Fußball - Nach zwei Niederlagen in der Vergangenheit im Ulmer Donaustadion will der FSV Hollenbach dieses Mal punkten Aller guten Dinge sind bekanntlich drei

Von 
Herbert Schmerbeck
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Der FSV Hollenbach (rechts im Bild Michael Kleinschrodt) will dem 3:0 gegen Friedrichstal ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen.

© Robert Stolz

Der FSV Hollenbach reist zum Spitzenspiel der Oberliga Baden-Württemberg. Der Tabellenzweite SSV Ulm 1846 empfängt am morgigen Samstag um 15 Uhr im Donaustadion den FSV als Tabellendritten. Drei Punkte liegen lediglich zwischen beiden Teams.

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"Das ist ein attraktives, interessantes Spiel für uns", sagt FSV-Coach Ralf Stehle. "Da haben wir nichts zu verlieren. Wir wollen die etwas ärgern, mal sehen, was dabei rauskommt."

Durch den 3:0-Sieg gegen den Vorletzten FC Germania Friedrichstal am vergangenen Samstag sind die Hollenbacher nun wieder in den Aufstiegskampf involviert. Wie lange dies der Fall ist, darüber entscheiden die nächsten Partien, die allesamt gegen Spitzenteams stattfinden. Nach dem Duell gegen Ulm ist der KSC II (4.) zu Gast in Hollenbach. Dann geht es zum Tabellenfünften FSV Bissingen.

Auch wegen dieses "Hammer-Auftaktprogramns", war der Sieg gegen Friedrichstal wichtig. So ein positiver Auftakt gibt eben Selbstvertrauen. "Durch den Sieg bin ich mit dem Rückrunden-Auftakt grundsätzlich zufrieden", sagte FSV-Coach Ralf Stehle. "Es ist immer schwer, denn man weiß nicht genau, wo man steht."

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Das Ergebnis gegen Friedrichstal sah zwar souverän aus, doch spielerisch haben die Hollenbacher noch Luft nach oben. Beide Teams taten sich auf dem nassen, rutschigen Kunstrasen in der "Jako-Arena" schwer.

"Mit der spielerischen Leistung können wir nicht zufrieden sein", meinte auch Hollenbachs Tizian Amon. "Aber die drei Punkte waren wichtig. Es war auch gut, dass wir zu Null gespielt haben. Ich denke, das wird in Ulm auf Rasen ein ganz anderes Spiel werden. Die werden sicher anders auftreten als Friedrichstal. Das wird sicher interessant, Schließlich spielt der Zweite gegen den Dritten."

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Der SSV Ulm 1846 erreichte zum Auftakt am vergangenen Wochenende ein 2:2 gegen den SV Sandhausen II und egalisierte dabei zwei Mal einen Rückstand. Damit rückte Ulm bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter Nöttingen ran, der gegen Freiberg eine Niederlage kassierte.

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Erst zwei Mal spielten die Hollenbacher in der Oberliga im Donaustadion. Beide Male trat der FSV die Heimreise als Verlierer an. Dies soll nun nicht zum dritten Mal der Fall sein. "Wir müssen konzentriert spielen", sagt Kapitän Martin Kleinschrodt. Gegen Friedrichstal hatte er noch einige Abstimmungsprobleme erkannt.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie eng der SSV und der FSV in dieser Saison beieinander liegen. Die Torverhältnisse sind sehr ähnlich. Auch die beiden Toptorjäger liegen nicht weit auseinander. David Braig hat bisher zehn Mal für die Ulmer getroffen, auf FSV-Seite hat Luca Pfeiffer neun Tore erzielt. Das Hinspiel entschieden die Ulmer mit 1:0 für sich.

Trotz eines guten Saisonstarts waren die Ulmer in der Vorrunde selten in der Spitzengruppe zu finden. Früh hatten sie Spielausfälle zu beklagen. Zeitweise hatten sie drei Partien weniger absolviert als die Konkurrenz und standen deshalb lange Zeit im Mittelfeld. Erst gegen Ende des vergangenen Jahres schoben sie sich immer weiter in Richtung der ersten Plätze. Nun wollen sie den Spitzenreiter FC Nöttingen weiter unter Druck setzen.

Aber auch die Hollenbacher wollen dran bleiben und so lange wie möglich vorne in der Tabelle mitmischen.