Fußball - Vor dem morgigen Relegationsspiel zwischen dem SV Pülfringen und dem FC Külsheim in Königheim sind sich die beiden Trainer einig Die Chancen stehen „fifty-fifty“

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Paul V. Brandenstein
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Am 27. Mai war der letzte reguläre Spieltag im Fußballkreis Tauberbischofsheim. Jetzt, also knapp vier Wochen später, findet erst das letzte Relegationsspiel statt. Am morgigen Freitag stehen sich um 18.45 Uhr in Königheim der SV Pülfringen (Dritter der Kreisklasse A) und der FC Külsheim (12. der Kreisliga) gegenüber. Die lange Pause lag an der „verzwickten“ Situation rund um den SV Nassig. Wäre der nämlich aus der Landesliga abgestiegen, dann hätte auch dessen „Zweite“ aus der Kreisliga eine Etage tiefer gemusst. In diesem Fall wäre dann der SV Distelhausen heute der Gegner der Pülfringer gewesen. Da aber Nassigs „Erste“ am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt geschafft hat (wir berichteten), muss nun der FC Külsheim in die Relegation.

Lange war gar nicht klar, ob der FC Külsheim (grüne Trikots) oder der SV Distelhausen (weiß-rot) das Relegationsspiel bestreiten wird, da erst abgewartet werden musste, ob der SV Nassig den Klassenerhalt in der Landesliga schafft oder nicht. © Corvin Schmid
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Sowohl Reinhold Thiel, Trainer des SV Pülfringen, als auch Frank Tomic, Coach des FC Külsheim, sind über diese lange Spielpause natürlich alles andere als glücklich. „Du wartest und wartest und wartest, und du weißt nicht, wer überhaupt dein Gegner sein wird“, sagte Thiel gestern gegenüber den FN. „Immerhin wussten wir aber definitiv, dass wir spielen, im Gegensatz zu den Külsheimern.“ Die befanden sich während der gesamten Zeit in einer Phase irgendwo zwischen Hoffen und Bangen. Nach Ansicht von Frank Tomic hätte aufgrund dieser besonderes Situation eine andere Lösung gefunden werden müssen. „Es würde niemanden weh tun, wenn für eine Saison die Kreisliga um eine Mannschaft aufgestockt worden wäre. Ein Relegationsspiel vier Wochen nach Saisonende macht doch keinen Sinn.“

Heute Fußball-Kreisfachtag

Der außerordentliche Kreisfachtag im Fußballkreis Tauberbischofsheim findet am heutigen Donnerstag um 19 Uhr beim VfB Reicholzheim statt.

Auf der Tagesordnung dieser Zusammenkunft stehen unter anderem die Ehrung der Meister der Saison 2017/18 sowie die Auslosung für den „Rothaus“-Kreispokal der Saison 2018/19.

Trainingstechnisch haben es beide Mannschaften zuletzt recht ruhig angehen lassen. „Wir haben anfangs noch einmal die Woche trainiert, jetzt zum Schluss haben wir uns dann zwei Mal getroffen“, so Frank Tomic. Die Pülfringer haben sogar die ganze Zeit über nur einmal die Woche trainiert. „Es ist ohnehin unmöglich, während einer so langen Zeit die Spannung durchgehend hoch zu halten. Etwas Ruhe tut da auch mal gut“, erklärt Thiel.

Einig sind sich die beiden Trainer, wenn es um die Ausgangssituation vor dem alles entscheidenden Relegationsspiel geht: „Die Chancen stehen fifty-fifty“, erklärten sie unisono.

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Frank Tomic hat auf alle Fälle gehörigen Respekt vor dem Gegner: „Wir haben sowohl vor der Saison als auch in der Winterpause ein Freundschaftsspiel gegeneinander bestritten – und beide Male haben wir verloren. Wir wissen also genau, was auf uns zukommt.“ Reinhold Thiel will aus diesen beiden Partien jedoch keinerlei Schlüsse ziehen. „Das waren Vorbereitungsspiele. Das sagt doch schon alles.“

Sowohl Pülfringen als auch Külsheim waren in der abgelaufenen Saison in der Rückrunde deutlich stärker als in der Vorrunde. „Zur Winterpause war der Aufstieg für uns überhaupt kein Thema. Wir lagen deutlich hinder dem damaligen Führungstrio und waren eigentlich schon weg vom Fenster“, sagt Thiel. Das morgige Relegationsspiel sieht er für seine Mannschaft als „Belohnung für eine großartige Rückrunde.“ Sein Team habe dabei den Vorteil, „ohne Druck spielen zu können, denn wir müssen nicht aufsteigen.“

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Auch Tomic hofft, dass sein Team an die bessere Rückrunde anknüpft. „Hätten wir in der Vorrunde nicht so viele Gegentore bekommen, dann müssten wir jetzt nicht noch einmal ran.“ In der Tat: Der FCK muss nur wegen der schlechteren Tordifferenz in dieses Spiel. Und die hat man sich in der Vorrunde „versaut“.