"Gilead"-Förderprogramm - Dr. Christa Kasang mit Preis ausgezichnet Studie zur Behandlung von HIV-infizierten Kindern

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Ausgezeichnet: Dr. Christa Kasang bei der Preisverleihung mit Dr. Colin Wernsdörfer (links), Director Medical Affairs Gilead, und Dr. Florian Neuhann.

© Elke Blüml/Missionsärztliches Institut

wÜRZBURG. Dr. Christa Kasang (48 Jahre), Biologin am Missionsärztlichen Institut Würzburg, ist vom "Gilead"-Förderprogramm Infektiologie ausgezeichnet worden. Als preiswürdig erachtete der wissenschaftliche Beirat eine von Kasang geplante Studie zur Behandlung von HIV-infizierten Kindern und Jugendlichen in Tansania. Ab August sollen 1000 junge Patienten in drei Betreuungs- und Behandlungszentren untersucht werden.

Größtes Fachtreffen

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Die Auszeichnung in Höhe von 76 000 Euro nahm Kasang am Mittwochabend in Würzburg beim 13. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin entgegen. Er gilt als das größte deutschsprachige Fachtreffen dieser Art.

Die Studie soll zeigen, dass eine frühzeitige Messung der Viruslast bei Kindern und Jugendlichen unter Anwendung einer angepassten Technologie dazu beitragen kann, Resistenzen gegen HIV-Medikamente zu vermeiden.

Der Heidelberger Tropenmediziner Dr. Florian Neuhann sagte bei der Würdigung der Preisträgerin, nur 35 bis 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Tansania hätten Zugang zuR Therapie. Zu den Kooperationspartnern des Projekts gehört das Bugando Medical Centre in Mwanza, mit dem das Institut seit vielen Jahren eine Partnerschaft pflegt.

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Das "Gilead"-Förderprogramm Infektiologie unterstützt Projektvorhaben, die zwar umsetzungsreif geplant, jedoch noch nicht umgesetzt sind und deren Finanzierung nicht gesichert ist.

Bei dem Kongress ist das Missionsärztliche Institut mit verschiedenen Aktivitäten vertreten. Unter anderem präsentiert die katholische Fachstelle für Internationale Gesundheit im Würzburger Congresscentrum ihre Online-Bibliothek "Medebox".