Hockenheim

VHS Vortrag über Lorscher Arzneibuch

Das Wissen der Mönche

Im Jahr 2019 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung Hockenheims im „Lorscher Codex“ zum 1250. Mal. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis veranstaltet die Volkshochschule (VHS) in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatgeschichte am Dienstag, 25. September, um 19 Uhr im kleinen Saal der Stadthalle einen Vortrag.

Das Thema des Abends lautet „Aus der Kinderstube mittelalterlicher Medizin: Das Lorscher Arzneibuch“, heißt es in einer Pressemitteilung der Volkshochschule. Referent ist Dr. Hermann Schefers, Leiter des Klosters Lorsch.

Heidnische Geheimnisse

Um 795 wurde es aufgeschrieben – das Lorscher Arzneibuch, das älteste seiner Gattung im lateinischen Abendland aus nachantiker Zeit. Es gehört zu den wichtigsten Repräsentanten der sogenannten „Mönchsmedizin“, auf deren Grundlagen in dem Vortrag ebenso einzugehen sein wird, wie auch auf die spannende Frage, wie man sich die Aneignung heidnischen Wissens in einer christlich geprägten Gesellschaft vorzustellen hat.

Das Vorwort des Arzneibuches enthält dazu eine umfangreiche Stellungnahme eines der Medizin kundigen Geistlichen und bibelfesten Theologen. Für die Geschichte der Medizin ist das Lorscher Arzneibuch als eine der wichtigsten Quellen anzusehen. Das Manuskript aus dem Lorscher Skriptorium, das heute in Bamberg verwahrt wird, gehört zum Weltdokumentenerbe der Unesco. Interessierte sind eingeladen, der Eintritt ist frei. zg

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