Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg - Tag der offenen Tür am 12. Oktober im Rahmen der "Woche des Sehens" Früherkennung ist extrem wichtig

Lesedauer: 

Spaltlampen-Untersuchung: Am Tag der offenen Tür der Würzburger Universitäts-Augenklinik werden unter anderem allgemeine und spezielle Augenuntersuchungen demonstriert.

© Daniel Peter / Universitätsklinikum Würzburg

Würzburg. Im Rahmen der bundesweiten "Woche des Sehens" lädt die Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg am Donnerstag, 12. Oktober, ab 14.30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben Präsentationen, Besichtigungen, Beratungen und Informationsständen gibt es eine Vortragsreihe, bei der Experten über die Volkskrankheiten Grauer Star, Glaukom und Altersbedingte Makula-Degeneration sowie die Chancen der Hornhauttransplantation referieren.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

Seit dem Jahr 2002 informiert die bundesweite Woche des Sehens mit vielfältigen Aktionen über die Bedeutung guten Sehvermögens und klärt über die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern auf.

Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der Pro Retina Deutschland.

Weitere Informationen gibt es unter www.facebook.com/WochedesSehens oder www.woche-des-sehens.de.

AdUnit urban-intext1

Die bundesweite "Woche des Sehens" macht alljährlich auf die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Lage blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam. Die diesjährige 16. Neuauflage findet vom 8. bis 15. Oktober statt. Die Augenklinik des Würzburger Universitätsklinikums beteiligt sich an der Kampagne und lädt am Donnerstag, 12. Oktober, zu einem Tag der offenen Tür ein.

Sehtests

Von 14.30 bis zirka 16 Uhr werden in den Räumen der Poliklinik in der Josef-Schneider-Straße 11 allgemeine und spezielle Augenuntersuchungen demonstriert: Sehtests und Augendruckmessungen sowie spezielle bildgebende Verfahren der Netzhaut, des Sehnervs und der Hornhaut. In der Low Vision Ambulanz informieren Fachleute über die verschiedenen Möglichkeiten von vergrößernden Sehhilfen. Vergrößerungsgeräte können auch getestet werden. Um 15.15 Uhr startet zudem eine Führung durch die Räume der Augenklinik, bei der moderne Untersuchungsmethoden vorgestellt werden.

Geballte Information bietet außerdem eine Vortragsreihe, die von 16.45 bis etwa 17.45 Uhr im Hörsaal der Neurologie im ersten Stock der Kopfklinik stattfindet. Nach einer Einführung durch Professor Dr. Jost Hillenkamp, den Direktor der Universitäts-Augenklinik, berichten vier seiner Experten über die Behandlungsmöglichkeiten der verbreiteten Augenkrankheiten Grauer Star, Glaukom und Altersbedingte Makula-Degeneration sowie über die Chancen der Hornhauttransplantation.

AdUnit urban-intext2

"Viele Augenkrankheiten sind Volkskrankheiten", weiß Dr. Daniel Kampik, Oberarzt an der Würzburger Universitäts-Augenklinik und einer der Referenten. Laut den Statistiken sind zehn Millionen Menschen in Deutschland vom Grauen Star (Katarakt) betroffen, jedes Jahr werden etwa 650 000 Menschen deswegen operiert. Frühe Anzeichen einer altersabhängigen Makula-Degeneration zeigen sich bei 2,6 Millionen Menschen, ernstlich daran erkrankt sind 1,6 Millionen.

Glaukom

Die dritthäufigste Augenkrankheit ist das Glaukom, an dem knapp eine Million Menschen leidet, bei weiteren 1,3 Millionen lassen sich wichtige Risikofaktoren, wie ein erhöhter Augeninnendruck feststellen. Die diabetische Netzhauterkrankung betrifft rund 560 000 Menschen. "Durch die rechtzeitige Therapie lassen sich heutzutage die meisten Augenerkrankungen gut behandeln und eine Sehbehinderung vermeiden", unterstreicht Dr. Kampik und fährt fort: "In vielen Fällen ist jedoch die Früherkennung extrem wichtig. Manche Schäden fallen dem Augenarzt schon auf, bevor der Patient selbst überhaupt Symptome wahrnimmt."

Informationsstände

AdUnit urban-intext3

Der Tag der offenen Tür läuft in Kooperation mit der Selbsthilfevereinigung Pro Retina, dem Berufsförderungswerk Würzburg-Veitshöchheim, der Blindeninstitutsstiftung Würzburg, der Low-Vision-Stiftung, dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund, der Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. und der Low-Vision Ambulanz der Augenklinik. Die Partnerorganisationen sind am Aktionstag mit Informationsständen vor Ort vertreten. Es gibt die Möglichkeit, lebenspraktische Fertigkeiten zu erproben sowie Einblicke in das Orientierungs- und Mobilitätstraining zu gewinnen.

AdUnit urban-intext4

Auch wenn der Tag der offenen Tür viele wertvolle Informationen und Einblicke gibt, ist es den Medizinern der Würzburger Universitäts-Augenklinik wichtig zu betonen, dass der Aktionstag eine individuelle Untersuchung und Beratung durch einen Augenarzt natürlich nicht ersetzen kann, wie in der Ankündigung der Uniklinik heißt.