American Football - Vor 700 Zuschauern musste das Bad Mergentheimer Wolfpack hart kämpfen Auch ein Arbeitssieg ist letztendlich ein Sieg

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Die Defensiv-Abteilung des Bad Mergentheimer Wolfpacks musste gegen die Ostalb Highlanders aus Heidenheim Schwerstarbeit verrichten, machte ihre Sache dabei aber sehr gut.

© Kurakin

Das Bad Mergentheimer American- Football-Team Wolfpack ist in der Landesliga angekommen, muss sich aber natürlich erst einmal von den haushohen Ergebnissen des letzten Jahres verabschieden. Dennoch: Ein Sieg ist ein Sieg, auch wenn er wie beim Saisonstart am vergangenen Sonntag hart erkämpft werden musste. 24:15 stand es am Ende gegen die Ostalb Highlanders aus Heidenheim.

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Sensationell war die Zuschauerkulisse. Fast 700 Fans fanden trotz kühler Temperaturen und nach tagelangem Dauerregen den Weg ins Deutschordenstadion. Und sie kamen auf ihre Kosten, erlebten sie doch ein hochklassiges und bis zuletzt spannendes Footballspiel.

Das Angriffsrecht ging zunächst an die Hausherren, die mit ihrer Offense zügig über das Feld marschierte, doch in der gegnerischen Redzone war Schluss, so dass der erste Drive mit einem 35-Yard-Fieldgoal durch Maximilian Leutert zum 3:0 abgeschlossen wurde. Auch die Wolfpack-Defense überzeugte beim ersten Auftritt. Schnell wurden die Gäste zum Punt gezwungen. Nun waren es kraftvolle Läufe durch Runningback Anton Denis und ein schöner Pass von Quarterback Hermann Ejrich auf den neuen Wide Receiver Teschim Weldeslase, die Bad Mergentheim bis an die gegnerische 1-Yard-Linie brachten. Den Rest in die Endzone überbrückte Ejrich dann selbst zu Fuß zum Touchdown und erhöhte somit auf 10:0 (Extrapunkt Leutert).

Bis dahin erinnerte alles an die klaren Ergebnisse der Vorjahressaison. Doch Anfang des zweiten Spielviertels zeigten die Highlander, dass sie nicht zu Unrecht als Tabellenführer angereist waren. Schnell überbrückten sie das Feld und verkürzten mit einem erfolgreichen Kick auf 3:10. Ein Fehler des Wolfpack im anschließenden Offensedrive brachte sie sofort wieder in gute Feldposition, die sie mit einem sehenswerten Lauf in die Endzone ausnutzten und zum 9:10 verkürzten. Der Zwei-Punkte-Versuch zur Führung scheiterte allerdings.

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Bad Mergentheim ließ sich davon aber nicht verunsichern und kam mit einem guten Mix aus Pass und Lauf Stück für Stück an die Endzone heran. Abgeschlossen wurde die Angriffsserie mit einem kraftvollen Lauf durch die Mitte zum Touchdown durch Anton Denis für wichtige Punkte kurz vor der Pause. Viktor Steinhauer vollendete mit einem Kick zur Halbzeitführung von 17:9.

In der zweiten Hälfte bewiesen nun die Coaches beider Teams, was sie aus der ersten gelernt haben. Die Folge war, dass sich im dritten Viertel beide Mannschaften neutralisierten und ohne weitere Punkte ins letzte Quarter gingen. Zu dessen Anfang kamen die jungen Wölfe in eine gute Feldposition für ein Fieldgoldversuch, doch prallte das Lederei von der linken Torstange ab ins Aus. Die Highlanders kamen in Ballbesitz, doch eine starke Leistung der Taubertäler Defense zwang sie zur Abgabe des Angriffsrechts mittels Punt. Die Wolfpack-Offense startete den folgenden Drive mit ein paar Läufen von Anton Denis durch die Mitte und schloss diesen mit einem schönen Touchdownpass von Ejrich auf Wide Receiver Marcel Weiss zum 24:9 ab (Extrapunkt Steinhauer). Doch gleich danach sollte es noch einmal spannend werden, als auch die Heidenheimer mit einem Touchdownpass auf 24:15 herankamen (Zweipunkteversuch misslungen). Der anschließende Versuch, mit einem Onsidekick in Ballbesitz zu bleiben, misslang allerdings, so dass Bad Mergentheim die Uhr zum Sieg auslaufen lassen konnte.

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Nach dem insgesamt harten aber durchweg fairen Spiel mit wenigen Strafen auf beiden Seiten zeigten sich die Wolfpack-Coaches mit dem Punktgewinn zum Saisonauftakt zufrieden. Gleichzeitig stellten sie jedoch fest, dass es noch eine Menge Verbesserungsbedarf auf zahlreichen Positionen gibt.

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Schon am kommenden Sonntag gilt es bei den Ludwigsburg Bulldogs zu beweisen, wie dem abgeholfen werden kann. kv