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Ein besonderes Tagebuch

„Meine Familie, Corona und ich“

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Aus den 58 Kolumnen von Fabian Greulich ist ein Buch mit dem Titel „Meine Familie, Corona und ich“ geworden. © FN

„Die ersten Tage der Corona-Quarantäne sind vorbei. Liebe Eltern, sind Sie schon gestresst? Ich hoffe nicht, denn es liegen noch mindestens fünf Wochen ohne Schule und Kindergarten, ohne Vereinssport und Musikunterricht, ohne Treffen mit Freunden und Verwandten vor uns. Kino, Freizeitpark, Schwimmbad und Co. sind gestrichen. Auweia.“ So begann Fabian Greulich, Redaktionsleiter der FN, seine erste Corona-Kolumne in den FN am 20. März.

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Zu diesem Zeitpunkt glaubte der Redaktionsleiter noch an ein rasches Ende des Ausnahmezustands. „Vielleicht zehn, vielleicht 20, höchstens 25 Teile - dann würde die Normalität zurückkehren“, dachte er. Hoffte er. Am Ende, am 30. Mai, waren es 58. Die Pandemie ist unberechenbar, selbst wenn man „nur“ lesenswerte, kleine Geschichten über sie schreiben möchte.

Und Corona machte den Hardheimer quasi über Nacht zum Autor. Die 58 Kolumnen, allesamt mitten aus dem Leben im Lockdown gegriffen, gibt es jetzt nämlich in Buchform. Verfasst hat er sie immer zu Hause - abends auf dem Sofa, wenn die Kinder schliefen. „Man kann eigentlich von einem 24-Stunden-Projekt sprechen, die Kolumne war immer präsent. Ich habe permanent nach Themen gesucht und überlegt, wie ich sie zu Papier bringe. Im Idealfall hatte ich beim Schreiben einer Kolumne schon die nächste im Kopf. Manchmal war ich in einer halben Stunde fertig, manchmal dauerte es aber auch drei Stunden. Es fiel mir jedoch nie richtig schwer, wieder ein Thema zu finden. Meine Familie hat mir da sehr geholfen“, fasst er den Arbeitsprozess zusammen.

Als schärfste Kritikerin beim Verfassen der Kolumnen stellte sich seine Frau raus. „Sie hat jede Kolumne zum Lesen bekommen - das war ich ihr auch schuldig (lacht), denn wir haben ja auch viel Persönliches preisgegeben. Wenn ich fertig war, habe ich ihr also den Laptop auf den Schoß gesetzt und gesagt: Das wäre mein nächstes Werk. In 90 Prozent der Fälle hat sie mir die Freigabe ohne Änderungswünsche erteilt“, berichtet Greulich. Und auch seine Kinder hatten ein Mitspracherecht: „Justus und Aino waren sogar sehr ,streng’. Sie wollten immer wissen, worüber ich schreibe. Wenn es um sie persönlich ging, hatten sie klare Vorstellungen von dem, was ich schreiben darf und was nicht. Wenn sie den Eindruck hatten, dass ihre Privatsphäre verletzt wird, ließen sie mich das wissen. ,Papa, das schreibst du jetzt aber nicht’, hieß es dann. Wir haben uns wirklich permanent über das Thema Corona unterhalten. Die Kinder haben das mitgelebt und auch schon ein bisschen ,in Kolumnen gedacht’.“

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Auch wenn es nicht immer leicht war, die Kolumnen zu schreiben, ist Greulich froh, diese Erfahrung gemacht zu haben: „Ich war und bin schon ein bisschen stolz darauf, dass ich so lange durchgehalten habe. Als sich abzeichnete, dass der Lockdown noch drei weitere Wochen andauert, habe ich geschluckt - erstens weil ich selbst in dieser Situation war und zweitens den Druck hatte, täglich darüber zu schreiben. Aber es klappte sehr gut und hat immer Spaß gemacht – natürlich auch durch die positiven Rückmeldungen. Es war eine tolle Erfahrung, es war jedoch auch sehr anstrengend. Man war ja trotzdem noch Redaktionsleiter bei den FN und Familienvater.“ red

Das Buch „Meine Familie, Corona und ich“ von Fabian Greulich erschien im Verlag Fränkische Nachrichten und ist für 12,90 Euro in den FN-Kundenforen und im örtlichen Buchhandel (ISBN 9783000670589) und online unter fnweb.de/aboshop erhältlich.

Als Besitzer der FN-Card PREMIUM profitieren Sie von einem Preisvorteil von 2 Euro je Exemplar.

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