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Am 12. September öffnen Kirchen, Burgen und andere historische Gebäude ihre Türen wieder für Besucher

Tag des offenen Denkmals: Einblicke, wie es sie nur selten gibt

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Würzburg. Nach dem rein digitalen Tag des offenen Denkmals im vergangenen Corona-Jahr öffnen im Jahr 2021 Kirchen, Burgen und andere historische Gebäude im Landkreis Würzburg ihre Tore wieder für Besucher. Auf dem Programm stehen am Sonntag, 12. September, unter anderem Führungen durch die Burg Grumbach, in den „WeinKulturGaden“ in Thüngersheim oder das Miltenberger Haus in Sommerhausen. Besichtigungen des Wasserschlosses in Erlach werden weiterhin digital möglich gemacht.

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Besonders in diesem Jahr: Das modernisierte ehemalige Gasthaus zum Stern in Rieden lädt neben dem Angebot am Tag des offenen Denkmals schon am Samstag, 11. September, zu einem Tag der offenen Tür ein. Dort wird neben den Bauherren unter anderem auch die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer zur Eröffnung sprechen.

Das Erlacher Wasserschloss. © Landratsamt Würzburg

Das digitale Angebot, das im vergangenen Jahr aus der Not heraus geboren wurde, wird von einigen Ausstellenden als Ergänzung beibehalten. Videovorführungen, 3-D-Rundgänge oder Audio-Führungen weiten das Angebot aus und machen einige Erlebnisse auch barrierefrei zugänglich. Mit Ochsenfurt/Erlach, Unterpleichfeld, Sommerhausen, Hausen/Rieden, Rottendorf, Röttingen, Thüngersheim und Zell a. Main nehmen in diesem Jahr acht Landkreisgemeinden teil.

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Mit dem Motto „Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ rücken in diesem Jahr Mythen und Legenden sowie Handwerkskünste in den Fokus, die mit den menschlichen Sinneswahrnehmungen spielen. Zu sehen sind:

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Erlach (Ochsenfurt): Ehemaliges Wasserschloss/Schlosskapelle/Simultankirche; Interaktive Touren (nur digital). Die durch Ringgraben und Zugbrücke geschützte Anlage wird erstmals 1151 urkundlich erwähnt.

Nach der Zerstörung der Burg im Bauerkrieg 1525 wurde das Schloss 1545 als zweigeschossiges Gebäude mit einem achteckigen Grundriss wiedererrichtet. Zwei Besonderheiten kennzeichnen die Simultankirche in Erlach. Einmal ist sie nach der Innenrenovierung aus dem Jahre 1987 eine der wenigen Kirchen im Landkreis Würzburg mit einer neugotischen Ausmalung. Andererseits wird in ihr seit Jahrhunderten die Ökumene praktiziert. Schloss, Kapelle und Kirche können digital mit 360˚-Aufnahmen entdeckt werden. Links zum digitalen Rundgang: Wasserschloss: https://geschichte-erlach.de/team/wasserschloss; Schlosskapelle: https://geschichte-erlach.de/team/schlosskapelle; Simultankirche: https://geschichte-erlach.de/team/evangelische-kirche

Rieden (Hausen): Ehemaliges Gasthaus „Zum Stern“, Hauptstraße 45, 97262 Hausen bei Würzburg/OT Rieden. Die sanierte Hofanlage des ehemaligen Gasthofs ist ein zweigeschossiger, verputzter Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss von 1819. Der Tor- bzw. Saalbau, ein ebenfalls zweigeschossiger, verputzter Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss sowie Hoftor und separater Pforte von 1833 sowie Nebengebäude vervollständigen das Ensemble. Die Bauherren, die das Anwesen modernisiert und aus seinem Dornröschenschlaf geweckt haben, laden die Öffentlichkeit schon am Samstag zu einem ersten Tag der offenen Tür mit Ehrengästen und Ausstellungen von Künstlern ein. Am Sonntag finden weitere Führungen statt.

Rottendorf: Gut Wöllried, Wöllried 1, 97228 Rottendorf. Der Gutshof mit Herrenhaus ist ein zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Walmdach und Glockentürmchen. Scheune und Bruchsteinmauerwerkbau mit Halbwalmdach sind aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert, Nebengebäude aus dem 18./19. Jahrhundert. Nur geöffnet für Führungen um 10 und 11 Uhr.

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Röttingen: Alte Schmiede/ Schmiedevorführung, St.-Nepomuk-Straße, 97285 Röttingen. Von 1805 bis 1963 war die Schmiede in Betrieb. 2004 wurde die Schmiede durch die Stadt Röttingen und Heinrich Körner, dem Nachkommen des letzten Schmiedes, saniert. Geöffnet von 13 bis 17 Uhr. Ein Schmied führt sein Handwerk vor.

Sommerhausen: „Miltenberger Haus“, Hauptstraße 13, 97286 Sommerhausen. Ein Gebäudeensemble bestehend aus vier Häusern aus dem 15., 16./17. und 18. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Kaufmannsanwesen. Geöffnet von 9 bis 18 Uhr. Verschiedene Ausstellungen stehen bereit, Führungen finden stündlich statt von 9.15 bis 17.15 Uhr mit Treffpunkt vor dem Gebäude.

Thüngersheim: WeinKulturGaden, Kirchgasse 2, 97291 Thüngersheim. Die Gaden sind Zeugen einer bewegten Vergangenheit. Entstanden sind sie im Jahr 1429/30. In den Jahren 2012 bis 2015 wurden sie mit sehr viel Aufwand liebevoll saniert. Weitere Informationen unter www.weinkulturgaden.de. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr; Führungen um 14 Uhr und 16 Uhr.

Unterpleichfeld: Burg Grumbach, Am Burggraben 11, 97294 Unterpleichfeld. Die Stammburg der im 12. Jahrhundert vor allem unter der Herrschaft Friedrich Barbarossas so bedeutsamen Edelfreien von Grumbach bietet so manches Geheimnis. Auch der Garten im Burggraben wird vorgestellt. Hier kann eine Vielzahl im Mittelalter bedeutsamer Pflanzen bewundert werden. Vorführungen entführen in die Vergangenheit der Burg. Geöffnet ab 11 Uhr, regelmäßige Führungen.

Zell am Main: Kapitelsaal der Unterzeller Nonnen, Klosterhof 20, 97299 Zell a. Main. Zu besichtigen sind der zwischen 1608 und 1613 wiedererbaute historische Kapitelsaal im Kapitelhaus und die ehemalige Küche des 1803 säkularisierten ehemaligen Klosters der Prämonstratenserinnen von Unterzell. Geöffnet von 11 bis 16 Uhr. Zu besichtigen ist außerdem die Kelterhofscheune von 1705 mit Gewölbekeller, Brunnenstube und Wasserführungssystem. Geöffnet von 11 bis 16 Uhr mit einer Ausstellung des Systems der Zeller Brunnenstuben und Archäologischer Funde in der Hauptstraße 86.

Tag des offenen Denkmals: Deutscher Beitrag zu den „European Heritage Days“

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit seit 1993 am zweiten Sonntag im September statt, am 12. September zum 29. Mal.

Er wird bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Es engagieren sich viele private Denkmaleigentümer und Vereine.

Der Tag ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. 50 europäische Länder nehmen daran teil.

Grundgedanke des Tags des offenen Denkmals ist es, einmal im Jahr historische Gebäude und Orte für Besucher zu öffnen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

Die Öffnung ist in der Regel kostenfrei. Vielerorts warten Sonderführungen, Schauvorführungen und bunte Rahmenprogramme auf die Besucher.

In acht Gemeinden des Landkreises Würzburg öffnen elf historische Gebäude und Stätten ihre Tore, die sonst nicht oder selten für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind.

Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. pm

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