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Polizei zieht Bilanz - Historischer Tiefstand von 2020 nochmals unterschritten

Unterfranken: Immer weniger Einbrüche

Von 
pol
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© Carsten Rehder

Würzburg. Die unterfränkische Polizei hat bei ihren Schwerpunktkontrollen im November rund 550 Personen und mehr als 400 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei hat sie einen Wohnungseinbrecher festgenommen. Die Kontrollen fand als länderübergreifenden Kooperation gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei und der Hessischen Polizei statt. Die Hauptzielrichtung waren Einbrecherbanden, Kfz-Diebstähle und Betäubungsmittel.

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In Unterfranken setzte die Polizei rund 330 Polizistinnen und Polizisten ein. Unter anderem stellten die Beamten Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder Alkohol sowie zur Fahndung ausgeschriebene Personen fest. In Mespelbrunn, Ortsteil Hessenthal, konnte die Polizei einen Einbrecher festnehmen, der zuvor in ein Wohnanwesen eingebrochen war. Bei der Durchsuchung seines Zimmers fand sich Diebesgut, das aus mindestens zwei weiteren Einbruchdiebstählen stammt.

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Mit 327 Fällen lag die Zahl der Wohnungseinbrüche in Unterfranken im Jahr 2020 nochmals unter dem historischen Tiefstand aus dem Jahr 2018. In 133 Fällen ist es dabei beim Versuch geblieben und die Täter gelangten nicht in den Wohnraum.

Eine weiter zu beobachtende Konstante bleibt, dass die Fallzahlen mit der Umstellung auf die Winterzeit Ende Oktober Jahr für Jahr deutlich ansteigen. Die früher einsetzende Dunkelheit bietet Einbrechern ein geringeres Entdeckungsrisiko.

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Darüber hinaus ist für Einbrecher im Dunkeln leichter erkennbar, ob die Häuser zuhause sind. Beim Wohnungseinbruch zeige sich sehr deutlich, wie die Schere zwischen dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bevölkerung und der tatsächlichen Sicherheitslage auseinandergeht: Rund jeder vierte Deutsche hat Angst vor einem Einbruch in seine eigenen vier Wände. Aus polizeilicher Sicht ein nachvollziehbares Gefühl, da die Tatsache des Eindringens eines Fremden in die eigene Wohnung für viele schlimmer ist, als der dabei entstehende materielle Schaden.

Ein Blick auf die Statistik der letzten Jahre zeigt einen kontinuierlichen Rückgang der Wohnungseinbrüche. So kam es zum Jahrtausendwechsel noch zu mehr als 700 Einbrüchen in Unterfranken, im Jahr 1995 zurück waren es sogar mehr als 1300 Einbrüche pro Jahr.

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Grund für den Rückgangs sind bessere Haus- und Wohnungssicherungen und die größere Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Doch auch die Maßnahmen der Polizei führen zu der deutlichen Reduzierung der Fallzahlen. Wer Fragen zum Thema Einbruchschutz hat kann sich an die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen wenden oder sich im Internet zum Thema Einbruchschutz informieren: www.k-einbruch.de; www.polizei-beratung.de.

Bei verdächtigen Beobachtungen oder Wahrnehmungen rät die Polizei, sofort den Notruf 110 zu wählen. Es sei besser, wenn ein Streifenwagen einmal zuviel eine verdächtige Wahrnehmung überprüfe als einmal zu wenig. Nur so können im Ernstfall notwendige Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Die Fahnder bitten, verdächtige Personen, wenn möglich, nicht anzusprechen, sondern am Notruf zu bleiben und das Verhalten des Tatverdächtigen genau zu beschreiben. So erhöhe sich die Chance, Täter noch auf frischer Tat festnehmen zu können. pol

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