Fechten - Die für Olympia qualifizierte Leonie Ebert scheiterte überraschend in der Runde der besten 64 / Anne Sauer erreichte die zweite Runde und wurde 22.

Deutsche Starterinnen nicht vorne dabei

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Der letzte Grand-Prix innerhalb der

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Leonie Ebert wird als Florettfechterin bei Olympia dabei sein. © DFB/Augusto Bizzi

Olympiaqualifikation für die Florettfechter fand in Doha statt. Der Deutsche Fechter-Bund (DFB) hatte nur eine kleine Gruppe von insgesamt vier Fechterinnen nach Qatar entsandt. Die erhofften Spitzenplatzierungen blieben allerdings aus.

Weltcup-Ergebnisse von Doha

Damen-Florett Einzel

Endstand: 1. Inna Deriglazowa (Russland), 2. Chen Qingyuan (China), 3. Marta Martjanowa (Russland) und Ysaora Thibus (Frankreich), 5. Alice Volpi (Italien), Adelina Zagidullina (Russland), Larisa Korobeynikova (Russland), 8. Irem Karamete (Türkei). – Die Platzierzungen der Deutschen: 22. Anne Sauer (Werbach), 34. Leonie Ebert (Werbach) (1. Runde), 64. Leandra Behr (Tauberbischofsheim), 102. Zsofia Posgay (Stuttgart).

Herren-Florett Einzel

Endstand: 1. Gerek Meinhardt (USA), 2. Takahiro Shikine (Japan), 3. Race Imboden (USA) und Alexandre Ediri (Frankreich), 5. Chun Yin Ryan Choi (Hongkong), Alexandre Sido (Frankreich), Michael Siess (Polen), 8. Guilherme Toldo (Brasilien).

Die nach langer Verletzungspause wieder genesene Anne Sauer (Future Fencing Werbach) beendete den ersten internationalen Wettkampf nach über einem Jahr Pause am Ende als beste Deutsche mit Platz 22. „Mit dem Turnierverlauf kann Anne Sauer sehr zufrieden sein, da sie sich souverän für den zweiten Wettkampftag qualifizierte und auch im ersten Gefecht nichts anbrennen ließ. Schade, dass es gegen die Japanerin dann nicht mehr gereicht hat“, kommentierte Sportdirektor Sven Ressel.

Die bereits für Olympia qualifizierte Leonie Ebert (FF Werbach) war aufgrund ihrer vorderen Weltranglistenplatzierung vom ersten Wettkampftag befreit. Ihr erstes Gefecht im Hauptfeld musste sie allerdings überraschend gegen die deutlich schlechter gesetzte Italienerin Martina Sinigalia mit 9:15 abgeben. „Irgendwie kam Leonie Ebert nicht so richtig ins Gefecht. Man merkte ihr deutlich an, dass das letzte internationale Turnier schon lange her ist. Auch andere topgesetzte und vom Vortag befreite Fechterinnen und Fechter hatten ihre Schwierigkeiten nach der langen Pause. Athletinnen und Athleten, die sich über den ersten Tag für das Hauptfeld qualifizieren mussten, gewannen da schon mehr Fechtpraxis im Verlauf dieses Wettkampfes“, kommentierte der Sportdirektor ihr frühes Ausscheiden und den aktuellen Wiedereinstieg in internationale Wettkämpfe. „Für Olympia bleibt sie trotzdem qualifiziert, muss jedoch einige Weltranglistenplätze einbüßen.“

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Leandra Behr (FC Tauberbischofsheim) konnte nach einem beherzten ersten Wettkampftag in ihrem Gefecht der besten 64 gegen die russische Weltranglistenerste Inna Deriglazova nur zu Beginn des Gefechts mithalten und verlor am Ende deutlich mit 6:15. Das bedeutete Platz 64 für sie im Endklassement.

Zsofia Posgay (PSV Stuttgart) konnte sich nicht für das Hauptfeld qualifizieren, da sie im entscheidenden Gefecht gegen Leandra Behr das deutsche-deutsche Duell verlor. sr

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