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Pastorales Projekt - Realschüler beschäftigten sich mit „Theologie trifft Tat und Kunst“ / Ausstellung bis 13. September in der Kitzinger Kirche zu sehen

Werke der Barmherzigkeit erforscht

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pow
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Wie man Barmherzigkeit in die Tat umsetzen kann, erforschten Realschüler aus Kitzingen beim Projekt „Theorie trifft Tat und Kunst“. © POW

Kitzingen. Fahrräder für Flüchtlinge, Kleiderspenden für den Kleidermarkt der Caritas oder Grußkarten für ein Seniorenheim: Die sieben biblischen Werke der Barmherzigkeit haben Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe der staatlichen Realschule Kitzingen in neun konkrete Taten umgesetzt und im Kunstunterricht künstlerisch dargestellt. Die Erklärungen und Botschaften der Jugendlichen zu den sieben Werken der Barmherzigkeit sowie Impressionen des Projekts sind auf Bannern zusammengefasst. Die Kunstwerke und Banner sind in einer Ausstellung in der Pfarrkirche Sankt Vinzenz in Kitzingen bis zum 13. September zu sehen.

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Bei dem Projekt „Theologie trifft Tat und Kunst“ waren das Pastoralteam und das Ehrenamt der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hedwig im Kitzinger Land, Kitzingen“, der Caritasverband Landkreis Kitzingen und das Diakonische Werk Kitzingen als Kooperationspartner beteiligt. Das Projekt initiierten Anna-Maria Kornberger, Religionslehrerin an der Realschule Kitzingen, und Sabine Staab, pastorale Mitarbeiterin in der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Hedwig im Kitzinger Land, Kitzingen“. Seit März setzten sie sich gemeinsam mit den 25 Schülerinnen und Schülern mit dem Thema Gottes- und Nächstenliebe auseinander.

Der Ursprung für das Projekt liegt in den Worten von Papst Franziskus: „Gerade in Zeiten der Coronapandemie braucht es Werke der Barmherzigkeit.“ In einem theoretischen Teil lernten die Jugendlichen im Religionsunterricht Stellen der Heiligen Schrift, Auszüge der Enzyklika „Deus caritas est“, die sieben Werke der Barmherzigkeit und den heiligen Vinzenz von Paul kennen. Im praktischen Teil des Projekts nahmen die Jugendlichen Kontakt zu den Kooperationspartnern auf und entwickelten ein tieferes Verständnis für die einzelnen Werke der Barmherzigkeit sowie konkrete Taten zur Umsetzung.

Für das Werk „Nackte bekleiden“ sammelten die Jugendlichen zum Beispiel Kleidungsstücke für den Kleidermarkt der Caritas und nahmen für sich selbst mit: „Man sollte immer schauen, wie es anderen geht. Das kann jeder Mensch machen. Aber manchmal will die Person auch keine Hilfe.“

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Im Kunstunterricht zeichneten die Schülerinnen und Schüler die sieben Werke der Barmherzigkeit. „Im Zentrum der Kunstwerke steht die konkrete Tat“, erklärt Lehrerin Carola Sleeper. Latisha Back, Schülerin der zehnten Jahrgangsstufe, zeichnete das Logo für das pastorale Projekt.

„Die Zeichnungen haben am meisten Spaß gemacht“, findet Luis. Die größte Herausforderung seien die Gespräche mit den Kooperationspartnern über Videotelefonie gewesen, denn das habe er davor noch nie gemacht. Generell habe die Corona-Situation vieles erschwert, denn für Begegnungen mussten Alternativen gesucht werden, erklärt Staab. Für Kornberger war es besonders schön zu sehen, wie die Kinder mutig und mit dem ganzen Herzen dabei waren: „Es hat etwas in den Schülern bewegt!“

Anliegen der Initiatorinnen sei es, dass das Projekt kein Abschluss ist, sondern dass sowohl die Jugendlichen als auch alle Projektbeteiligten und Besucher über ihren eigenen Platz nachdenken und Barmherzigkeit auf ihre eigene und ganz persönliche Weise ausüben.

Die Ausstellung wurde in der Pfarrkirche Sankt Vinzenz in Kitzingen eröffnet. Den Auftaktgottesdienst feierte Pfarrvikar Jürgen Thaumüller, der auch beim Projekt mitwirkte. Im Rahmen des Werkes „Für Lebende und Verstorbene beten“ hatten die Schülerinnen und Schüler Gebetsanliegen gesammelt. Diese trugen sie exemplarisch als Fürbitten im Gottesdienst vor. Die musikalische Gestaltung übernahm Kornberger selbst an der Querflöte. Regionalkantor Christian Stegmann begleitete am Klavier.

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Bei den anschließenden Reden auf dem Sankt-Vinzenz-Platz wurde besonders das Engagement der Schülerinnen und Schüler und die gute Zusammenarbeit aller Parteien hervorgehoben. „Gerade in Zeiten der Pandemie und der Hochwasserkatastrophe ist es wichtig, in Barmherzigkeit einzusteigen“, betonte Kitzingens Bürgermeisterin Astrid Glos. pow

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