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Wegen Corona - Aus Sicht des Verwaltungsstabs Katastrophenschutz jede andere Entscheidung „fahrlässig“

Würzburg sagt Weihnachtsmarkt ab

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pm
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Die Marienkapelle und der Weihnachtsmarkt von Würzburg: Auf Bilder wie dieses muss Würzburg in diesem Jahr verzichten. Aufgrund der sprunghaft steigenden Corona-Inzidenz hat sich der Verwaltungsstab der Führungsgruppe Katastrophenschutz entschieden, den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr abzusagen. © Karl-Josef Hildenbrand /dpa

Würzburg. Die Stadt Würzburg sagt ihren Weihnachtsmarkt wegen sprunghaft steigender Corona-Inzidenzen ab.

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Es wird in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in Würzburg geben. Nach intensiven Beratungen hält es der Verwaltungsstab der Führungsgruppe Katastrophenschutz für dringend erforderlich, dass der Weihnachtsmarkt abgesagt wird. Darüber wurde der Stadtrat am Donnerstagabend in seiner Sitzung informiert. „Die wirklich dramatische Lage in den Kliniken des Leitstellenbereichs Würzburg einerseits und die hohen, wachsenden Infektionszahlen andererseits führen dazu, dass täglich um Leben und Tod gekämpft werden muss. Die leider einzig richtige Folge ist, dass Menschenansammlungen so weit wie möglich in den kommenden Wochen verhindert werden“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Mehrere Modelle durchgespielt

Der Verwaltungsstab der Stadt Würzburg, das koordinierende Gremium in Sachen Katastrophenschutz der Stadt Würzburg, hatte sich intensiv mit der Frage befasst, ob der Würzburger Weihnachtsmarkt im Jahr 2021 durchgeführt werden kann.

Dabei wurden mehrere Modelle beraten, die auch von weniger Verkaufsbuden, mehr Abständen ausgingen bzw. einen alkoholfreien Warenmarkt oder einen Markt mit abgesperrter „2G-Insel“ für gastronomische Angebote umfasste. Den Beratungen mit dem Gesundheitsamt, dem Ordnungsamt, dem Amt für Zivil- und Brandschutz, der Polizei und anderen Akteuren ging ein fachlicher Austausch und eine Lageeinschätzung mit der medizinischen Leitung des Führungsstabs voraus.

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Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt, sei aus Sicht des Verwaltungsstabs Katastrophenschutz jede andere Entscheidung fahrlässig und daher hat das Gremium dringend gefordert, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Es sei eine „schlechte Nachricht, aber dringend gebotene Entscheidung“, sagt Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und lange das Für und Wider abgewogen. Wir kennen die großen Sorgen und Nöte der Marktbeschicker, die bereits zum zweiten Mal ihre Waren nicht auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen können und fühlen uns ihnen natürlich verpflichtet“, erklärt Kleiner.

Dem Kreisverband Würzburg des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und der Schausteller wird als „kleines Trostpflaster“ daher wieder angeboten, dass sechs Verbandsplätze im wöchentlichen Wechsel mit Marktkaufleuten besetzt werden können: Die Verkaufsplätze befinden sich am Dominikanerplatz, am Eingang der Eichhornstraße, am „QR-Code“ Ecke Eichhornstraße/Spiegelstraße, am Oberen Marktplatz und zwei Standplätze am Unteren Markt. pm

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