Landesliga Odenwald - Nach dem 0:0 gegen den bisherigen Tabellenzweiten beträgt der Vorsprung sieben Punkte bei drei noch ausstehenden Partien Der TSV Strümpfelbrunn kann den Sekt kalt stellen

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Mit einem 1:1-Unentschieden endete die Partie in Buchen.

© Martin Herrmann

FV Mosbach - FC Lohrbach 1:1

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Mosbach: Wastl, Hiller, Sarrach-Ditté (71. Beyer), F. Fenzl, D. Fenzl, Mitto, Dogan, Schneider (81. Diemer), Thal (62. Mayer), Bayer, Bender. Lohrbach: Trautmann, Kaiser, Hofmann (77. Zimmermann), Jakob, J. Schäfer, L. Schäfer (64. Auber), Schwind, Finn, Gebhardt, Hähnlein, Mohr. Tore: 0:1 Schwind (21.), 1:1 Bender (35.). - Schiedsrichter: Daniel Schäfer (Mudau). - Zuschauer: 200.

Die erste Torchance des Spiels bedeutete das 0:1 in der 21. Minute. Ein langer Ball wurde nicht konsequent genug abgewehrt, und Schwind traf aus 18 Metern unhaltbar für den Mosbacher Torhüter. Im Anschluss an einen Eckball fiel fast der Ausgleich, doch der Schuss von Sarrach-Ditté ging knapp am langen Pfosten vorbei. In der 35. Minute klappte es besser. Bender vollendete volley einen prima Flankenball von Bayer zum 1:1. Die Gäste standen tief und lauerten auf Konter; dem MFV fiel in dieser Phase relativ wenig ein. In der 60. Minute parierte Wastl einen strammen Schuss von Schäfer aus halbrechter Position. Eine Minute später verfehlte Schwind knapp das Ziel. Das erste Ausrufezeichen der Heimelf war in der 68. Minute eine Kopfballchance des eingewechselten Mayer. In der 85. Minute kam noch mal Leben in die Partie, als zuerst weder Auber noch Gebhardt den Ball im Mosbacher Gehäuse unterbringen konnten und im Gegenzug Mayer die Riesenchance vergab, Lohrbach den K.o. zu versetzen.

SV Viktoria W. - Kreuzwerth. 0:0

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Wertheim: Jetzlaff, Gogollok, Greulich (46. S. Sachnjuk), Anhölcher, Hensel, Ochs, Scheurich, Cali (62. V. Michel / 68. Boger), Helfenstein, Wenzel, C. Cirakoglu. Kreuzwertheim: Schwab, Szabo, B. Schaefer, Feix, König, Rösch, Grenz, Kafara, E. Walter, Würzberger, Zehtner. Tore: Fehlanzeige. - Schiedsrichter: Alexander Werner (Eppingen). - Zuschauer: 200.

Bei besten äußeren Bedingungen tasteten sich beide Mannschaften zu Beginn der Partie zunächst ab. Ein optisches Übergewicht konnte sich keine der beiden Mannschaften erarbeiten, wobei die Gäste aus Kreuzwertheim die gefährlicheren Aktionen hatten. Der Spielaufbau der Gäste basierte auf langen Bällen in die Spitze, doch die Wertheimer hatten Sturmführer Grenz jederzeit im Griff. Man merkte der Heimelf an, dass sie nicht den ganz großen Druck verspürte, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu müssen. Anders die Kreuzwertheimer, die über den gesamten Spielverlauf sehr agil in den Zweikämpfen waren, aber in Hälfte eins keine nennenswerte Chance herausspielten. Kurz vor der Halbzeit prüfte Greulich mit einem Fernschuss den Kreuzwertheimer Torwart Schwab, der aber zur Ecke klärte (37.). Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Wertheim stand tief und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Wiederum Greulich versuchte mit einem Distanzschuss, der Ball strich jedoch knapp am Pfosten vorbei (77.). Die größte Chance für den Auswärtssieg vergab Albert Grenz kurz vor Ende der Partie, als er den Wertheimer Torwart Jetzlaff schon umkurvte und aus 15 Metern das leere Tor nicht traf. So trennten sich beide Mannschaften mit einem torlosen Unentschieden. In der Endphase des Spiels belohnte sich Kreuzwertheim für den hohen Aufwand nicht selbst. Die SV Viktoria ließ über das gesamte Spiel allerdings auch wenig zu und stellte ihre Heimstärke unter Beweis.

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Tauberbischofsh. - Schloßau 0:1

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Tauberbischofsheim: Schreck, Burger, von Kirchbach, Kircher, Seethaler, Lotter, Flux, Hagi (70. Fleischer), Johannes, Höfling (41. Heck), Schlachter. Schloßau: S. Scheuermann, Götz, Walz, T. Scheuermann, Roos, Brech, Benig, Müller, Böhm, Mechler, Schnorr. Tor: 0:1 (50.) Lukas Brech. - Schiedsrichter: Haris Kresser. - Zuschauer: 200.

Bei herrlichem Frühlingswetter starteten beide Mannschaften sehr offensiv und mit hohem Tempo. In der ersten halben Stunde kam es so für beide Mannschaften zu guten offensiven Möglichkeiten, ohne aber wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Für die größte Gefahr sorgte ein gut getretener Freistoß von Tim Schlachter in der 25. Minute, den Max Flux nur knapp verfehlte. In der 30. Minute war es wieder Tim Schlachter, der mit einem Heber nur die Latte traf. Nur wenige Minuten später scheiterte Max Flux mit einem gut platzierten Schuss am Gästekeeper. Nach der Pause schockte der FC Schloßau gleich zu Beginn die Hausherren mit dem Führungstreffer. Lukas Brech versenkte einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar im Tor. Der TSV drückte nun aufs Tempo und erspielte sich in der Folge einige Torchancen zum Ausgleich. Der FC Schloßau kam bis zur 75. Minute kaum zu Entlastungen und konzentrierte sich auf das Verteidigen der knappen Führung. Erst eine Viertelstunde vor Schluss hatte Manuel Walz die Chance auf 2:0 zu erhöhen. Der TSV blieb weiterhin die bestimmende Mannschaft, scheiterte aber bei den Chancen an der Präzision oder am Schlussmann der Gäste. Am Ende blieb es beim 1:0 für die Gäste.

Strümpfelbrunn - Neckarelz II 0:0

Strümpfelbrunn: Haas, A. Weiß, Vogel, D. Palm (91. Böhm), Sigin, J. Guckenhan (80. Helm), C. Weiß (76. Schüssler), M. Palm, Merz, Meier, Agac. Neckarelz: Strein, Görich, Hogen, M. Guth (67. P. Guth), Böhm, Link, Fredmann (77. Luck), Schieferdecker, Roos, Heck, Fertig. Schiedsrichter: Björn Schumann (Bad Mergentheim). - Rot: für einen Gästespieler (84.). - Zuschauer: 350.

Im Spitzenspiel der Landesliga Odenwald neutralisierten sich vor zahlreichen Zuschauern die Teams weitgehend. Die besseren Tormöglichkeiten hatten allerdings die Gäste auf ihrer Seite. In der 18. Minute unterlief Schlussmann Haas ein fehler, den er aber mit einer Parade postwendend wieder gutmachen konnte. In der 23. Minute hatte Weiß freie Schussbahn, doch der Ball rutschte ihm über den Schlappen. Vier Minuten später gab es eine Doppelmöglichkeit für die Gastgeber nach einem Freistoß von Agac. Ansonsten waren Tormöglichkeiten Mangelware. In der 50. Minute hatten die Gäste eine gute Chance, doch wiederum parierte Haas prächtig. Vier Minuten später schoss Vogel den Ball knapp übers Tor der Gäste. In der 84. Minute gab es nach einem rüden Foulspiel eine rote Karte für einen Gästespieler. Die größte Möglichkeit für die Gastgeber hatte Agac in der 88. Minute. Doch sein Kopfball nach Flanke des eingewechselten Helm strich knapp übers Tor. In der Nachspielzeit hatte Neckarelz noch zwei Mal die Möglichkeit, doch noch den Siegtreffer zu erzielen, doch es blieb beim leistungsgerechten 0:0.

TSV Buchen - TSV Rosenberg 1:1

Buchen: Böhrer, Penner, Beckmann, Hammoud, Reimann, Sen (60. Horst), Platonov (65. Özen), Hering, Gruslak, Gramlich, Kahzanbeik. Rosenberg: Scheuermann, Wild, Löw, Bauer, Rechner (82. Rechner), Klingmann (36. Sladek), Schneider (50. Volk), Krauth, Geiger, Häußler, Lutz. Tore : 0:1 (70.) Sladek, 1:1 (90.) Reimann. - Schiedsrichter: Tobias Brand (Bad Wimpfen). - Rot: Kahzanbeik (Buchen, 50.). - Zuschauer: 120.

Nach zehn Minuten zeigte der Gästetorwart eine starke Reaktion nach einem abgefälschten Ball. Ein Foul an Hammoud im Rosenberger Strafraum führte zwar zu Diskussionen, aber nicht zu einem Elfmeter. Den durchdachteren Angriffen der Buchener fehlte nur der letzte Pass, während die Rosenberger Konterversuche auch nicht erfolgreich waren. Kurz vor der Pause hielt Böhrer mit einer starken Parade einen 16-Meter-Freistoß der Gäste, den Nachschuss wehrte Gramlich auf der Torlinie ab. Ab der 50. Minute spielte der TSV Buchen in Unterzahl, denn Kahzanbeik sah für eine Notbremse kurz hinter der Mittellinie Rot. Eine starke Fußabwehr von Böhrer gegen einen frei stehenden Gästespieler hielt die Einheimischen im Spiel. Nach 70 Minuten führte ein Torwartpatzer zur Rosenberger Führung, im Vorfeld wurde ein Buchener Tor wegen Abseits nicht anerkannt, was für Hektik sorgte. Der verdiente Ausgleich gelang Reimann nach unermüdlichem Anrennen. So endete eine umkämpfte Partie, mit der der Schiedsrichter seine liebe Not hatte, unentschieden.

SV Osterburken - SV Nassig 0:4

Osterburken: Niklas (85. Ippendorf), Müller (66. Baumann), Gutenberg, Wagner, Merz, Titarenko, Elert, Bender, St. Schmitt, Eckel (56. Wohlgemuth), T. Schmitt. Nassig: Link, Busemann, A. Baumann, Semmler, N. Seyfried, Lausecker, Correia (62. Kaiser), Th. Baumann, Budde, Fischer (73. J. Seyfried), Hörner (68. Winzenhöler). Tore: 0:1 (56.) Dominik Fischer, 0:2 (59.) Dominik Fischer, 0:3 (70.) Kevin Winzenhöler, 0:4 (88.) Kevin Winzenhöler. - Besondere Vorkommnisse: Gästekeeper Link hält Foulelfmeter (80.). Buchens Keeper Links verletzte sich ohne Fremdeinwirkung schwer und wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert. - Zuschauer: 105.

Das Spiel begann mit typischem Sommerfußball, der sich meist zwischen den Sechzehnern abspielte. Beide Mannschaften versuchten mit häufigem Kurzpassspiel den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Erst in der 21. Minute gab es den ersten erwähnenswerten Torschuss auf Seiten der Heimmannschaft, Nassig hielt sich auffallend zurück. In der 38. Minute ging ein Nassiger Stürmer nach einem Osterburkener Abspielfehler frei auf den SVO-Torhüter zu, hatte den auch schon überlaufen, doch Routinier Wagner konnte mit viel Einsatz noch klären. Kurz vor der Halbzeit gab es eine der wenigen SVO-Chancen, die allerdings nichts einbrachte. Den Gästen aus dem Wertheimer Stadtteil schien in der Pause klar geworden sein, was für sie auf dem Spiel stand, denn kurz nach Wiederbeginn ging ein SV-Stürmer von links frei auf Torhüter Niklas zu, der gerade noch zur Ecke klärte. In der 55. Minute unterlief der SVO-Torhüter 20 Meter vor dem Tor einen langen Ball, und der an diesem Tag überragende Nassiger Dominik Fischer hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen. Bereits drei Minuten später gab es einen Pass in die Schnittstelle der SVO-Abwehr, danach einen Querpass zum frei stehenden Fischer, und der erzielte mühelos seinen zweiten Treffer. In der 70. Minute drehte sich der gerade eingewechselte Winzenhöler gekonnt um seinen Gegner und ließ mit einem trockenen Flachschuss ins linke untere Eck dem Torhüter keine Chance. Die Gelegenheit einer Ergebnisverbesserung ergab sich für die Heimmannschaft in der 80. Minute, doch der Nassiger Torwart Tom Link hielt den in "Thomas-Müller-Manier" halbhoch getretenen Elfer. Fünf Minuten später verletzte sich der SVO-Torhüter beim Herauslaufen ohne Fremdeinwirkung derart schwer am Knie, dass er sogar mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Als wäre das an diesem Tag nicht schon genug gewesen, kopierte kurz vor Spielende der Torschütze zum 3:0 quasi sein Tor und erzielte noch das 4:0. Es war ein verdienter Sieg der Gäste, besonderes aufgrund ihrer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte