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EM-Livecenter

Die Fußball-EM 2021 auf einen Blick

In unserem Livecenter zur Fußball EM 2021 finden sie Kommentare zu den Spielen, Ergebnisse, Spielpläne, alle Teams, Aufstellungen, Tabellen, Torjäger-Listen.

Thema : Fussball-EM 2021

  • Nationalmannschaft Der schwierige Weg nach Katar

    Eriwan ist nicht die Endstation. Für Hansi Flick und Oliver Bierhoff geht das Fußball-Jahr 2021 noch weiter. Katar ist längst in den Köpfen des Bundestrainers und des DFB-Direktors – und auch in deren Terminkalendern. Noch vor Weihnachten will Flick nach Doha reisen, um sich selbst ein Bild machen, was möglich ist bei der WM-Titeljagd am Golf in zwölf Monaten. Turnierlogistik und das große Thema Menschenrechte sind die Herausforderungen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht nach dem Abschluss in der WM-Qualifikation mit dem Gastspiel in Armenien am Sonntag die Hotelsuche. Kein leichtes Unterfangen, wie Bierhoff schon berichtet. Das Teamquartier: Der Mythos vom Campo Bahia ist mittlerweile auch eine Bürde. Das perfekte WM-Hotel am brasilianischen Atlantikstrand wurde mit dem von Bierhoff in Bau gegebenen Hüttenkomplex zum Basislager des WM-Triumphes 2014. Vier Jahre später verstrickte sich der damalige DFB-Präsident Reinhard Grindel in den Interessen ranghoher russischer Politiker. Joachim Löw landete im Moskauer Vorstadt-Wald in Watutinki statt wie gewünscht am Schwarzen Meer in Sotschi – mit dem frühen WM-K.o. als allseits bekanntem Ausgang. {element} Und in Katar? Die FIFA verschickte schon ein Hochglanzprospekt mit Hotels und Trainingsplätzen. Aber: „Das Angebot ist begrenzt“, sagte Bierhoff nach ersten Inspektionen. „Gute Trainingsbedingungen, ein Hotel, wo man für sich ist“, nannte Flick die Kriterien. Und vor allem kurze Wege zwischen Herberge und Trainingsplatz. Vermutlich zieht es den DFB-Tross in eine Anlage nördlich von Doha. {furtherread} Das Länderspiel-Programm: Thomas Müller sprach die Wahrheit schonungslos aus. „Man muss immer ein bisschen relativieren, dass wir jetzt natürlich keine extrem schwierigen Gegner in unserer Gruppe haben.“ Rumänien, Nordmazedonien, Armenien, Island und Liechtenstein. Diese Gegner-Kategorie wird 2022 für Flick keine Rolle spielen. Für die WM ist Deutschland nicht im besten Lostopf. Ein Kontrahent der Kategorie Brasilien, Italien, Frankreich wartet dann sicher schon in der Gruppenphase. Das Programm Richtung Katar steht zumindest terminlich fest. Im März soll es zwei Testspiele gegen Hochkaräter geben. Benannt werden die Gegner erst nach der Auslosung der Nations League am 16. Dezember, um Dopplungen im Vorbereitungsprogramm zu vermeiden. Im Juni gibt es gleich vier Partien und im September noch weitere zwei in dem Europa-Wettbewerb. Deutschland ist in Lostopf zwei und bekommt auf jeden Fall einen starken Kontrahenten: Italien, Frankreich, Belgien, Spanien sind die Optionen aus dem besten Topf. Das Personal: Leistung zählt. Dieses Flick-Dogma wird auch im WM-Jahr Gültigkeit haben. Der Bundestrainer will seinen Einfluss dabei nicht auf die nur noch drei Lehrgangsoptionen im März, Juni und September begrenzen. Hausaufgaben für die Nationalmannschaft müssen auch im Club-Alltag erledigt werden. „Es liegt in der Verantwortung der Spieler selbst. Wir wollen einen Anstoß geben“, sagte Flick zu seiner ungewöhnlichen Maßnahme, die auch in die Hoheit der Club-Trainer wie Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel oder Pep Guardiola eingreift. Die Mehrzahl der 23 WM-Plätze von Kapitän Manuel Neuer über Antonio Rüdiger, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Thomas Müller, Serge Gnabry, Leroy Sané, Timo Werner und einige mehr ist nach jetzigem Stand auch praktisch schon vergeben – vorbehaltlich eines Formeinbruchs natürlich. Die Moral: Erst kommt das Kicken, dann die Moral. Dieser abgewandelte Spruch von Bertolt Brecht ist für die Fußball-Branche ein Grundvorwurf im WM-Jahr. Einen Turnier-Boykott fordert niemand mehr, aber der richtige Umgang mit den unzureichenden demokratischen Standards im Gastgeberland bleibt für alle WM-Akteure eine Prüfung. Transparente, Regenbogenbinde und Kniefall waren die Aktionen 2021. Je näher die WM rückt, desto lauter werden die Rufe nach klaren Positionierungen der Fußball-Stars gegen Homophobie und Arbeiterausbeutung am Golf werden. dpa

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  • Nationalmannschaft Schützenfest zum Löw-Abschied

    Alle Neune für Jogi Löw, ein Startrekord für Hansi Flick! Unbeeindruckt vom großen Corona-Schreck hat die Fußball-Nationalmannschaft beim Abschiedsfest von Ex-Bundestrainer Löw für Tore-Spaß gesorgt. Gegen den nach einem Platzverweis für Jens Hofer (9. Minute) früh dezimierten Außenseiter Liechtenstein sorgten die beiden Doppel-Torschützen Leroy Sané (22. Minute/48.) und Thomas Müller (76./86.) sowie Ilkay Gündogan (11./Foulelfmeter), Marco Reus (23.), Ridle Baku (80.) und die beiden Eigentorschützen Daniel Kaufmann und Maximilian Göppel (20./89.) am Donnerstagabend in Wolfsburg für den standesgemäßen 9:0 (4:0)-Sieg der DFB-Auswahl im letzten Heimspiel der schon zuvor geschafften Qualifikation für die WM in einem Jahr in Katar. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte sogar der Rekordsieg des als Zuschauer bestens unterhaltenen Ex-Coach Löw beim 13:0 gegen San Marino aus dem Jahr 2006 in Gefahr geraten können. Für den höchsten Sieg unter Nachfolger Flick und die alleinige Bundestrainer-Bestmarke mit nun sechs Siegen in den ersten sechs Spielen reichte es vor 25 984 Zuschauern in der unter Corona-Bedingungen ausverkauften VW-Arena aber locker. Diesen Rekord ist Löw nun los. Flick kann seine Quote bereits am Sonntag mit Sieg Nummer sieben in Armenien ausbauen. Fehlen wird beim Jahresabschluss der gelb-gesperrte Abwehrchef Antonio Rüdiger. {element} Bevor der Ball rollte, wurde es emotional. Mit lautem Applaus und „Jogi, Jogi“-Rufen wurde Löw offiziell verabschiedet. Auf einem riesigen Transparent stand: „Herberger, Schön, Beckenbauer – Löw mit högschder Disziplin zum Weltmeistertrainer. Wir sagen....“ Bei der Ehrung formten die Fans mit farbigen Folien ein riesiges „Danke Jogi“. Ex-Weltmeister wie Lukas Podolski, Miroslav Klose, Benedikt Höwedes und Mats Hummels standen für ihren ehemaligen Bundestrainer Spalier. {furtherread} „Nach so vielen Jahren und so einer langen Reise, musste ich natürlich Abstand gewinnen. Ich musste auch einiges verarbeiten. Das letzte Turnier war ja für uns alle ein bisschen enttäuschend. Von daher habe ich eine Weile gebraucht. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es mir gut geht, und ich mich auf Fußball freue“, sagte Löw, der seit 2006 bis zum Sommer dieses Jahres Cheftrainer war, bei RTL. Die stimmungsvolle Atmosphäre wich aber schnell einem Schreckmoment, als Liechtensteins Hofer mit hohem Bein Leon Goretzka am Hals traf. Der Kroatin Ivana Martincic, die als erste Schiedsrichterin ein Länderspiel der DFB-Auswahl leitete, blieb gar nichts anderes übrig, als Hofer wegen groben Foulspiels vom Platz zu stellen. Für Goretzka ging es nach kurzer Behandlungspause weiter. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gündogan. So war das Scheibenschießen eröffnet, ein zähes Geduldsspiel wie beim 2:0 im Hinspiel in St. Gallen war nicht mehr nötig. Reus, Ridle Baku und Jonas Hofmann vergaben zunächst noch große Chancen, ehe Daniel Kaufmann mit einem Eigentor einen Blitz-Dreierpack der deutschen Mannschaft einleitete. Mit ansehnlichem Tempo-Fußball kamen Sané und Reus schnell zu ihren Toren. Der 190. der Weltrangliste, der sich mit der gesamten Mannschaft rund um den eigenen Strafraum verschanzte, war völlig demoralisiert. Löw klatschte dagegen auf der Tribüne freudig Beifall. Dass sein Nachfolger Flick die Mannschaft nach dem Corona-Wirbel der vergangenen Tage auf einigen Positionen umbauen musste, hatte gegen den allenfalls drittklassigen Gegner keine Auswirkungen. Besonders spielfreudig – wie schon in den letzten Wochen – zeigte sich Sané, der auch gut nach hinten arbeitete. Zur zweiten Halbzeit kam Lukas Nmecha zu seinem Debüt im DFB-Trikot, das Premieren-Tor verhinderte dabei der Pfosten (55.). Dafür erzielte Sané seinen ersten Doppelpack im Trikot des viermaligen Weltmeisters. Es hätten aber noch deutlich mehr Tore sein können. Dies lag auch an Benjamin Büchel. Der gute Keeper stand unter Dauerbeschuss und machte einige Chancen zunichte. Flick nutzte derweil das Spiel zu besonderen Gesten. Der Wolfsburger Maximilian Arnold kam zu seinem zweiten Länderspiel. Insgesamt ließ Flick drei der vier nachnominierten Spieler im Zuge der Corona-Ausfälle – neben Arnold noch Baku und Kevin Volland – auch spielen. Und Baku trug sich sogar als Torschütze ein. dpa

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  • Nationalmannschaft Corona-Schreck für DFB-Elf

    Bayern-Verteidiger Niklas Süle ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Kimmich, Gnabry, Musiala und Adeyemi müssen ebenfalls in Quarantäne. Trotzdem muss die Nationalmannschaft weiter trainieren.

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