82-Jähriger Opfer von Betrugsmasche

Falsche Microsoft-Mitarbeiter im Landkreis Würzburg

Von 
Fabian Greulich
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Die Polizei konnte die zwei Jugendlichen fassen. © dpa

Würzburg. Vermeintlichen Mitarbeitern der Firma Microsoft ist es am Dienstag gelungen, einen 82-Jährigen im Landkreis Würzburg dazu zu bewegen, ihnen die Kontrolle mittels Fernzugriff auf seinen Computer zu gewähren. Diese Möglichkeit nutzten die Täter, um mehrere Überweisungen in Höhe von rund 1000 Euro auszuführen.

Das Phänomen des sogenannten „Microsoft-Support-Scam“ taucht im Bereich der unterfränkischen Polizei seit Jahren auf. Die Täter gehen meist nach dem gleichen Schema vor und versuchen mittels Fernzugriff die Kontrolle über den Computer zu erhalten. Ab diesem Moment ist es den Tätern unter Umständen möglich, Passwörter und Zugriff auf die Konten und Zahlungsmethoden der arglosen Angerufenen zu bekommen.

So erschien am Dienstag auf dem Monitor eines 82-Jährigen ein Fenster mit der Aufforderung, den Support der Firma Microsoft anzurufen. Die dort angegebene Telefonnummer führte den Mann jedoch direkt in einem Callcenter der Betrüger. Er installierte die Fernwartungssoftware und öffnete somit den Tätern Tür und Tor, um auf den Computer und die Daten zuzugreifen. Unter anderem forderten die Täter den gutgläubigen Mann auf, sich in seinem Online-Banking anzumelden. Nach der Anmeldung führten die Betrüger insgesamt neun Überweisungen aus. Im Nachgang stellte der Geschädigte schließlich fest, dass rund 1000 Euro von seinem Konto abgebucht worden waren. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg.

Redaktion FN-Chefredakteur

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