Katholische Kirche - Netzgemeinde „DaZwischen“ bietet gemeinschaftlichen Weg in der Fastenzeit Goldadern im Leben freilegen

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Der Beginn der Fastenzeit ist der Aschermittwoch. 40 Tage Einkehr bis Ostersonntag markieren diese Zeit in den christlichen Kirchen. © dpa

Freiburg/Würzburg. Der zweite Lockdown zieht sich für viele Menschen ermüdend in die Länge. Dies nimmt die christliche online Gemeinde „DaZwischen“ zum Anlass, vertieften Kontakt und stärkende Begegnung zu ermöglichen. Wer beim Übungsweg Goldader mitmacht, bekommt jeden Tag ein Bild und einen kurzen Gebetssatz zur Besinnung auf sein Smartphone. Einmal in der Woche tauschen sich die Teilnehmenden über Video in Kleingruppen über ihre Erfahrungen in den vergangenen sieben Tagen aus.

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„Die Sehnsucht nach Kraft, Gemeinschaft und Spiritualität ist gerade groß“, betont Felix Goldinger aus dem Bistum Speyer. „Daher wollen wir mit dem Projekt Goldader eine Gemeinschaft bis Ostern bieten, die sich gegenseitig stärkt und nach den Goldmomenten und Gottes Nähe im Alltag sucht.“

Achtsamer Lebensstil

Die Grundidee des Übungswegs geht auf die Tradition der sogenannten Exerzitien im Alltag zurück: die täglichen Gebetszeiten und wöchentlichen Gruppen zum Erfahrungsaustausch ermöglichen einen achtsamen Lebensstil. „Kurz gesagt legen wir in den 40 Tagen die Goldadern in unserem Leben frei,“ verbildlicht Sarah Didden aus dem Erzbistum Köln den Übungsweg.

Das Besondere des Projekts: Die täglichen Bilder und Sätze stammen aus dem Buch „Prayer“ des amerikanischen Künstler- und Autorenduos Scott Erickson und Justin McRoberts. Die Gebetssätze werden im englischen Originaltext verschickt – wer kann und will übersetzt diese ins Deutsche. „Wir werden also als Weg- gemeinschaft die erste Übersetzung dieses amerikanischen Buches liefern. Das Gefühl etwas Schöpferisches und Kreatives zu machen, tut uns in dieser Zeit des Winterschlafs gerade gut,“ berichtet Tobias Aldinger aus dem Erzbistum Freiburg. Außerdem helfe das Übersetzen, sich mit dem Gebetswort tiefer auseinanderzusetzen. „Die Gebete sind dabei wie Ausgrabungswerkzeuge, die das Wesentliche in uns, das uns trägt und lebendig macht, frei legen wollen“, so Aldinger.

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Die jeweisl Freitags angesetzten fünf Online-Treffenbeginnen am Freitag, 26. Februar, um jeweils 20 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 24. Februar, möglich, auch wenn die ersten Impulse bereits ab Aschermittwoch versendet werden. Wer nicht jede Woche dabei sein kann, darf an der Aktion auch punktuell in flexiblen Gruppen teilnehmen. Informationen und Anmeldung über: www.netzgemeinde-dazwischen.de/goldader. Neben dem Projekt Goldader bietet die Netzgemeinde DaZwischen wöchentliche interaktive Impulse über Chat-Messenger auf dem Smartphone. Auch sorgen engagierte Seelsorgerinnen und Seelsorger für Chatmöglichkeiten: „Wem über den Winter die Decke auf den Kopf fällt, der kann sich unkompliziert per Nachricht an unser Team wenden, das auch über die Feiertage online bleibt,“ betont Walter Lang, der auch als Internetseelsorger im Bistum Würzburg arbeitet. Weitere Informationen zu einer Kontaktaufnahme findet sich unter www.netzge-meinde-dazwischen.de

An jedem Sonntag gibt es seit Pandemiebeginn auch Gottesdienste per Chat. Die Neuerung ermöglicht es den Teilnehmenden zu dem Zeitpunkt mit zu beten, an dem es ihnen passt. Dazu wird ein Startwort („Sonntag“) an einen der Chatkanäle geschickt und los geht es.