Fußball - Adelsheimer Verein erhielt die Sepp-Herberger-Urkunde / Zweiter Platz in der Kategorie "Resozialisierung" 3000 Euro für den SV Germania

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Mit den Vertretern des SV Germania Adelsheim freuen sich nach der Preisverleihung auch Uwe Seeler (Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft), Ronny Zimmermann (Präsident des Badischen Fußball-Verbandes und Vizepräsident des DFB) sowie Eugen Gehlenborg (Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes und DFB-Vizepräsident).

© Carsten Kobow

Adelsheim/Mannheim. Im Rosengarten in Mannheim erhielten 13 Fußballvereine die Sepp-Herberger-Urkunde. Zu den Preisträgern gehört in der Kategorie "Resozialisierung" auch der SV Germania Adelsheim aus dem Fußballkreis Buchen. Er belegte den zweiten Platz, der mit 3000 Euro datiert wurde.

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Seit vielen Jahren zeichnet die älteste Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes mit der Urkunde auf Vorschlag der DFB-Landesverbände Fußballvereine für besonderes Engagement aus. In den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein sowie Sozialwerk wurden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von insgesamt 58 000 Euro vergeben. Erstmals wurde zudem mit dem Softwarekonzern SAP eine eigene Kategorie "Fußball Digital" ausgelobt.

An der Feierstunde nahm auch der neu gewählte DFB-Präsident Reinhard Grindel zusammen mit Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius teil. "Ich bin gerade heute ganz besonders gerne nach Mannheim gekommen, um mit meiner Anwesenheit zu dokumentieren, welch großen Stellenwert dieses beeindruckende, ehrenamtliche Engagement der Vereine für unseren Verband hat", betonte Grindel.

In Anwesenheit von über 100 geladenen Gästen, darunter Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg sowie den Fußball-Größen Uwe Seeler, Otto Rehhagel, Horst Eckel und zahlreichen weiteren Persönlichkeiten aus Fußballsport und Gesellschaft, erhielt der SV Werder Bremen in der Kategorie "Behindertenfußball" den 1. Preis.

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Im Bereich "Resozialisierung" wurde Gerd Mewes aus Hamburg ausgezeichnet. Der Pensionär engagiert sich seit 36 Jahren im Ehrenamt als Fußballtrainer der Mannschaft der JVA Fuhlsbüttel. Den zweiten Platz belegte hier der SV Germania Adelsheim.

Soziales Miteinander

Zwischen dem SV Germania Adelsheim (Fußballkreis Buchen) und der Justizvollzugsanstalt Adelsheim besteht seit 40 Jahren eine enge Kooperation. Ziel ist es, Insassen mit gelockertem Vollzug am Trainings- und Spielbetrieb des SV teilnehmen zu lassen. Durch das gemeinsame Fußballspielen und das soziale Miteinander auch abseits des Platzes lernen die Insassen, Schritt für Schritt wieder am öffentlichen und sozialen Leben teilzunehmen. Martin Rohrer, Abteilungsleiter Fußball beim SV Germania Adelsheim und Heiko Link, Leiter Gefangenensport der JVA freuten sich über den Preis und das Preisgeld:. "Wir sehen die Auszeichnung als Anerkennung für die bisherige Arbeit und gleichzeitig auch als Ansporn, zukünftig weitere Projekte mit der JVA umzusetzen", sagte Rohrer. Ronny Zimmermann, Präsident, des Badischen Fußball-Verbandes und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, gehörte auch den den Gratulanten: "Mit seinem Engagement übernimmt der SV Germania Adelsheim gesellschaftliche Verantwortung und bereichert das Leben auch abseits des Fußballplatzes enorm."

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Beim Thema "Schule und Verein" siegte die SG Oleftal/SG 92. Die Spielgemeinschaft aus dem Fußball-Verband Mittelrhein kooperiert seit Jahren mit dem Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden. In der erstmals ausgelobten Kategorie "Fußball Digital" wurde mit dem VfL 08 Vichttal ebenfalls ein Verein aus dem Fußball-Verband Mittelrhein ausgezeichnet. In dieser Kategorie belegte der FV Oberlauda aus dem Fußballkreis Tauberbischofsheim den zweiten Platz.

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Der Sonderpreis in der Kategorie "Sozialwerk" ging an den SV Pesterwitz. Der Verein aus Sachsen engagiert sich für von einer lebensbedrohlichen Stoffwechselkrankheit betroffenen Zwillingsbrüder.

Zusätzlich zum jeweiligen Geldpreis erhielten alle 13 Preisträger einen Hard-/Softwaregutschein in Höhe von 1000 Euro. shs