Soko Berninger hofft auf neue Hinweise

Tötungsdelikt in Wörth: Ermittlungen gehen weiter

Von 
Fabian Greulich
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© Polizei Unterfranken

Wörth am Main. Die intensiven Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg zum Tötungsdelikt an Klaus Berninger in Wörth am Main (Landkreis Miltenberg) werden auch im neuen Jahr weitergeführt. Die Ermittler der Soko Berninger erhoffen sich nun mit der Veröffentlichung des im Mai aufgefundenen Messers neue Hinweise aus der Bevölkerung.

Wie bereits berichtet, haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Aschaffenburg bei ihren umfangreichen Ermittlungen über 100 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Im Rahmen der durchgeführten Vernehmungen wurden die Umstände, die zum Tod von Klaus Berninger geführt haben, weiter rekonstruiert. Im Dezember wurden zudem mehrere Spurenträger zur Untersuchung an die Rechtsmedizin in München versandt, wodurch die Ermittler sich weitere Hinweise auf den oder die Täter erhoffen.

Fragen an die Bevölkerung

Die intensive und akribische Tatortabsuche der Bayerischen Bereitschaftspolizei am 5. Mai 2022 führte zum Auffinden eines Messers im Bereich des Schneesbergs. Dieses wurde im letzten Jahr bereits umfassend in den Rechtsmedizinischen Instituten in München und Ulm untersucht. Mit der Veröffentlichung der Bilder des Messers erhofft sich die Kriminalpolizei nun neue Hinweise.

- Wer kann Angaben zur Herkunft des Messers machen?

- Wer kann Angaben zu einem möglichen Besitzer des Messers machen?

- Wer kann Angaben machen, ob aus dem Besitz einer Person ein solches Messer seit Dezember 1990 fehlt?

Von Klaus Berninger wurde kurz vor der Tat aus einem Katalog der Firma Schneider ein Springmesser bestellt, dessen Verbleib bis heute ungeklärt ist. Bei der Firma Schneider aus Hamburg (1990 befand sich der Firmensitz noch in Wesel) handelt es sich laut Polizei um einen Versandhandel-Anbieter für den gewerblichen Bedarf. Trotz intensiver Ermittlungen und einem Zeugenaufruf im Juli 2022 konnte bislang kein aktueller Verkaufskatalog aus den Jahren 1988 bis 1990 beschafft werden.

Daher lauten weitere Fragen der Polizei:

- Wer kann Angaben zu dem Springmesser aus dem Bestell-Katalog der Firma Schneider (damalige Anschrift Strandbaddamm in 2000 Wesel) machen (Bestellnummer: 167479 B; Preis: 5,68 Mark; Bestelldatum: 2.12.1989)?

- Wer ist im Besitz eines Schneider-Kataloges aus den Jahren 1988 bis 1990?

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise gehen an die Polizei unter Telefon 0800/1011611.

Redaktion FN-Chefredakteur

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