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Partie im Fokus - Zuschauer sahen ein umkämpftes Spiel zwischen Wittighausen/Zimmern und Pülfringen

Alles offen im Abstiegskampf

Von 
Nils Villmann
Lesedauer: 
Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist nach der Niederlage der SpG Wittighausen/Zimmern (helle Trikots) deutlich geschrumpft. Der SV Pülfringen freut sich hingegen über drei Punkte. © Corvin Schmid

SpG Wittighausen/Zimmern – SV Pülfringen 3:4

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Wittighausen/Zimmern: R. Wundling, Neckermann (23. T. Pfeuffer), Arbinger, L. Wundling, D. Pfeuffer, Ebert (64. Dörner), Häußler (63. Englert), Neser, Sack, Barthel, Schmitt.

Pülfringen: F. Haberkorn, Glock, Volk, Scherer, Manuel Haberkorn, Michael Haberkorn, Pfreundschuh (68. Hartmann), Knüll (87. Jahateh), Busch, Schäfer, Haas.

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Tore: 0:1 (1.) Michael Haberkorn, 1:1 (Strafstoß, 15.) Christoph Neser, 2:1 (31.) Simon Sack, 2:2 (45.+6) Matthias Scherer, 2:3 (62.) Patrick Knüll, 2:4 (67.) Michael Haberkorn, 3:4 (87.) Simon Sack. – Schiedsrichter: Sascha Wirth (Stein).

Dass diese Partie unterhaltsam werden würde, versprach schon die Ausgangssituation der beiden Mannschaften. Für den SV Pülfringen bedeutete das Aufeinandertreffen mit dem Tabellennachbarn eine letzte große Chance, sich doch noch zum rettenden Ufer zu schieben. Aufseiten der Gastgeber wollte man den Abstand auf den Tabellenkeller auf ein sichereres Polster vergrößern.

Gleich in der ersten Minute sahen die Zuschauer einen Paukenschlag im Nieselregen: Durch einen groben Schnitzer im Spielaufbau der Wittighäuser schaltete Michael Haberkorn schnell und setzte denn Ball frei vor dem Kasten erst gegen den Pfosten und dann zur Gästeführung ins Netz. Die Spielgemeinschaft wirkte geschockt, während die Pülfringer gleich versuchten, weitere Nadelstiche zu setzen. So tauchte in der vierten Minute wieder Michael Haberkorn vor SpG-Schlussmann Rene Wundling auf, der den Abschluss zwar parierte, sich dabei aber eine leichte Verletzung zuzog.

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Mehr Ruhe und Kontrolle

Nach mehrminütiger Behandlungspause schafften es die Hausherren mehr Ruhe und Kontrolle in das Geschehen zu bringen. Nach einer Viertelstunde wurde den Wittighäusern dann ein Strafstoß nach einem Handspiel zugesprochen, den Spielertrainer Christoph Neser souverän zum Ausgleich verwandelte. Die Mannschaften boten gerade im ersten Durchgang eine flotte Partie mit schnellen Ballwechseln und zielstrebigen Angriffen. In der 31. Minute dann ein wahrer Geniestreich: David Pfeuffer bediente den startenden Simon Sack mit einem feinen Pass aus dem Halbfeld – der Angreifer schob den Ball am herausstürmenden Goalie zur 2:1-Führung vorbei. Die Gäste ließen sich von dem Rückschlag aber nicht beirren und scheiterten im direkten Gegenzug nur knapp. In der Nachspielzeit wurde es nochmal spannend: Erst schaffte es Michael Haberkorn nicht, ein gutes Zuspiel zu verwerten, dann nahm sich Matthias Scherer kurz darauf ein Herz und donnerte das Spielgerät per Volley in die Maschen (45.+6).

Auch der zweite Durchgang begann explosiv. In den ersten vier Minuten kamen gerade die Pülfringer immer wieder zu guten Chancen. Die Hausherren wirkten in der Folge nicht ganz wach und kassierten so nach einer Ecke das 2:3 (62.). Die Gäste blieben weiter am Ball und erhöhten den Vorsprung wenig später aus kurzer Distanz. Insgesamt wirkte der SV abgezockter als die Einheimischen. Die versuchten in der Folge immer wieder Vorstöße zu kreieren, blieben jedoch immer wieder im Aufbauspiel an einem gegnerischen Bein hängen. Pülfringen verlagerte sich währenddessen auf konsequentes Verteidigen und lauerte auf Kontersituationen. Als den Hausherren kurz vor Schluss noch der Anschlusstreffer gelang, wurde es hektisch. Immer wieder versuchte man den Ball in den gegnerischen Strafraum zu schlagen, ohne dabei jedoch wirklich zwingend zu werden, so dass es beim knappen 3:4 blieb.

Für Wittighausen/Zimmern ist die Niederlage ein herber Schlag – immerhin ist der einst sicher geglaubte Vorsprung auf den Tabellenkeller auf nur noch drei Zähler geschrumpft. „Wir spielen zur Zeit eigentlich ganz gut, aber am Ende haben wir das vielleicht auch einfach nicht intelligent genug gelöst“, zeigte sich Spielertrainer Christoph Neser nach dem Abpfiff sichtlich geknickt, „wenn wir nicht aufpassen, kann es sein, dass wir ganz schnell auf dem Relegationsplatz sitzen und das wollen wir auf keinen Fall.“

Bei SVP-Coach Mike Standke war währenddessen die Erleichterung über den ersten Sieg des Kalenderjahres spürbar: „Wir mussten das heute einfach gewinnen. Gerade in der zweiten Hälfte waren wir echt gut und auch wenn wir am Ende noch zittern mussten, tut das einfach gut. Am Mittwoch geht es gegen Kreuzwertheim und wenn wir da auch gewinnen, sieht es richtig gut aus.“

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