Güterschiff havariert:

Restaurant „Mainkuh“ in Würzburg evakuiert

Von 
Olaf Borges
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© dpa

Würzburg. Ein Güterschiff havarierte am Freitagnachmittag auf dem Main und stellte sich quer. Es verkeilte sich und musste durch technisches Gerät gesichertwerden, da es drohte, in eine schwimmende Anlage zu treiben. Erste Bergungsversuche scheiterten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ist es am Sonntagnachmittag gelungen, das Schiff frei zu bekommen.
Gegen 16 Uhr befuhr ein Gütermotorschiff, welches mit Asphaltgranulat beladen war, den Main talwärts. Kurz nach der Ludwigsbrücke kam es zu einem Beinahezusammenstoß mit einem entgegenkommenden Gütermotorschiff. BisherigenErmittlungen zu Folge geriet das Gütermotorschiff im Anschluss kurz vor einer Schleuse aufgrund eines weiteren Fahrfehlers des 35-jährigen Schiffsführers quer zur Fließrichtung, rammte mit dem Vorschiff den Trenndamm der Schleuse, verkeilte sich und drohte mit der Schwimmenden Anlage, dem Restaurant „Mainkuh“, zu kollidieren. Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Restaurant befanden, wurden daraufhin durch die Polizei evakuiert. Auch die alte Mainbrücke wurde kurzzeitig für Fußgänger gesperrt.
Mehrere Versuche das Gütermotorschiff mit einem Schleppboot im Anschluss freizuschleppen blieben zunächst erfolglos. Die Wasserschutzpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen gegen den 35-jährigen Unfallverursacher. Durch die Havarie kamen keine Personen zu Schaden. Ob Sachschaden entstanden ist, müssen weitere Ermittlungen klären. Bei dem Einsatz, der sich bis in die Nacht zog, waren rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, Sanitätsdienst, DLRG und Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eingesetzt.

 

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