Schwetzingen

Fußball-Verbandsliga Schwetzinger unterliegen Gartenstadt vor eigener Kulisse mit 1:5

VfB-Offensive für SV 98 zu gewaltig

Archivartikel

Fußball-Verbandsligist VfB Gartenstadt stellte beim 5:1-(3:1)-Sieg beim SV 98 Schwetzingen eindeutig unter Beweis, bei der Vergabe der Meisterschaft ein gehöriges Wörtchen mitreden zu wollen.

Das Heimspiel des SV 98 stand unter keinem guten Sten, denn mit Alexander Dirks – der sich im zurückliegenden Spiel gegen Weinheim am Oberschenkel verletzte – fehlte der Denker und Lenker im Schwetzinger Mittelfeld. Dennoch begann der Gastgeber gefällig und hatte auch durch Nelson Nsowah die erste nennenswerte Chance zu verzeichnen (8.).

Nach einer Eckballhereingabe war die Schwetzinger Abwehr nicht im Bilde, Patrick Fetzer konnte ungehindert auf Christian Kuhn verlängern, der dann keine Mühe hatte, aus kurzer Entfernung die Führung für die Gäste zu erzielen (15.). „Da haben wir gepennt, das darf einfach nicht passieren“, ereiferte sich SV-98-Coach Gernot Jüllich. Zwei Minuten später überlistete Maximilian Albrecht mit einer Bogenlampe den zu weit vor dem Tor stehenden Schwetzinger Keeper Steven Ullrich und erzielte das 0:2.

Der schönste Angriff des Spiels entstand durch eine Co-Produktion der beiden Ex-Schwetzinger: Fabian Feigenbutz startete von rechts einen Sololauf, flankte in den Strafraum, wo Fetzer sträflich ungedeckt am linken Pfosten lauerte und nur noch den Fuß hinhalten musste, um das Spielgerät über die Linie zu drücken (28). „Da ist der Ball solange unterwegs und wir bringen es nicht fertig, die Kugel aus der Gefahrenzone zu bringen oder den Torschützen entscheidend beim Schuss zu hindern“, richtete sich die Schellte von Jüllich erneut an seinen Innenverteidiger Scalia, der mit der Bewachung des ausgebufften Gartenstädter Angreifers Fetzer sichtlich überfordert war.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer keimte beim Gastgeber auf, als Thomas Can vor dem Seitenwechsel mit einem sehenswerten Freistoßtor auf 1:3 verkürzte (38.). Der SV 98 besaß kurz nach dem Seitenwechsel die Chance, nachzulegen, als Nsowah in den Gartenstädter Strafraum flankte und Christoph Jüllich nur um eine Schuhspitze die stramme Hereingabe verpasste (50.).

Adamek im Angriffsmodus

Patrick Berecko und Malek Örum, die eine engagierte Leistung boten und von hinten versuchten, das Spiel der Schwetzinger anzukurbeln, fanden im Mittelfeld nicht die nötigen Abnehmer, um den Ball weiter in den gegnerischen Strafraum zu bringen. Immer wieder spielten gut gemeinte Angriffszüge des SV 98 durch eklatante Abspielfehler dem Gegner in die Karten. Gartenstadt nutzte die Aussetzer der Platzherren im Stil einer Klassenmannschaft schonungslos aus.

Während der Gäste-Coach Dirk Jörns von der Bank weitere Qualität ins Spiel bringen konnte, musste Jüllich sich mit „Greenhorns“ aus den eigenen Reihen begnügen. Der eingewechselte Andreas Adamek schaltete sofort in den Angriffsmodus und versetzte dem Gastgeber mit einem Doppelschlag (84.+89.) den endgültigen Garaus.

„Wenn man sich so viele individuelle Fehler erlaubt wie wir, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man am Ende gegen so eine ambitionierte Mannschaft wie Gartenstadt so abgestraft wird“, zeigte sich Jüllich nach dem Spiel sichtlich niedergeschlagen.

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