Kommentar

Früher war’s schneller . . .

Archivartikel

Jürgen Gruler wundert sich über analoge Wahlen in der digitalen Welt

Da könnte man denken, dass Wahlergebnisse in der heutigen digitalen Welt ruckzuck da sind, zumindest aber am Abend des Wahltages vorliegen. Früher war das so bei der Gemeinderatswahl. Aber dieses Jahr haben alle Gemeinderäte in unserem Verbreitungsgebiet beschlossen, die Ergebnisse erst montags auszuzählen und nach der Auszählung der Europawahl am Sonntag so gegen 20 Uhr Schluss zu machen.

Man kann es ja verstehen, wird es doch immer schwerer, Freiwillige als Wahlhelfer zu gewinnen oder Bürger für die Wahlbezirke zum Dienst zu verpflichten. Da bleibt dann halt die meiste Arbeit an den Rathausmitarbeitern hängen – und die sind montags ja eh da. Vielleicht sollte man ja wirklich über die Digitalisierung der Wahl nachdenken, abstimmen per Handy und Knopfdruck.

Das hätte auch dem Brühler Angelo Spadini geholfen. Denn die Italiener konnten die Europawahl nicht mal per Brief erledigen, sie mussten in den Mannheimer Rosengarten gehen, um abzustimmen. Als Angelo das klar wurde, hatte er die Formel -1-Karten für Monaco längst gekauft.

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