Oberliga Baden-Württemberg - Hollenbach gelingt gegen Pfullendorf der erste Heimsieg des Jahres / Martin Kleinschrodt löst den Knoten FSV knackt bereits die 40-Punkte-Marke

Von 
Marc Schmerbeck
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FSV Hollenbach - Pfullendorf 3:1

Der Angreifer als Defensivspieler: Marcel Baumann (im Vordergrund) überzeugte beim Hollenbacher Heimsieg gegen Pfullendorf als Rechtsverteidiger.

© Stolz
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Hollenbach: Baumann, Nowack, Gebert, Schmidt, Schmelzle, Scheifler, Schiffmann, Martin Kleinschrodt, Pfeiffer (86. Großberndt), Demir (90. Albert), Nzuzi.

Pfullendorf: Vogler, Roller, Ritzler, von Nordheim, Schnetzler, Springer, Scherer, Stocker, Renger (46. Behr), Arnold (46. Rauser), Vogler.

Tore: 1:0 (51.) Demir, 2:0 (61.) Martin Kleinschrodt, 3:0 (63.) Martin Kleinschrodt, 3:1 (68., Foulelfmeter) Vogler (68.). - Schiedsrichter: Andreas Bischof (Hundheim). - Zuschauer: 260.

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Da ist er nun. Der erste Heimsieg des FSV Hollenbach in diesem Jahr. Lange sehnte sich der Fußball-Oberligist danach. Doch bislang reichte es in der "Jako-Arena" nur zu Unentschieden, bis gestern der SC Pfullendorf zu Gast war. Ein dankbarer Gegner. Nach vorne zwar immer wieder gefährlich, aber mit Schwächen in der Abwehr.

Doch die Hollenbacher brauchten lange, um die Unzulänglichkeiten des ehemaligen Regionalligisten auszunutzen. Am Ende sprang dann ein 3:1 heraus. Damit hat der FSV die 40-Punkte-Marke geknackt, "Wir haben ein gutes Spiel gemacht", sagte FSV-Manager Karl-Heinz Sprügel. "Man muss ja auch bedenken, wer bei uns zurzeit fehlt." Ein Sonderlob verteilte er an Marcel Baumann, der wieder als rechter Außenverteidiger auflief: "Er hat ein super Spiel gemacht, obwohl er das bisher kaum gespielt hat."

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In der ersten Hälfte gelang es den Hollenbachern noch nicht, die defensiven Schwächen der Pfullendorfer auszunutzen. Schon in der sechsten Minute hatte Luca Pfeiffer die erste Möglichkeit. Doch seinen Kopfball entschärfte Pfullendorfs Torhüter Maximilian Ritzler. Den Nachschuss setzte Martin Kleinschrodt knapp am Pfosten vorbei. Auch danach dominierte der FSV zunächst die Partie, ohne allerdings zwingend zu sein. Die Gäste versuchten es mit Kontern. Doch auch sie blieben ohne Erfolg. "Wir haben es in der ersten Viertelstunde versäumt, die Führung zu machen", kommentierte FSV-Trainer Ralf Stehle. Nach einer halben Stunde plätscherte die Partie so vor sich hin. So ging es mit dem 0:0 in die Habzeit.

Nur eine kurze Auszeit

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In der 51. Minute belohnten sich die Hollenbacher dann mit der Führung: Demir war nach einem Freistoß mit dem Kopf erfolgreich. Das 1:0 war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient. Aber schon wenige Sekunden war wie schon beim vergangenen Heimspiel mangelnde Konzentration zu beobachten. Doch Hollenbach nahm sich nur eine kurze Auszeit. Schon in der 55. Minute zog Marcel Baumann aus 17 Metern ab und stellte Ritzler vor einige Probleme. Kapitän Kleinschrodt war es dann, der für das beruhigende 2:0 sorgte. Wieder fiel das Tor nach einem Freistoß. Wieder durch einen Kopfball. "Ich habe vor den Standards gewarnt", sagte SC-Trainer Patrick Hagg. "Da haben wir derzeit so unsere Schwierigkeiten. Und wir wussten, dass Hollenbach da stark ist. Am Ende haben sie das Spiel entschieden." Nur drei Minuten später legte Kleinschrodt nach. Dieses Mal aus dem Spiel heraus. Dieses Mal mit dem Fuß. Pfeiffer spielte den Ball an die Strafraumgrenze zurück und der Mittelfeldspieler zog volley ab.

Der Doppelschlag bedeutete die Vorentscheidung. Die Gäste erholten sich nicht mehr davon. "Letztendlich war das 3:0 die Entscheidung", sagte Stehle. Daran änderte sich auch der Treffer zum 1:3 nicht. Den hatten sich die Hollenbacher wegen mangelnder Konsequenz selbst zuzuschreiben. SC-Toptorjäger Stefan Vogler verwandelte in der 68. Minute einen von Nowak verschuldeten Foulelfmeter zum 3:1. "Es hat mich schon etwas geärgert, dass wir da etwas nachlässig geworden sind", meinte Stehle. "Auch schon nach dem 1:0. Das kann auch mal nach hinten losgehen"

Die Gastgeber ließen es dann langsamer angehen, so hatte gar erneut Vogler (80.) die große Chance zum Anschlusstreffer. Doch der Ball strich vorbei. "Wir haben auch nach dem, 3:0 nicht aufgegeben", sagte SC-Trainer Patrik Hagg. "Aber wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Der Sieg geht in Ordnung."