Corona - Neue Standorte in Würzburg und Waldbrunn Weiterhin Schnellteststellen

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Würzburg. Landrat Thomas Eberth und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt haben entschieden, die Antigen-Schnellteststellen in Stadt und Landkreis Würzburg trotz noch offener Finanzierungsfragen weiter zu betreiben: „Unsere vor Weihnachten eingerichteten Schnellteststellen haben sich bewährt, sie sind wichtige Bausteine unserer regionalen Teststrategie.“ Die beiden kommunalen Spitzen teilen die Auffassung des Gesundheitsamts, nach der die Schnellteststellen analog dem gemeinsamen PCR-Testzentrum an der Talavera als ergänzende Teile der bayerischen Teststrategie betrachtet werden sollten. Eberth und Schuchardt haben der bayerischen Staatsregierung das vielgliedrige Würzburger Testmodell vorgestellt und hoffen nun auf die Anerkennung der Kosten.

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„Gegenüber einem PCR-Test, wie er beispielsweise im Testzentrum auf der Würzburger Talavera angewendet wird, hat der Schnelltest den Vorteil, dass der Testwillige bereits nach 15 bis 20 Minuten Gewissheit über eine mögliche Corona-Infektion hat. Bei einem PCR-Test bekommt der Testwillige das Ergebnis in der Regel am Folgetag, auf jeden Fall aber innerhalb von 48 Stunden“, erläutert Dr. Johann Löw, Leiter des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Würzburg.

„Besonders für Arbeitgeber und -nehmer bieten Antigentests Vorteile“, erläutert Landrat Thomas Eberth: „Die symptomfreie Kontaktperson kann sich am vom Gesundheitsamt individuell festgelegten Quarantänetag morgens bei der Antigentest-Stelle testen lassen und mit einem negativen Testergebnis im Anschluss zur Arbeit gehen. Die Zeitersparnis der Quarantäne kann so gegenüber einer PCR-Testung bis zu zwei Tagen betragen.“

An den Schnelltestzentren werde ein wesentlicher Beitrag geleistet, um frühzeitig Infektionen zu erkennen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

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Mit großer Spannung haben viele Bürgerinnen und Bürger des Landkreises die Entscheidung über die Fortführung der Antigenteststellen erwartet. „Über unsere Hotline haben vor allem viele Senioren angerufen und besorgt nach wohnortnahen Testmöglichkeiten gefragt“, so Stefan Dietz, stellvertretender Kreisgeschäftsführer und Leiter der Telefonzentrale beim Roten Kreuz. Um täglich mehr als 1800 Anrufe von Impf- und Testwilligen entgegennehmen zu können, hat das BRK in seiner Würzburger Geschäftsstelle ein Callcenter mit 20 Anrufplätzen eingerichtet.

Landrat Thomas Eberth und sein Team vom Testmanagement am Gesundheitsamt haben die Bedarfslage im Landkreis analysiert und entschieden, dass im westlichen Landkreis eine Teststelle in Betrieb genommen werden sollte. Waldbrunns Bürgermeister Markus Haberstumpf stellt die Schulturnhalle zweimal wöchentlich zur Durchführung von Schnelltests zur Verfügung.

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In Würzburg soll die in der Franz-Oberthür Schule in Betrieb genommene Antigen-Schnellteststelle in die Kürnachtalhalle in Lengfeld verlegt werden. Stadt und Landkreis rechnen bei der Durchführung der Schnelltests wieder mit der Hilfe der Hilfsorganisationen, auch Bundeswehrsoldaten sind eingeplant.