Kreisliga A3 Hohenlohe - Überraschungs-5:0-Sieger des vorigen Sonntags sind in Creglingen unter sich / SV Mulfingen empfängt seinen Nachbarn TSV Dörzbach/K. zum Spitzenspiel Abstiegskampf im Deutschordenstadion

Von 
Helmut Wörrlein
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Nach recht mäßigen Darbietungen zum Rückrundenauftakt ließen der FC Creglingen und der FSV Hollenbach II am vorigen Sonntag in der Fußball-Kreisliga A 3 Hohenlohe aufhorchen: Die Taubertäler deklassierten ihren alten Rivalen TV Niederstetten auf dessen eigenem Platz mit 5:0, der FSV fertigte im Gemeindederby keinen Geringeren als Tabellenführer SV Mulfingen ebenso deutlich ab.

Gelang gegen Gammesfeld ein lupenreiner Hattrick: Artur Tabert (am Ball). Gammesfeld spielt nun gegen Niederstetten, Apfelbach/H. ist spielfrei.

© Robert Stolz
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Nun gilt es für beide Verfolger im direkten Vergleich an der Tauber nachzulegen. Der böse abgewatschte Bezirksligaabsteiger will sich im Spitzenspiel gegen den TSV Dörzbach/Klepsau rehabilitieren. Erneut eine Begegnung mit Derbycharakter bestreitet der TV Niederstetten bei der Spvgg Gammesfeld, die zuletzt in Apfelbach mit 2:5 unter die Räder kam.

Vor Ausflügen in den Tabellenkeller stehen die beiden Taubertäler Nachbarn SGM Markelsheim/Elpersheim und FC Igersheim. Die Höfer-Truppe muss zum Vorletzten FC Billingsbach, der sich nach dem 1:1 in Hollenbach zuletzt auch in Dörzbach ein beachtliches Remis sicherte. Nach seinem mageren Unentschieden gegen Berlichingen/Jagsthausen ist der auf Rang drei abgerutschte FC Igersheim Gast beim Schlusslicht in Westernhausen.

Nach dem 1:2 in Amrichshausen trennt die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim nur noch die bessere Tordifferenz vom Vorletzten FC Billingsbach. Im Deutschordenstadion geht es nun gegen den zuletzt spielfreien SC Wiesenbach quasi "um sechs Punkte". Nur mit einem Sieg kann die SGM bis auf drei Zähler an ihren Gast heranrücken und ihn voll in den Sog des Abstiegskampfes ziehen. In den ist auch der SV Berlichingen/Jagsthausen trotz seiner bereits vier Rückrundenzähler noch voll verwickelt, Neuling SC Amrichshausen ist dagegen praktisch bereits gesichert und kann deshalb in Berlichingen im Gegensatz zu seinem Gastgeber locker aufspielen. Die Spvgg Apfelbach/Herrenzimmern muss am Sonntag tatenlos zusehen und somit den soeben errungenen zweiten Platz zumindest vorübergehend wieder abgeben.

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SV Mulfingen - TSV Dörzbach/Klepsau (Hinspiel 1:4): Wenn es den SV Mulfingen schon einmal erwischt, dann gleich richtig: Mit 0:5 wurde der Bezirksligaabsteiger beim Nachbarn in Hollenbach in die Schranken gewiesen, in der Vorrunde setzte es zwei 1:4-Pleiten in Dörzbach und Gammesfeld sowie ein 1:3 in Igersheim. Für erstere ist nun Revanche im Derby angesagt. Die Heimbilanz des auswärts so launischen SVM kann sich sehen lassen, lediglich gegen Hollenbach II und Markelsheim/Elpersheim ließ der zu Hause noch ungeschlagene Tabellenführer Punkte liegen. Auch der Gast aus Dörzbach hat bei seinen Anhängern nach verkorkstem Rückrundenstart einiges gut zu machen: Nach der Niederlage beim Schlusslicht in Westernhausen reichte es für den Tabellenvierten am Sonntag auf eigenem Platz gegen den Vorletzten FC Billingsbach nur zu einem Remis.

SV Westernhausen - FC Igersheim (Hinspiel 1:5): Da der FC Igersheim über ein 2:2 gegen den bis dato auswärts noch punktlosen SV Berlichingen/Jagsthausen nicht hinauskam, musste er den erst in der Vorwoche errungenen zweiten Tabellenplatz aufgrund der Tordifferenz an die Spvgg Apfelbach/Herrenzimmern abtreten. Beim Schlusslicht in Westernhausen zählt für das Team von Claudio Scheidle natürlich nur ein "Dreier". Die Igersheimer werden den designierten Absteiger trotz ihres deutlichen 5:1-Vorrundensieges sehr ernst nehmen, schließlich überraschte der SVW in seinem letzten Heimspiel mit einem 3:2-Erfolg gegen den mit dem FC punktgleichen TSV Dörzbach/Klepsau.

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FC Billingsbach - SGM Markelsheim/Elpersheim (Hinspiel 1:3): Mit dem 2:0 an der Tauber gegen Schlusslicht SV Westernhausen hat sich die SGM Markelsheim/Elpersheim auf Rang fünf verbessert. Vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SV Mulfingen, zwei auf das Trio seiner engsten Verfolger: der Vizemeister hält Blickkontakt zu den beiden Spitzenplätzen. Nun muss die SGM zum FC Billingsbach, der zwar Vorletzter ist, aber mit den beiden Punkteteilungen in Hollenbach und Dörzbach durchaus ansprechend in die Rückrunde startete. Diese Achtungserfolge haben Selbstvertrauen gegeben, die Gäste müssen sich im Blaufeldener Teilort auf einen engagierten und kampfstarken Gastgeber einstellen.

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FC Creglingen - FSV Hollenbach II (Hinspiel 2:4): War der Gala-Auftritt am Sonntag eine Eintagsfliege oder der Auftakt zu einem vehementen Angriff auf die Spitzenplätze? Diese Frage stellt man sich sowohl im Lager des FCC als auch des FSV. Die Antwort wird gleich am Sonntag gegeben, wenn sich die beiden 5:0- Sieger im Verfolgerduell gegenüberstehen. Beide wollen natürlich unbedingt nachlegen, schließlich liegt Rang zwei in Reichweite: Dem FC fehlen drei, der Oberliga-Reserve sogar nur zwei Punkte. Im Hinspiel drehten die Taubertäler nach 0:1-Rückstand zwar zunächst die Partie, mussten sich dann aber den einsatz-, lauf- und willensstärkeren Hausherren noch mit 2:4 geschlagen geben. Kann sich der FC nun revanchieren? Die Creglinger haben zu Hause schon drei Mal verloren und nur eine ausgeglichene Heimbilanz, die Gäste schreiben mit bereits vier Auswärtssiegen auch auf Gegners Platz schwarze Zahlen.

Spvgg Gammesfeld - TV Niederstetten (Hinspiel 2:1): Eine Halbzeit lang hielt der TV Niederstetten mit dem FC Creglingen gut mit, ehe der Nachbar ganz groß auftrumpfte und seinen Gastgeber noch deutlich mit 5:0 abfertigte. Nach dieser empfindlichen Niederlage weisen die Vorbachtäler lediglich noch eine ausgeglichene Gesamtbilanz auf und sind als Zehnter jenseits von Gut und Böse im Niemandsland der Tabelle platziert. Auch die Spvgg Gammesfeld wurde mit dem 2:5 in Apfelbach gewaltig desillusioniert und ist auf Rang acht abgerutscht. Die Langenbuch-Truppe hat vor dem Derby am Sonntag allerdings drei Punkte mehr als der TV Niederstetten auf dem Konto und außerdem im Vergleich zu den ersten Sieben noch ein Spiel in der Hinterhand. Bei vier Zählern Rückstand auf Rang zwei bestehen also durchaus noch Chancen, die man sich am Sonntag im Landwehrstadion mit einem Dreier erhalten möchte.

SV Berlichingen/Jagsthausen - SC Amrichshausen (Hinspiel 0:2): Der SV Berlichingen/Jagsthausen holte sich nach dem überraschenden 2:0- Heimsieg gegen die SGM Markelsheim/Elpersheim in Igersheim den ersten Auswärtspunkt und vergrößerte damit seinen Abstand zur SGM Löffelstelzen/ Bad Mergentheim auf zwei Zähler. Am Sonntag kommt Neuling SC Amrichshausen, der schon 24 Punkten auf dem Konto hat, nach Berlichingen und kann dort im Gegensatz zum nach wie vor abstiegsbedrohten Gastgeber völlig unbeschwert aufspielen.

SGM Bad Mergentheim/Löffelstelzen - SC Wiesenbach (Hinspiel 2:1): Wie schon zum Rückrundenauftakt gegen Igersheim hielt die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim auch beim Aufsteiger in Amrichshausen gut mit, musste aber nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, kurz vor Spielende die Hoffnung auf einen zählbaren Erfolg begraben. Der Vorletzte Billingsbach hat mit der SGM gleichgezogen, der Viertletzte Berlichingen/Jagsthausen schon zwei Zähler die Nase vorn. Außer diesen drei Teams und dem schon etwas abgeschlagenen Schlusslicht Westernhausen gehört nur noch der zuletzt spielfreie SC Wiesenbach zum Kreis der Abstiegskandidaten. Er hat sechs Zähler mehr auf dem Konto als die Limbrunner-Truppe. Die Begegnung im Deutschordenstadion ist also ein Sechs-Punkte- Kampf. Sollte die rabenschwarze Serie der Gastgeber anhalten und der SC Wiesenbach die Punkte entführen, wäre die Schneider-Truppe wohl endgültig aus dem Schneider.