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Uni Würzburg - Studientag „Antisemitismus gestern und heute“ bietet allen Interessierten Vorträge und Workshops

So viele antijüdische Angriffe wie lange nicht

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2020 gab es in Deutschland so viele antijüdische Angriffe wie lange nicht mehr. Jetzt widmet sich ein Studientag der Uni Würzburg dem Thema „Antisemitismus gestern und heute“.

Würzburg. Die Polizei hat im Jahr 2020 in Deutschland so viele antijüdische Angriffe festgestellt wie nie zuvor seit 2001: Insgesamt wurden 2275 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet. Das berichtete der Tagesspiegel Anfang 2021 mit Berufung auf ein Papier der Bundesregierung.

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Gewalt- und Straftaten gegen Jüdinnen, Juden oder jüdische Einrichtungen sind also an der Tagesordnung in Deutschland.

Zur Geschichte des Antisemitismus gehört der von den christlichen Kirchen befeuerte, oft religiös motivierte Antijudaismus. „Auch dessen alte Vorurteile sind heute keineswegs überwunden“, sagt Professorin Barbara Schmitz, Leiterin des Lehrstuhls für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Würzburg. Dieser gesellschaftlichen Situation widmet sich ein Online-Studientag. Er findet am Mittwoch, 17. November, von 9 bis 18 Uhr statt und richtet sich an Studierende, aber auch an Lehrkräfte und andere Interessierte. Thematisiert werden theologische Aspekte des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Der Studientag beginnt und endet mit je einem Vortrag, dazwischen finden 14 Workshops statt. Interessierte müssen sich für die Teilnahme per E-Mail an studientag@uni-wuerzburg.de anmelden. Weitere Informationen stehen auf der Webseite der Veranstaltung: https://www.theologie.uni-wuerzburg.de/fakultaet/online-studientag-2021/

Beginn ist um 9.30 Uhr mit dem Thema„Die alten und neuen Gesichter des Antisemitismus – eine verdrängte Realität“. Den Vortrag hält Volker Beck, Publizist und Lehrbeauftragter für Religionspolitik am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum. Beck war 23 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestags und bis 2017 Vorsitzender von dessen deutsch-israelischer Parlamentariergruppe. Um 16 Uhr folgt: „Handlungsmöglichkeiten gegen Antisemitismus im Schulbereich“. Den Vortrag hält Julia Bernstein, Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie forscht zum Thema Antisemitismus und ist Autorin der kulturwissenschaftlichen Studie „Antisemitismus an Schulen in Deutschland“. Der Studientag der Katholisch-Theologischen Fakultät wird vom Team um Professorin Barbara Schmitz organisiert. Mitveranstalter sind unter anderem das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage, die Ministerialbeauftragten für die Gymnasien und für die Realschulen in Unterfranken, die Katholische Hochschulgemeinde sowie die Diözese Würzburg.

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Studientag über Antisemitismus

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