Reilingen

„Dodemit isch ma dehohm“

Archivartikel

S’ woh widda sou aig schäh, wie imma wenn de Charly singt.“ Ja ich bekenne mich, ich bin ein großer Fan von Charly Weibel und ich kann alles verstehen, was er singt, was mich sehr stolz macht. Oft rückt unser „Reilinger Dialekt“ im Alltag in den Hintergrund, weil man ja auch möchte, dass einen die „Reigeblaggde“ verstehen und der Beruf ab und an einfach ein Hochdeutsch erfordert. Deshalb ist es doppelt schön, dass „unsa schähni Sproch“ in Charly‘s Liedern die Hauptrolle spielt. Einige Wörter sind schon unbewusst in Vergessenheit geraten und erinnern, wieder gehört, an längst vergangene Zeiten. Vielleicht ist es auch gerade der Dialekt, der seinen Texten, aus dem ganz normalen Leben, so eine Vertrautheit verleiht. Und wie es seine neue CD zeigt, verliert auch der Ernst in der Mundart überhaupt nichts. Als mein persönlicher Favorit auf der neuen CD habe ich „Irgendwu bisch du“ und „Reilinge“ erkoren und sehr ergriffen machte mich das Lied „Imma weida“. Die neue CD ist bereits in meinem Besitz und ich kann die meisten Texte, ob alt oder neu, mitsingen. Klar: Ich freue mich auch, wenn ich „unsa Sproch schwetze derf, denn dann wohs ma, dass ma dehohm isch“. Somit möchte ich Charly‘s neues Projekt als gelungen bezeichnen und freue mich auf den nächsten Aufritt, aber so lange muss die CD herhalten.

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