Leserbrief

Schwetzinger Wiesen Flächen der Allgemeinheit zurückgeben

Den Landwirten ihre Äcker lassen

Meiner Meinung nach sollten die Bauern auf den Schwetzinger Wiesen auf ihrem eigenen Grund und Boden anbauen dürfen, was sie wollen – die werden auch so schon genug Vorschriften haben, an die sie sich halten müssen.

Was anderes ist es, wenn die Flächen der Stadt oder dem Land gehören – und somit quasi der Allgemeinheit. Diese Grundstücke sollten dann so verwendet werden, dass die Bürgerschaft den größtmöglichen Nutzen daraus zieht. Und diesen Nutzen sehe ich nicht in einer Agrarsteppe ohne Hecken und Bäume, und sicher nicht im Maisanbau in einem Landschaftsschutzgebiet.

In unserer dicht besiedelten Region brauchen die Menschen Erholungsräume. Man muss doch auch mal rausgehen können in die Natur, ohne dass einem entweder Autoabgase oder Gülle um die Nase wehen. Und dafür sollte man nicht in den Schwarzwald in Urlaub fahren müssen. Nein, solche Oasen muss es auch in unserer direkten Umgebung geben.

Und an den Klimawandel muss man auch denken. Wenn die Rhein-Hochwasser immer unberechenbarer werden, wird jede unbebaute Überschwemmungsfläche ge-braucht, um Katastrophen im weiteren Verlauf abzumildern oder gar zu verhindern. Auch das ist eine Aufgabe der öffentlichen Hand, dafür müssen das Land und die Kommunen Sorge tragen.

Die Schwetzinger Wiesen werden dringend gebraucht! – Aber nicht als landwirtschaftliche Intensivflächen, sondern als naturnaher Retentionsraum und Naherholungsgebiet.

Silke Stiefel, Schwetzingen

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