Fußball - Der DFB und seine einzelnen Landesverbände bilden eine gemeinsame Arbeitsgruppe „Projekt Zukunft“ Der Amateurbereich bildet nach wie vor die Basis für den Spitzensport

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Die Präsidenten und Geschäftsführungen der Regional- und Landesverbände haben in einer gemeinsamen Konferenz die Ergebnisse ihrer Beratungen zum „Projekt Zukunft“ präsentiert. In den vergangenen Monaten waren intensive Gespräche in den fünf Regionalverbänden zu dem Strategiepapier geführt worden. Das „Projekt Zukunft“ wurde von Oliver Bierhoff initiiert und vom DFB-Bundestag im Herbst 2019 auf den Weg gebracht. Es soll den deutschen Fußball in enger Zusammenarbeit mit der DFL durch gezielte, nachhaltige Reformen in der Nachwuchsförderung zurück an die Weltspitze führen und dort dauerhaft etablieren.

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DFB-Vizepräsident Rainer Koch fasste als Vorsitzender der Konferenz die Sitzung wie folgt zusammen: „Zentrale Fragestellungen müssen jetzt zeitnah mit den Projektverantwortlichen intensiv erörtert werden. Aus dem Projekt muss ein Maßnahmenplan des deutschen Fußballs im Konsens zwischen Profi- und Amateurbereich werden. Nur so kann die Nachwuchsförderung optimal neu aufgestellt werden. DFB, DFL sowie die Regional- und Landesverbände wollen im föderalen Verbandssystem bestmöglich zusammenarbeiten. Wir brauchen Konsens zu Trainerentwicklung, Wettbewerbs- und Förderstrukturen, Fußballentwicklung, Rolle und Aufgaben der Nachwuchsleistungszentren, der Profivereine, der Landesverbände, aber auch der 24 500 Amateurvereine, bei denen nahezu alle Talente ihre Fußballkarriere beginnen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir zeitnah zu einem gemeinsamen Plan kommen und ihn auch alle umsetzen wollen.“

Die Konferenz hat nun fünf Geschäftsführer aus den Landesverbänden unter Federführung von Jan Baßler (Niedersachsen) mit der Aufgabe betraut, auf Fachebene mit dem beim DFB zuständigen Projektteam um den Sportlichen Leiter Nationalmannschaften, Joti Chatziale-xiou, das vorliegende Grobkonzept weiter auszuarbeiten und zu detaillieren. Gemeinsames Ziel sei es, zeitnah gemeinsame Lösungen für alle aktuell noch offenen Fragestellungen zu finden. Einigkeit bestehe darin, dass darüber hinaus eine enge Abstimmung mit der DFL und den Nachwuchsleistungszentren erfolgt. Dieses weitere Vorgehen betrifft die Förderung von Nachwuchsspielern. Überlegungen mit Blick auf Spielerinnen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Sie werden zu gegebener Zeit mit den Vereinen, Verbänden und Gremien besprochen.

„Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, ein Konzept zu entwickeln, das die Spieler und Spielerinnen in den Mittelpunkt stellt. Wir wollen Strukturen, Prozesse und Inhalte im deutschen Nachwuchsfußball optimieren, um ihn in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagt der zuständige DFB-Direktor Oliver Bierhoff. „Dabei werden wir die Landes- und Regionalverbände als Vertreter des Amateurfußballs eng einbinden. Der Amateursport bildet die Basis für den Spitzensport. Mit der Arbeitsgruppe werden wir den gemeinsamen Austausch jetzt noch einmal in-tensivieren. Entscheidend sind dabei ein lösungsorientiertes Vorgehen und eine gemeinsame Überzeugung für das Projekt.“

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Ronny Zimmermann, zusammen mit Hannelore Ratzeburg im DFB-Präsidium für den Nachwuchsfußball verantwortlich, erklärte: „Das Projekt Zukunft wird von Landes- und Regionalverbänden, Vereinen und weiteren Beteiligten aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Einigkeit besteht jedoch darin, dass Veränderungen in der Talentförderung nötig sind. Wir haben die Gelegenheit genutzt, die offenen Fragen aus Sicht der Regional- und Landesverbände zu identifizieren und über das Grobkonzept beraten. dfb/bfv