Gartenamt Würzburg - Die im letzten Sommer beschlossene Aufwertung der Stadtmitte durch Palmen wird jetzt umgesetzt

Mediterranes Flair in der Kaiserstraße

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stv
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Seit neuestem schmücken Palmen die Würzburger Kaiserstraße. Auf unserem Bild transportieren Gartenamtsmitarbeiter die Pflanzkübel vom Winterquartier in die Stadtmitte. © Gartenamt/Regina Höger

Würzburg. In der Würzburger Kaiserstraße breitet sich mediterranes Flair aus: Das Gartenamt holt zurzeit die Palmen aus den Gewächshäusern. Damit wird die im letzten Sommer beschlossene Aufwertung der Innenstadt mit Palmen in die Tat umgesetzt. Bürgermeister Martin Heilig hat hierzu ein lachendes und ein weinendes Auge: „Auf der einen Seite erfreuen mich die neuen grünen Akzente in der Kaiserstraße aus elf in Kübeln gepflanzten Palmen. Auf der anderen Seite ist es sehr bedauerlich, dass nur mobiles Grün statt ortsfeste Baumpflanzungen realisiert werden konnte.“ Aufgrund von Leitungstrassen, der Straßenbahn und notwendiger Rettungswege war es im Zuge der Neugestaltung der Kaiserstraße seinerzeit nämlich nicht möglich gewesen, Baumstandorte vorzusehen. Dabei sind Stadtbäume wahre Multitalente. Sie werten nicht nur das Stadtbild auf, sondern spenden zusätzlich auch Schatten, produzieren Sauerstoff, binden Kohlendioxid und tragen zur Kühlung bei.

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Der Wunsch, während der Sommermonate dauerhaft Grün in der Kaiserstraße zu etablieren war seit langem und vielfach geäußert worden. Während der Gartenschau im Jahr 2018 und im Folgejahr hat das Gartenamt hierzu Blumenpyramiden angemietet, die von Juni bis Oktober in der Kaiserstraße aufgestellt wurden. Für Gartenamtsleiter Dr. Helge Bert Grob eine sehr kostspielige und wenig nachhaltige Begrünung. Der Unterhalt der Blumenpyramiden ist sehr aufwendig. Sie müssen nicht nur jedes Jahr neu bepflanzt werden, sondern während der Hitzeperioden im Sommer auch alle zwei bis drei Tage gegossen werden. Dr. Grob hofft, dass mit der Anschaffung der hochwertigen Pflanzkübel, die sich farblich an den Ausstattungselementen der Kaiserstraße orientieren, eine nachhaltige Lösung gefunden wurde. Bepflanzt sind die Stahlkübel mit Hanfpalmen. Diese Palmenart ist anspruchslos, robust gegenüber Schadorganismen und benötigt zudem weniger Wasser als Gehölze oder Blumen.

Die aktuellen Temperaturen lassen es nunmehr zu, die Palmen aus dem Winterquartier im Gartenamt zu holen. Sollte es doch noch Forst geben, macht das den Palmen nichts aus: „Sie sind recht robust und halten auch einstellige Minusgrade aus“, erklärt Gärtnermeister Georg Keller beim Ausliefern. Geplant ist, dass die Palmen nun bis Ende Oktober ein wenig mediterranes Flair in die Kaiserstraße bringen. stv