie sich weiter nach oben orientieren darf, während der Verlierer wohl im Keller überwintern müsste.

Mit der Partie zwischen der DJK Unterbalbach und dem FV Brehmbachtal treffen ebenfalls zwei Tabellennachbarn aufeinander. Die Ausgangslage beider Mannschaften unterscheidet sich dennoch wesentlich voneinander. Während der FVB sich zuletzt mit dem 2:1-Sieg über Großrinderfeld den Negativ-Trend von zwei Niederlagen in Folge beendete, musste die DJK zuletzt zwei Mal in Folge deutlich Federn lassen. Ob die Gäste jedoch diesen psychologischen Vorteil nutzen können, bleibt abzuwarten. Beide Teams werden sich nichts schenken. Sie haben zudem im Laufe der Spielzeit immer wieder gezeigt, dass man zu guten Leistungen fähig ist.

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Für den VfR Gerlachsheim ging es nach der Niederlage gegen Reicholzheim/Dörlesberg zum ersten Mal in dieser Spielzeit in den Tabellenkeller. Um dort nicht überwintern zu müssen, ist der Absteiger auf einen Sieg gegen den 1. FC Umpfertal angewiesen. Dieses Unterfangen könnte sich jedoch als nicht sonderlich leicht entpuppen, schließlich dürfte der FC nach dem 4:3-Sieg gegen Unterschüpf/Kupprichhausen wieder im Aufwind sein. Allerdings hatte er zuletzt immer wieder Probleme in der Defensive, was die zumindest passable Offensive der Gerlachsheimer möglicherweise ausnutzen könnte.