Schwetzingen

Hirschacker Die Anwohner Mira und Lukas Kremer setzen sich für weitere Leihradstation ein / Weitere Standorte folgen nächstes Jahr

Station Nummer zwölf ist da

Schwetzingen wird immer mobiler: Dafür sorgen auch Mira und Lukas Kremer aus dem Hirschacker. Sie haben mit angeschoben, dass eine weitere VRN-Nextbike-Station in der Stadt installiert wird – und zwar am Marktplatz im nördlichsten Stadtteil. Es ist nunmehr der zwölfte Anlaufpunkt, um die hellblauen Fahrräder zu leihen.

„Wir arbeiten beide in der Ehrhart-Schott-Schule, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten. Wenn wir zusammen Feierabend haben, fahren wir gemeinsam mit dem Auto nach Hause. Morgens ist es jedoch flexibler, wenn einer von uns mit einem Nextbike fährt und das dann entsprechend in der Nähe wieder abstellen kann“, erklärt Mira Kremer, die mit zwei ihrer drei Kinder gestern zur offiziellen Präsentation der Hirschacker-Radleihstation kam. Sie schrieb mit ihrem Mann eine E-Mail an die Stadt und bat darum, auch im Hirschacker Leihräder zu installieren. Eine Idee, die bei einer Ortsbegehung vor einigen Wochen begrüßt wurde, wie Günter Tellermann von der Siedlergemeinschaft erwähnte (wir berichteten). Auch er freute sich, dass nun sechs Fahrräder an zentraler Stelle im Hirschacker bereitstehen.

Und die Nachfrage ist absolut vorhanden. Das zeigen nicht nur die immer wieder leeren Ständer etwa am Dreibrückentor und am Friedhof, sondern belegen auch Zahlen: „Im August konnten wir in Schwetzingen 215 Ausleihen verbuchen, das sind im Durchschnitt sieben pro Tag. Damit liegen wir im Vergleich zu den anderen Kommunen, die mit uns begonnen haben, auf Platz zwei“, sagte Patrick Cisowski, der Klimaschutzbeauftragter der Stadt.

Engagement der Bürger gelobt

Auch Onur Semerci, Projektleiter der Firma Nextbike, freute sich darüber, dass das Leihradsystem so gut angenommen wird: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Start“. Er begrüßte auch das Engagement der Bürger. „Falls ein Fahrrad nicht dort steht, wo es stehen sollte, bekommen wir eine Nachricht von Bürgern. Im Falle einer Beschädigung wird das Rad in unserer Werkstatt gecheckt und sofort nach wiederhergestellter Verkehrstüchtigkeit zurück in die Station gestellt“, erzählte er und erklärte, wie dafür gesorgt wird, dass immer genügend Räder zur Verfügung stehen: „Unser Serviceteam weiß, wo Fahrräder stehen beziehungsweise fehlen und versucht, die Verteilung schnellstmöglich zu organisieren. Unser Ziel ist es, die Stationen einmal am Tag aufzufüllen.“

Übrigens: Die Leihstation im Hirschacker wird noch lange nicht die letzte in Schwetzingen sein. 2019 folgen weitere Standorte in der Stadt, stellte Patrick Cisowski in Aussicht.

Info: Wie das Mieten des Leihrades funktioniert, zeigt ein Video: www.schwetzinger-zeitung.de

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