Leserbrief

Weihnachtsgedanken Wenn Meinungsfreiheit nur für Meinungen gilt, die einem selbst zusagen

In Jesus kam Gott zu uns

Vor gut 2000 Jahren geschah es, als in dem kleinen jüdischen Dorf Bethlehem nahe Jerusalem ein scheinbar unscheinbares Kind geboren wurde. Und doch war es das Größte, das die Welt je gesehen hatte: Gott wurde Mensch, er kam in menschlicher Gestalt als Sohn Gottes auf diese gefallene und sündige Welt. Schon die Geburt war einzigartig: Von einer Jungfrau geboren, durch Gottes Geist gezeugt. So hatten es Propheten Gottes vor Hunderten von Jahren vorausgesagt.

Engel als Boten Gottes entwirrten den Wirrwarr und waren gefordert: „Sei gepriesen, Maria, du wirst die Mutter des Sohnes Gottes werden. Gottes Geist wird über dich kommen.“ Zu Joseph: „Verlasse Maria nicht, nimm sie zu dir, denn das Kind, das sie erwartet, ist Gottes Sohn, durch seinen Geist gezeugt.“ Zu den Weisen (wegen der Absicht des Königs, dieses Kind zu ermorden): „Geht auf einem anderen Weg zurück“. Zu Joseph: „Nimm Maria und das Kind, fliehe nach Ägypten, denn Herodes will das Kind töten“.

Kaum auf der Welt, hatte Jesus bereits Feinde. Doch dieses Kind hatte eine besondere Aufgabe: Es kam auf die Welt, um als Erwachsener die Tür zum Himmel wieder zu öffnen, die durch den Sündenfall für immer zugegangen war. Er, Gottes Sohn – als einziger sündloser Mensch – konnte allein die Strafe der Sünde auf sich nehmen. „Ohne Blutvergießen gibt es keine Erlösung“, sagt Gottes Wort. Deswegen mussten seit Beginn der Menschheit nach der Trennung von ihrem Schöpfer Tieropfer dargebracht werden von reinen, makellosen Jungtieren, um die Schuld zu sühnen. Diese Opfer wurden dann später vom jüdischen Volk weitergeführt, die die Gesetze von Gott empfangen hatten. Sie waren auch ein Hinweis auf den sündlosen Gottessohn, der sich selbst als Opferlamm am Kreuz dahingab. So steht hinter der Krippe das Kreuz. Und die Bibel sagt: „Wer an Jesus glaubt und seine Vergebung annimmt, hat das ewige Leben!“ (Joh.3,36). Der Zugang zum Himmel wird durch ihn wieder geöffnet.

Das ist die gute Botschaft an Weihnachten: „Heut’ schließ’ er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis“ und „Welt ging verloren, Christ ist geboren! Freue dich o Christenheit!“ Es geht um Leben oder Tod – ewige Rettung oder Verlorenheit. Das ist der Kern des christlichen Glaubens, der heute mehr und mehr verwässert wird.

Diese frohe Nachricht wurde zuerst von jüdischen Männern, den Jüngern Jesu, in der damaligen Welt verbreitet. In den folgenden 2000 Jahren entwickelte sie sich zur größten Weltreligion. Zirka ein Drittel der Weltbevölkerung sind Christen. Doch in wie vielen Ländern werden heute Millionen von Christen verfolgt, eingesperrt und grausam hingemordet? Satan will nicht, dass die „Sache Jesu Christi“ siegt. Aber – er kann es nicht hindern. Die Bibel sagt klar, dass Jesus Christus siegen wird.

Doch wie viel Blutvergießen brachte die „Christenheit“ mit sich, wo sie sich von der Bibel und seinem Wort löste, nach Eigennutz und Ehre suchte und so das Evangelium verhöhnte. Und heute geht das „Blutvergießen“ weiter, weil sich sogenannte Christen nicht mehr nach Gottes Willen richten wollen: Tiqua, eine Organisation, die ungeborenen und ungewollten Kindern zum Leben verhelfen will, schreibt folgendes: „Der Zweite Weltkrieg gilt als der schrecklichste Krieg der zivilisierten Menschheit: Weltweit hat er 56 Millionen Menschen das Leben gekostet. Und genau diese Zahl, nämlich 56 Millionen ungeborene Kinder, werden in nur einem Jahr weltweit abgetrieben.“ Und dies, weil sich der Mensch an die Stelle Gottes setzt und sich über sein Wort erhebt, selbst Gott spielt und entscheidet, wer leben darf und wer nicht. Nur Gott kann Leben geben!

Kein Zufall und kein Wissenschaftler konnte bisher nur eine winzige lebende Zelle erschaffen. Und nur er, der das Leben gab, darf es nehmen. Das bezeugt die Bibel, die der alleinige Maßstab für uns Christen ist. Wenn die Pro-Leben-Leute auf die Straße gehen, braucht man großen Polizeischutz, damit es durch die Gegendemos der Abtreibungslobby nicht eskaliert. Als 2014 in Salzburg eine Demo „für das Leben“ war, kam das andere Lager und skandierte: „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!“ Dem folgten damals einige Festnahmen. Sehen wir, in welch einen Abgrund wir rutschen?

Jesus Christus hätte – nach ihrem Slogan – gar nicht auf die Welt kommen dürfen, durch den das „Christentum“ entstand und das die Wahrheit der Bibel auf den Tisch legt. Der heutige Mensch will selbst nach eigener Vorstellung agieren. Und wehe, jemand kommt ihm in die Quere! Meinungsfreiheit wird großgeschrieben, aber nur für die Meinung, die man hören will! In diesem Fall: Der Mensch ist von der Zeugung an wirklich Mensch im Mutterleib. Und der „große Mensch“ maßt sich an, einfach dieses von Gott gewollte Leben zu töten.

Damals schon hatte man keinen Raum für den Sohn Gottes. Und heute? Doch dafür kam Jesus auf die Welt, um den Weg zur Umkehr zu zeigen. Er kam, um zu retten. Wohl dem, der auf seine Stimme hört: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Joh.3,16

Dora Weimer, Hockenheim

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