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Verbandsliga Württemberg - Beim FSV Hollenbach waren einige Spieler „völlig von der Rolle“

Gewaltige Personalprobleme fordern jetzt ihren Tribut

Von 
Herbert Schmerbeck
Lesedauer: 

FSV Hollenbach – TSG Tübingen 0:3

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Hollenbach: Hörner, Nzuzi, Schülke, Hahn, Minder, Kleinschrodt, Schmitt, Hofmann, Rohmer (58. Henning), Felix Limbach (63. Walter), Krieger (85. Heinzl).

Viele Hollenbacher sind derzeit verletzt oder angeschlagen, wie hier Samuel Schmitt. © Herbert Schmerbeck

Tübingen: Berisha, Herrmann, Pereira Almeida (89. Thomas), Dörre (76. Hollnberger), Glück, Kemmler, Zenner, Behr (83. Braun), Alfonzo, Steinhilber (90. Gashi), Rosmer.

Tore: 0:1 (30.) Lukas Behr, 0:2 (64.) Tim Steinhilber, 0:3 (89.) Tim Steinhilber. – Schiedsrichter: Nico John (Birkenfeld). – Zuschauer: 150.

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Die Personalprobleme fordern derzeit ihren Tribut beim FSV Hollenbach. Mit Ersatztorhüter Justin Haun und Julian Henning standen Trainer Martin Kleinschrodt am Samstag nur zwei Ersatzspieler aus dem eigenen Kader zur Verfügung. So nahm er mit Luca Walter, Marvin Heinzl und Stefan Petrovski drei A-Jugendliche mit auf die Bank.

Aber als Ausrede wollte Kleinschrodt die angespannte Personalsituation für die 0:3-Heimniederlage gegen die TSG Tübingen nicht nehmen. Er ärgerte sich maßlos über den Auftritt seines Teams. „Wir hatten elf gute Spieler auf dem Feld, die in der Verbandsliga vorne mitspielen wollen. Da ist es nicht ausreichend.“ Allerdings fügte Manager Karl-Heinz Sprügel hinzu: „Von den elf war die Hälfte auch nicht fit. Das war eine Katastrophen-Woche. Die so genannten Leistungsträger waren total von der Rolle.“

Die Hollenbacher leisteten sich viele unnötige Fehler. Tübingen war das bessere Team, war aggressiver und zeigte mehr Willen. „ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht“, sagte Gästetrainer Michael Frick, der einst in Hollenbach spielte.

Der FSV kam nicht ins Spiel. Die wegen der vielen Ausfälle nötigen Umstellungen machten sich deutlich bemerkbar. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte keinen Zugriff im Mittelfeld. Tübingen war spielbestimmend und gefährlicher. In der ersten Halbzeit stand die FSV-Abwehr unter Druck, weil die Entlastung fehlte. Fast jede Aktion der Gäste strahlte Gefahr aus.

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Tübingen presste in dieser Phase früh und Hollenbach fand zu keinem geordneten Spielaufbau. In der 17. Minute hatte Boris Nzuzi die erste FSV-Möglichkeit. Doch sein Heber verfehlte das Gehäuse knapp. Zehn Minuten später fiel dann die verdiente Tübinger Führung. Nach einer Hereingabe landete der Ball bei Lukas Behr, der aus sechs Metern keine Mühe hatte, den Ball unter zu bekommen. Hollenbachs Matthias Hahn (36.) setzte sich dann im Strafraum durch, kam aber zu keinem klaren Abschluss. In der 39. Minute zielte Lorenz Minder aus kurzer Distanz zu hoch. Kurz vor der Pause war eine Flanke für Kay Wolfgang Rosmer einen Tick zu hoch, sonst wäre die Tübinger Halbzeit-Führung höher ausgefallen.

Nach der Pause versuchten die Hollenbacher etwas mutiger zu spielen. Doch die erste Chance hatten wieder die Gäste. Der Schuss von Behr (52.) wurde aber zur Ecke geblockt. Als der FSV etwas besser in die Partie fand, fiel das 2:0. Manuel Hofmann war etwas zu lässig, verlor den Ball an Noah Dörre, der zum besser postierten Tim Steinhilber quer legte, der in der 64. Minute zum 2:0 einschob. In der 72. Minute flog dann ein Kopfball von Hofmann knapp am Tübinger Gehäuse vorbei. Insgesamt fehlte den Hollenbachern ohne Torjäger Hannes Scherer die Durchschlagskraft. Steinhilber (73.) scheiterte dann völlig frei an Philipp Hörner, der damit seinen Fehler wieder gut machte, da er den Ball dem Tübinger in den Fuß gespielt hatte. Die Gäste waren weiter aggressiver in den Zweikämpfen und ließen wenig zu. Und so verlängerte Steinhilber in der 88. Minute eine Freistoßflanke mit dem Hinterkopf zum 3:0.

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